Oberaurach

Gemeinde im Landkreis Haßberge in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberaurach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Tretzendorf.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Oberaurach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberaurach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 56′ N, 10° 39′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 45,13 km²
Einwohner: 4053 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97514
Vorwahlen: 09529, 09522, 09549
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 159
Gemeindegliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstr. 25
97514 Oberaurach
Website: www.oberaurach.de
Erster Bürgermeister: Thomas Sechser (CSU)
Lage der Gemeinde Oberaurach im Landkreis Haßberge
Karte
Karte
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Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Naturpark Steigerwald. Westlich des Ortsteils Neuschleichach entspringt die Aurach. In der Gemeinde liegt mit dem Naturwald Knetzberge-Böhlgrund eines der größten Waldschutzgebiete Bayerns und die Feuchtwiese am Sauknock, ein 0,33 Hektar großes Naturdenkmal sowie der geschützte Landschaftsbestandteil Beerberg-Südhang.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus elf amtlich benannten Gemeindeteilen[2][3] auf acht Gemarkungen:

Weitere Informationen Gemarkung, Gemeindeteil ...
Gemarkung Gemeindeteil Ortstyp Einwohnerzahl
der Gemarkung[4]
Dankenfeld Dankenfeld Pfarrdorf 541
Fatschenbrunn Fatschenbrunn Kirchdorf 235
Trossenfurt Hummelmarter Dorf
Kirchaich Kirchaich Kirchdorf 923
Kirchaich Kotzmühle Einöde
Neuschleichach Neuschleichach Kirchdorf 282
Kirchaich Nützelbach Dorf
Oberschleichach Oberschleichach Pfarrdorf 524
Tretzendorf Tretzendorf Dorf 376
Trossenfurt Trossenfurt Pfarrdorf 637
Unterschleichach Unterschleichach Kirchdorf 437
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Nachbargemeinden

Gemeinde
Knetzgau
Gemeinde
Sand am Main
Stadt
Eltmann
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gemeinde
Priesendorf
Gemeinde
Rauhenebrach
Gemeinde
Schönbrunn im Steigerwald

Klima

Schnelle Fakten Klimadiagramm ...
Oberaurach 2016–2021
Klimadiagramm
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-1
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle:
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Oberaurach 2016–2021
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 0,2 1,5 4,7 9,3 12,8 17,2 18,2 17,9 13,7 9,3 4,1 1,9 9,3
Mittl. Tagesmax. (°C) 3,2 6,3 9,6 15,9 19,3 23,8 24,7 24,5 20,2 14,4 7,6 4,4 14,5
Mittl. Tagesmin. (°C) −2,8 −2,7 0,0 2,4 6,1 10,9 11,5 11,3 7,7 4,9 0,6 −0,7 4,1
Niederschlag (mm) 65 43 64 35 72 92 72 57 46 55 55 69 Σ 725
Regentage (d) 19 11 16 10 11 13 13 11 10 16 15 19 Σ 164
Quelle:

Geschichte

Einige Gemeindeteile wurden bereits in den Jahren 741 und 753 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprünglich zum Hochstift Würzburg gehörende Ort kam kurz zum Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana, bevor er mit den Verträgen von Paris 1814 zu Bayern kam. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand am 1. Mai 1978 die heutige politische Gemeinde, wobei der Gemeindename Oberaurach als Kunstwort für die Gemeinden am oberen Lauf der Aurach eingeführt wurde. Die Gemeinde besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Dankenfeld, Fatschenbrunn, Kirchaich, Neuschleichach, Oberschleichach, Tretzendorf, Trossenfurt und Unterschleichach.[5]

Religionen

Kirchlich gehören die Ortsteile Kirchaich und Dankenfeld zum Erzbistum Bamberg, die Ortsteile Trossenfurt/Tretzendorf, Ober-, Unter- und Neuschleichach, Fatschenbrunn und Hummelmarter zum Bistum Würzburg.

