Mittelpöllitz
Gemeindeteil des Marktes Marktschorgast im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern)
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Mittelpöllitz (oberfränkisch: Middlbölleds[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Marktschorgast im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern).[3] Mittelpöllitz liegt in der Gemarkung Pulst.[4]
Mittelpöllitz Markt Marktschorgast | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 6′ N, 11° 38′ O |
| Höhe: | 506 m ü. NHN |
| Einwohner: | 10 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95509 |
| Vorwahl: | 09227 |
Lage
Der Weiler liegt am Laubenbach, einem rechten Zufluss des Weißen Mains. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße KU 1 (0,3 km nordwestlich) bzw. nach Unterpöllitz (0,2 km südwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1317 als „Bolenz“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt das slawische Wort „polje“ zugrunde, das Feld bedeutet. 1348 erscheint die Form „Politz“, 1663 ist erstmals von einem „Mitlern Pölnitz“ die Rede.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mittelpöllitz aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Marktschorgast aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Berneck. Das brandenburg-bayreuthische Stiftskastenamt Himmelkron war Grundherr des Hofes.[7]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Mittelpöllitz dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Marktschorgast und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Pöllitz zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde diese nach Ziegenburg eingemeindet.[8] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Mittelpöllitz am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktschorgast eingemeindet.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Mittelpöllitz ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind bis heute nach St. Johannis (Wirsberg) gepfarrt, die Katholiken sind nach St. Jakobus der Ältere (Marktschorgast) gepfarrt.[7][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Mittler Pöllnitz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 631 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Pöllitz, Pölnitz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 376 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 128–129.
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Pölnitz. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 284 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 403.
Weblinks
- Mittelpöllitz in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. Januar 2025.
- Mittelpöllitz in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 13. Januar 2025.
- Mittelpöllitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. Januar 2025.