Münichsthal

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Münichsthal ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Wolkersdorf im Weinviertel im Bezirk Mistelbach im niederösterreichischne Weinviertel mit 732 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1969 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Münichsthal (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Münichsthal
Münichsthal (Österreich)
Münichsthal (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Wolkersdorf im Weinviertel
Koordinaten 48° 23′ 11″ N, 16° 28′ 17″ Of1
Höhe 205 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 732 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 5,38 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05135
Katastralgemeindenummer 15209
Bild
Die alte Schule wird heute für soziale Aktivitäten genutzt
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Schließen
f0
f0
732

Geografie

Das vom Münichsthaler Graben, einem rechten Zubringer zum Russbach, entwässerte Dorf ist über die Landesstraße L3107 erreichbar, die von der Brünner Straße nach Westen abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 362 Adressen.[3]

Geschichte

Die Einwohner betrieben Wein- und Ackerbau und handelten mit Spargel und Obst, den sie nach Wien lieferten, berichtete Schweickhardt, wofür sie aber nur gering bestiftet waren. Die Gründe wurden auch immer wieder von Unwettern heimgesucht.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 57 Häusern genannt, das nach Großebersdorf eingepfarrt war und die Kinder im Ort selbst eingeschult wurden. Die Herrschaft Ulrichskirchen besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten der Herrschaft Ulrichskirchen und dem Stift Klosterneuburg.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Münichsthal drei Bäcker, ein Friseur, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Maler, vier Marktfahrer, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, zwei Schneider und vier Schneiderinnen, drei Schuster, zwei Trafikanten und ein Tischler ansässig.[5]

Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Münichsthal, Pfösing und Wolkersdorf.[2]

Sehenswertes

  • Pfarrkirche Münichsthal, ein 1737 errichteter, barocker Saalbau mit einem rückseitigen Volutengiebel, der 1958 als Pfarrkirche fungiert

Persönlichkeiten

  • Peter Proksch (1935–2012), Maler und Grafiker, lebte und arbeitete im Ort
  • Heide Proksch (* 1942), Tapisserie-Künstlerin, lebt und arbeitet im Ort

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Leis bis Neusiedl. Sollinger, Wien 1834, S. 271 (MünichsthalInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 52, Sektion Korneuburg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 239.
Commons: Münichsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI