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Nový hrad (Olomučany)

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Die Burg Nový hrad (deutsch Nowihrad, auch Neuburg) liegt auf einem Höhenrücken des Drahaner Berglandes über dem Tal der Svitava im Gemeindegebiet von Olomučany. Wegen ihrer Nähe zur Stadt Adamov wird die Anlage häufig als Nový hrad u Adamova bezeichnet.

Schnelle Fakten
Nový hrad
Burg Nový hrad

Burg Nový hrad

Alternativname(n) Burg Nowihrad
Staat Tschechien
Ort Olomučany
Entstehungszeit 1493
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand wiederaufgebaut
Geographische Lage 49° 19′ N, 16° 39′ O
Höhenlage 406 m
Nový hrad (Tschechien)
Nový hrad (Tschechien)
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Geschichte

Die Burg Nový hrad wurde 1493 von den Brüdern Dobeš und Beneš von Boskowitz und Černahora errichtet. Sie entstand etwa 250 Meter von einer älteren Burg entfernt, die 1470 von den Truppen Matthias Corvinus’ erobert und zerstört worden war. Die Herren von Boskowitz hielten die Burg zunächst als Pfandlehen. Am 3. Januar 1562 überließ der böhmische Landesherr Ferdinand I. die Burg samt Hof und den zugehörigen Dörfern Olomučany, Habrůvka, Březina, Babice, Kanice, Řícmanice, Bílovice, Vranov sowie der Wüstung Jehnice als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. Die Schenkung wurde 1567 in die mährische Landtafel eingetragen.[1] 1572 folgte sein Bruder Johann als Besitzer. Mit Johanns Tod im Jahr 1597 erlosch die männliche Stammlinie der Boskowitzer. Die Herrschaft erbte seine Tochter Katharina. 1604 ließ Katharina ihren Ehemann Maximilian von Liechtenstein als Teilhaber ihrer Besitzungen in die Landtafel eintragen. Mit ihrem Tod 1637 fiel Nový hrad vollständig an das Haus Liechtenstein. Im Dreißigjährigen Krieg eroberten schwedische Truppen 1645 nahezu kampflos die Burg und setzten sie in Brand. Die zu Nový hrad gehörenden Dörfer wurden anschließend der Herrschaft Pozořice angeschlossen. Ab 1655 erfolgten teilweise Reparaturen. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Anlage zeitweise zur Unterbringung fürstlicher Jäger genutzt. 1703 wurde eine umfassendere Instandsetzung durchgeführt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen die Liechtensteiner die Burg im Geist der Romantik umgestalten. Dabei wurde unter anderem ein hoher Turm errichtet. Die Burg diente für gelegentliche Jagdaufenthalte in den umliegenden Wäldern. Beim Bau der Bahnstrecke Brno–Česká Třebová und dem Aushub des Novohradský-Tunnels in den Jahren 1843 bis 1848 bestand die Sorge, der Turm könne durch die Bauarbeiten Schaden nehmen. Deshalb wurde er in seiner Höhe reduziert. Im Zuge der Bodenreform in der Tschechoslowakei 1920 gingen die Burg und der umliegende Forst in staatlichen Besitz über. Die Anlage wurde der Landwirtschaftlichen Hochschule Brünn zur Verwaltung übergeben. 1923 richtete die Hochschule einen Schulforstbetrieb ein. Die Burg diente bis 1955 als Ausflugsgasthaus. Ab 1956 wurde die Anlage für die Öffentlichkeit geschlossen und verfiel. In den 1980er Jahren begannen Privatpersonen mit Rettungsmaßnahmen. 1990 stellte der Tschechische Bund für Naturschutz (ČSOP) die Anlage unter seine Schirmherrschaft. Seither erfolgen schrittweise Sicherungs- und Rekonstruktionsarbeiten. Die Anlage liegt in einem Naturschutzgebiet und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Literatur

  • Miroslav Plaček: Ilustrovaná encyklopedie moravských hradů, hrádků a tvrzí. Libri, Prag 2001, ISBN 978-80-7277-046-5, S. 435–438.
  • Josef Pilnáček: Nový hrad u Blanska. Selbstverlag, Brünn 1927.
  • Leoš Vašek: Nový hrad u Adamova. Historie a pověsti. Selbstverlag, Brünn u. a. 1994.
Commons: Nový hrad (Olomučany) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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