Pfösing

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Pfösing (früher Piesing) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Wolkersdorf im Weinviertel im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 227 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1969 bestand der Ort als selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Pfösing (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Pfösing
Pfösing (Österreich)
Pfösing (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Wolkersdorf im Weinviertel
Koordinaten 48° 23′ 52″ N, 16° 26′ 30″ Of1
Höhe 310 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 227 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,6 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05136
Katastralgemeindenummer 15212
Zählsprengel/ -bezirk Pfösing (31655 005)
Bild
Ortsansicht mit Kirche
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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227

Geografie

Das vom Münichsthaler Graben, einem rechten Zubringer zum Russbach entwässerte Dorf ist über die Landesstraße L3107 erreichbar, die von der Brünner Straße nach Westen abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 132 Adressen.[3]

Geschichte

Die Einwohner waren Bauern und Weinhauer mit guter Grundbestiftung, deren Felder nur Korn und Hafer einbrachten und daher auch der Weinbau ein wichtiger Erwerbszweig war; Obstbau und Viehzucht hingegen waren gering ausgeprägt und deckten nur den häuslichen Bedarf ab. Immer wieder machten Regengüsse zu schaffen, die das Erdreich abspülten, schrieb Schweickhardt im 19. Jahrhundert.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 15 Häusern genannt, das nach Manhartsbrunn eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ulrichskirchen besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Pfösing ein Bäcker, ein Gastwirt, drei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Schmied, eine Trafikantin und zwei Viktualienhändler ansässig.[5]

Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Münichsthal, Pfösing und Wolkersdorf.[2]

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 65 (Ausgabe 1770; Pfösing in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 85 (PfösingInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 52, Sektion Korneuburg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 239.
Commons: Pfösing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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