Oberklingensporn
Straße in Naila, Landkreis Hof, Oberfranken, Bayern, Deutschland
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Oberklingensporn ist ein Gemeindeteil der Stadt Naila im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern.[2] Oberklingensporn liegt in der Gemarkung Naila.[3]
Oberklingensporn Stadt Naila | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 21′ N, 11° 42′ O |
| Höhe: | 495 m ü. NHN |
| Einwohner: | 0 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95119 |
| Vorwahl: | 09282 |
Lage von Oberklingensporn in Naila | |
Geografie
Die Einöde bildet mit Mittel- und Unterklingensporn im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an der Selbitz und an der Staatsstraße 2195, die entlang der Selbitz nach Naila (1,8 km südöstlich) bzw. nach Marxgrün verläuft (1,8 km nordwestlich).[4]
Geschichte
1421 empfing Kunemund von Dobeneck die Wüstung Oberklingensporn als markgräfliches Lehen. 1450 verkaufte Rudolf von Dobeneck die Mühle an die Herrschaft Waldenfels. 1549 verkauften die Herren von Dobeneck ihren weiteren Besitz an die Reitzensteiner. Oberklingensporn wurde jahrhundertelang als Hammer betrieben.[5]
Klingensporn gehörte teils zur Realgemeinde Naila, teils zur Realgemeinde Froschgrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ober-, Mittel- und Unterklingensporn aus drei Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Naila. Grundherren waren das Rittergut Frosch- und Schneckengrün (2 Häuser) und das Kastenamt Lichtenberg (1 Hammer).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Oberklingensporn dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Oberklingensporn dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Naila[7] und der zugleich entstandenen Munizipalgemeinde Naila zugewiesen.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Oberklingensporn ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Stadtkirche Naila gepfarrt.[6][16]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Klingensporn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 166 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberklingensporn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 179 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 452.
- Matthias Körner: Kooperation – Koexistenz – Konkurrenz: Herrschaftskräfte und Herrschaftsformen im Raum Naila vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches. Dissertation. Erlangen 2010, DNB 1066268703 (PDF; 6,4 MB).
Weblinks
- Oberklingensporn in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 26. April 2025.
- Oberklingensporn in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 26. April 2025.
- Oberklingensporn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.
