Nirbhay (Marschflugkörper)
indischer Marschflugkörper
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Nirbhay (Hindi निर्भय ‚furchtlos‘) ist ein, Marschflugkörper, der in Indien vom Aeronautical Development Establishment (ADE) entworfen und entwickelt wurde, das der Defence Research and Development Organisation (DRDO) untersteht.[1][2] Der Flugkörper soll in der Lage sein, sowohl konventionelle wie auch nukleare Sprengköpfe zu tragen.
| Nirbhay (Marschflugkörper) | |
|---|---|
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Nirbhay bei einem Test im April 2019 | |
| Allgemeine Angaben | |
| Typ | Marschflugkörper |
| Heimische Bezeichnung | Nirbhay |
| Herkunftsland | |
| Hersteller | ADE & DRDO |
| Einsatzzeit | im Dienst |
| Technische Daten | |
| Länge | 6 m |
| Durchmesser | 520 mm |
| Gefechtsgewicht | 1.500 kg |
| Spannweite | 2.700 mm |
| Antrieb Erste Stufe Zweite Stufe |
Feststoffbooster Turbofan |
| Geschwindigkeit | Mach 0,6–0,7 |
| Reichweite | 1.500 km |
| Ausstattung | |
| Lenkung | INS, GNSS, Datenlink |
| Zielortung | TERCOM |
| Gefechtskopf | 200–300 kg Penetrationsgefechtskopf, Streumunition oder Nukleargefechtskopf |
| Waffenplattformen | Lastkraftwagen |
| Listen zum Thema | |
Technik

Nachdem der Entwurf fertiggestellt war, wurde die für den Flugkörper erforderliche Technologie entwickelt. Die Integration erfolgte durch Research and Development Establishment, einem spezialisierten Zweig von DRDO.[3] Tata Motors hat das Fahrzeug gebaut, das als Träger für das Nirbhay-System dient und auf einem „hochmobilen, geländegängigen und allradgetriebenen Tata LPTA 5252-12×12-Fahrzeug“ basiert, das in Zusammenarbeit mit DRDO entwickelt wurde.[4]
Nirbhay wird auf einem Lastkraftwagen transportiert und ab diesem gestartet. Er wird beim den Start von einem Feststoffraketenbooster angetrieben, der vom Advanced Systems Laboratory (ASL) entwickelt wurde. Sobald die erforderliche Geschwindigkeit und Flughöhe erreicht ist, übernimmt ein Turbofan-Triebwerk in dem Flugkörper den weiteren Antrieb. Die Lenkung des Marschflugkörpers erfolgt über ein vom Research Centre Imarat (RCI) entwickeltes Trägheitsnavigationssystem sowie einen Radarhöhenmesser zur Höhenbestimmung.[5][6] Der Flugkörper verfügt über ein auf einem Laserkreisel basierendes Leit-, Steuerungs- und Navigationssystem. Außerdem verfügt er über ein auf einem (Vibrationskreisel) basierendes Trägheitsnavigationssystem (INS) sowie über einen Empfänger für GPS/NavIC.[7] Der Flugkörper ist 6 m lang, hat einen Rumpfdurchmesser von 0,52 m, eine Flügelspannweite von 2,7 m und wiegt etwa 1500 kg. Die Reichweite beträgt etwa 1.500 km. Nirbhay soll, je nach Einsatzanforderungen 24 verschiedene Arten von Sprengköpfen zwischen 200 und 300 kg transportieren können.[8][9][10]
Der Marschflugkörper soll über Loitering-Weapon-Funktionen verfügen, d. h., er kann ein Ziel umfliegen, mehrere Manöver durchführen und es dann erneut angreifen. Er soll auch in der Lage sein, ein Ziel unter mehreren Zielen auszuwählen und anzugreifen.[11] Der Marschflug kann in einer Flughöhe von 40 bis 4000 m AGL erfolgen. Der Streukreisradius (CEP) soll bei etwa 20 m liegen.[12][3][13]
Weiterentwicklungen
DRDO gab am 6. Februar 2023 den Abschluss des Nirbhay-Marschflugkörper-Entwicklungsprojekts nach Abschluss von sechs Entwicklungsversuchen bekannt. Die nächste Testphase wird ab April 2020 im Rahmen des Indigenous Technology Cruise Missile (ITCM)-Programms stattfinden. Sie wird einen Small Turbo Fan Engine (STFE) umfassen, der vom Gas Turbine Research Establishment (GTRE) entwickelt wurde, und einen Aktivradar-Suchkopf vom Research Centre Imarat (RCI). Eine separate luftgestützte und eine U-Boot-gestützte Variante werden derzeit entwickelt.[14][15][16]
Status
Nirbhay ergänzt den BrahMos-Lenkflugkörper, indem er gegen Ziele in über 1000 km Entfernung eingesetzt werden kann. Seit 2020 ist Nirbhay in begrenzter Zahl an der Line of Actual Control (LAC) im Rahmen der Pattsituation mit China im Einsatz.[17]
