Oberschlauersbach
Ortsteil des Marktes Dietenhofen
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Oberschlauersbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Oberschlauersbach liegt in der Gemarkung Seubersdorf.[3]
Oberschlauersbach Markt Dietenhofen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 25′ N, 10° 43′ O |
| Höhe: | 370 m ü. NHN |
| Einwohner: | 166 (2013)[1] |
| Postleitzahl: | 90599 |
| Vorwahl: | 09824 |
Geografie
Durch das Dorf fließt der Altbach, ein linker Zufluss der Bibert. Südöstlich grenzt das Waldgebiet Lohe an. Im Nordosten liegt das Fahrenbacher Feld. Die Kreisstraße AN 26 führt nach Dietenhofen (2,2 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 (0,6 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herpersdorf (1,4 km südöstlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1334 als „Obern-Slawerspach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der zugrunde liegende Gewässername bedeutet zum Bach des Slur. Vermutlich ist der Ort eine Ausgründung von dem schon 1124 erwähnten „Slursbach“ (d. i. das heutige Unterschlauersbach), zumal Oberschlauersbach selbst gar nicht am Schlauersbach liegt.[5] In dieser Urkunde stand, dass die Gebrüder Burkhard und Ludwig von Dietenhofen ein Gut an das Kloster Heilsbronn verkauften. In der Folgezeit erwarb das Kloster insgesamt sechs Anwesen, die im Dreißigjährigen Krieg alle abbrannten.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Oberschlauersbach mit Unterschlauersbach eine Realgemeinde. In Oberschlauersbach gab es 12 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten abwechselnd das Kastenamt Neuhof und das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn inne. Grundherren waren das Kastenamt Neuhof (2 Höfe, 5 Güter, 1 Gütlein, 1 Haus; die Abgaben eines Gutes gingen an die Pfarrei Dietenhofen), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Gut) und Nürnberger Eigenherren (Scheurl von Defersdorf: 1 Gut, v. Wölckern: 1 Gut).[7][8] Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof.[9]
1810 kam Oberschlauersbach zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Dietenhofen und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Seubersdorf zugeordnet.[9] Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, erfolgte die Eingemeindung nach Dietenhofen.[10]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt,[22] seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius (Dietenhofen) zuständig.[26]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberschlauersbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 218 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 120 f. (Digitalisat). Ebd. S. 205 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Ober-Schlauersbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 280–281 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Schlauersbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 291 (Digitalisat).
- Josef Kollar (Hrsg.): Markt Dietenhofen. Heilsbronn 1985, OCLC 159879623, S. 169–170.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 357–358 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 154.
Weblinks
- Ortsteile > Oberschlauersbach. In: dietenhofen.de. Abgerufen am 31. März 2024.
- Oberschlauersbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Oberschlauersbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 14. September 2019.
- Oberschlauersbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 27. Februar 2025.