Laut dem Zensus 2011 waren 83,9 % der Einwohner römisch-katholisch, 7,4 % evangelisch-lutherisch und 1,5 % konfessionslos oder anderer Religionszugehörigkeit.[6]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Bevölkerungsentwicklung ...
Bevölkerungsentwicklung[4][6]
Jahr1840187119001925193919501961197019872009201020112012201320142015201620172018201920202021
Einwohner2554278029943067307536923335358939014282428540104024402940453971400839583975395439323952
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Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 3905 auf 3975 um 70 Einwohner bzw. um 1,8 %. 2002 hatte die Gemeinde 4387 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik

Das Barockschloss Tretzendorf, in dem heute das Rathaus der Gemeinde Oberaurach untergebracht ist

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 2008 Thomas Sechser (CSU).[7] Dieser setzte sich 2014 mit 53,76 % der Stimmen gegen Sabine Weinbeer (Freie Wähler) und Thomas Karg (SPD) durch, gegen die er schon 2008 antrat und mit 55,37 % der Stimmen gewann. Am 15. März 2020 wurde Sechser mit 78,5 % der Stimmen ohne Gegenkandidatur für weitere sechs Jahre gewählt.[8] Sein Vorgänger war Siegmund Kerker (CSU).

Gemeinderat

Weitere Informationen Wahljahr, CSU ...
Wahljahr CSU Grüne Freie Wählergemeinschaft Oberaurach Junge Bürger Oberaurach Gesamt
2020[9] 5 (33,77 %)3 (16,54 %)4 (25,94 %)4 (23,75 %)16
Wahljahr CSU SPD Freie Wählergemeinschaft Oberaurach Junge Bürger (CSU-nah) Gesamt
2014 634316
2008 733316
2002 643316
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Wappen

Wappen von Oberaurach
Wappen von Oberaurach
Blasonierung: „Über schwarzem Wellenschildfuß, darin ein silberner Fisch, in Silber zwischen zwei schräg gestellten roten Buchenblättern eine gestürzte, gekürzte eingeschweifte schwarze Spitze, darin ein goldener Einhornrumpf.“[10]

Das Einhorn ist das geminderte Wappen des einstigen Ritterkantons Steigerwald und weist zusammen mit den Buchenblättern auf die geografische Lage des Gemeindegebiets im nördlichen Steigerwald hin. Der Wellenschildfuß stellt die Aurach dar, während der Fisch auf die Fischzucht im Aurachgrund hinweist. Die Farben Silber und Schwarz sind dem Wappen der Marschalken von Ostheim entnommen, die 1663/64 in den Besitz des Schlossgutes von Dankenfeld kamen. Die Farben Schwarz und Gold sowie Silber und Rot sind die Farben der Hochstifte Bamberg und Würzburg, die beide die Landesherrschaft im Gemeindegebiet innehatten.[11]

Baudenkmäler

Wegkapelle bei Unterschleichach, Fatschenbrunner Berg
Kriegerdenkmal in Unterschleichach
Armin-Knab-Haus in Neuschleichach

Verkehr

Oberaurach liegt nahe der Autobahn A 70 (Anschlussstelle 11 Knetzgau) sowie direkt an der Steigerwald-Höhenstraße.

Bildung

Innerhalb der Gemeinde existieren folgende Einrichtungen:[12]

  • drei Kindergärten (Kirchaich, Oberschleichach und Tretzendorf)
  • eine Grundschule (Trossenfurt)
  • UmweltBildungsZentrum Oberschleichach (kurz: UBiZ), welches als Einrichtung der Volkshochschule Landkreis Haßberge e. V. geführt wird

Persönlichkeiten

  • Armin Knab (1881–1951), deutscher Komponist, Musiker und Jurist, geboren in Oberaurach OT Neuschleichach.
  • Die Dorfrocker, Musiker-Trio

Einzelnachweise

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