Obergrabern
Ortschaft im Bezirk Hollabrunn
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Obergrabern ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Grabern im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 131 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1]. Bis Ende 1967 bildete Obergrabern eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Obergrabern (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Obergrabern | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Grabern | |
| Koordinaten | 48° 36′ 27″ N, 15° 59′ 38″ O | |
| Höhe | 262 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 131 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 5,02 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03762 | |
| Katastralgemeindenummer | 09019 | |
Die Kellergasse von Obergrabern | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das im südwestlichen Gemeindegebiet gelegene Dorf, das von der Landesstraße L35 über die L1142 erreichbar ist, entwässert über den Windpassinger Graben in den Gmoosbach. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 88 Adressen.[3]
Geschichte
Im 19. Jahrhundert beschrieb der Historiker Schweickhardt den Ort mit ziemlich gut bestifteten Landbauern, die ihre Äcker mit Weizen, Korn und Hülsenfrüchten bebauten. Weiters gab es im Ort alle nötigen Handwerker. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 67 Häusern genannt, das nach Mittergrabern eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Mittergrabern besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Guntersdorf ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Mittergrabern, Guntersdorf, Immendorf, Wullersdorf, Mailberg, Kadolz, Winkelberg, Stockern und Sitzendorf sowie den Pfarren Sitzendorf, Fraundorf und Schöngrabern.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Obergrabern ein Brunnenbauer, zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Schmied, eine Schneiderin und einige Landwirte ansässig.[5]
Die um 1850 entstandene Ortsgemeinde fusionierte am 1. Jänner 1968 mit den damaligen Gemeinden Mittergrabern und Obersteinabrunn.[2]
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 213 (Ausgabe 1769; Grabern in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 137 (Grabern (Ober-) – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 28, Sektion Sitzendorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 123.
