Pfösing
Ortschaft im Bezirk Mistelbach
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Pfösing (früher Piesing) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Wolkersdorf im Weinviertel im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 227 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1969 bestand der Ort als selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Pfösing (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Pfösing | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Wolkersdorf im Weinviertel | |
| Koordinaten | 48° 23′ 52″ N, 16° 26′ 30″ O | |
| Höhe | 310 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 227 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 2,6 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05136 | |
| Katastralgemeindenummer | 15212 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Pfösing (31655 005) | |
Ortsansicht mit Kirche | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das vom Münichsthaler Graben, einem rechten Zubringer zum Russbach entwässerte Dorf ist über die Landesstraße L3107 erreichbar, die von der Brünner Straße nach Westen abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 132 Adressen.[3]
Geschichte
Die Einwohner waren Bauern und Weinhauer mit guter Grundbestiftung, deren Felder nur Korn und Hafer einbrachten und daher auch der Weinbau ein wichtiger Erwerbszweig war; Obstbau und Viehzucht hingegen waren gering ausgeprägt und deckten nur den häuslichen Bedarf ab. Immer wieder machten Regengüsse zu schaffen, die das Erdreich abspülten, schrieb Schweickhardt im 19. Jahrhundert.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 15 Häusern genannt, das nach Manhartsbrunn eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ulrichskirchen besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Pfösing ein Bäcker, ein Gastwirt, drei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Schmied, eine Trafikantin und zwei Viktualienhändler ansässig.[5]
Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Münichsthal, Pfösing und Wolkersdorf.[2]
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 65 (Ausgabe 1770; Pfösing in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 85 (Pfösing – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 52, Sektion Korneuburg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 239.
Weblinks
- Pfösing in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
