Ochenbruck
Ortsteil von Schwarzenbruck
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Ochenbruck ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[2] Ochenbruck liegt in der Gemarkung Schwarzenbruck.[3]
Ochenbruck Gemeinde Schwarzenbruck | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 22′ N, 11° 15′ O |
| Höhe: | 355–379 m ü. NHN |
| Einwohner: | 1619 (1. Feb. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 90592 |
| Vorwahl: | 09128 |
Ortsansicht beim Rathaus (2023) | |



Geografische Lage
Das Dorf liegt an der Schwarzach. Es bildet mit Schwarzenbruck und Gsteinach im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese ist allseits von Wald umgeben.[4]
Geschichte
Die Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1322 als „Achenbruck“ bedeutet Brücke über die Schwarze Ache. Durch Ochenbruck führte früher die wichtige Handelsstraße Nürnberg-Neumarkt-Regensburg, die Mitte des 12. Jahrhunderts entscheidend ausgebaut wurde und wahrscheinlich der Gründungsgrund war.[5]
Ochenbruck im Mittelalter Seit 1385 lässt sich die Mühle als ältestes Gebäude nachweisen.[6] Die Nürnberger Familie Seidenschuher wollte hier Ende des 15. Jahrhunderts einen Eisenhammer an der Schwarzach bauen, scheiterte aber an der benachbarten Konkurrenz.[7] Am Ende des Mittelalters umfasste der Weiler Ochenbruck nur die geteilte Mühle, einen Bauernhof und zwei kleine Güter.[8] Der bedeutendste Zuwachs war zunächst die Verlagerung der Forsthube aus dem umstrittenen Weiler Affalterbach nach Ochenbruck zwischen 1502 und 1525.[9]
Ochenbruck in der frühen Neuzeit
Die Familie Seidenschuher gab 1549 ihren Besitz auf und dieser kam über die Familie Müllner und ihre Erben 1634/36 schließlich ganz an den Schwarzenbrucker Schloßherrn und teilte seitdem die Geschichte des Nachbarortes.[10] Der Weiler stagnierte zwischen 1715 und 1798 bei 8 Haushalten.[11]
Ochenbruck in Bayern
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Ochenbruck dem Steuerdistrikt Schwarzenbruck und der Ruralgemeinde Schwarzenbruck zugewiesen.[12] Von 1820 bis 1868 hatte sich Anzahl der Wohngebäude immerhin schon von 13 auf 26 verdoppelt, die Einwohnerzahl stieg auf 79.[13] Mit Eröffnung der Bahnstation (Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg) im Jahr 1871 wuchs der Ort stetig, so dass er mittlerweile eine geschlossene Siedlung mit Schwarzenbruck bildet. Bedeutend für die Arbeitsplätze war eine Bronzefabrik (1892–1972) im Bereich der ehemaligen Mühle.[14] In Ochenbruck steht heute das Rathaus der Gemeinde Schwarzenbruck.[15] Landschaftsprägend ist südwestlich vom Ort das seit 1964 schrittweise vergrößerte Gewergegebiet Mittellandholz im Bereich alter Sandgruben, genauso wie der Ausbau der Siedlungen im Norden bis zum Bahnhof und Waldrand.[16]
Einwohnerentwicklung
Sehenswürdigkeiten

- Der Thanngraben
- Der Schwarze Herrgott im Wald des Feuchter Forstes
- Der Eisenbahn-Viadukt über die Schwarzach
Baudenkmäler
Der Bahnhof, ein Streckenwärterhaus, eine ehemalige Mühle und ein Wohnstallhaus stehen unter Denkmalschutz.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch den Ort führt die stark befahrene Bundesstraße 8, die über Feucht zum Autobahndreieck Nürnberg/Feucht (4 km westlich) bzw. nach Pfeifferhütte führt (3,7 km südöstlich). Die Staatsstraße 2401 zweigt von der B 8 ab und führt an Fröschau vorbei nach Pattenhofen (3,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rummelsberg (0,3 km nördlich).[4]
Der Bahnhof[19] wird von der S-Bahn Nürnberg bedient.[20][21]
Gewerbe


In Ochenbruck gibt es einige Geschäfte. Gastronomie befindet sich entlang der Ortsdurchfahrt. Hauptsächlich befinden sich diese in der Ortsdurchfahrt der B 8 und im Gewerbegebiet "Frauenholz". Dort gibt es u. a. mehrere Nahversorger und einen Baumarkt. Im südlich gelegenen Gewerbegebiet "Mittellandholz" befinden keine Ladengeschäfte. Dort gibt es große Logistikzentren und Handwerksbetriebe. An der Ortsdurchfahrt in Fahrtrichtung Neumarkt befindet sich die einzige Tankstelle im gesamten Gemeindegebiet von Schwarzenbruck.
Freizeit

In Ochenbruck befindet sich ein Hundesportplatz.[22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ochenbruck. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 236 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Ochenbruck. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 515 (Digitalisat).
- Eckhardt Pfeiffer (Hrsg.): Nürnberger Land. 3. Auflage. Karl Pfeiffer’s Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993, ISBN 3-9800386-5-3.
- Martin Zeiller: Ochenbruck. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Franconiae (= Topographia Germaniae. Band 9). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 78 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
- Ortsteile > Ochenbruck. In: schwarzenbruck.de. Abgerufen am 6. November 2024.
- Ochenbruck in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 11. November 2022.
- Ochenbruck in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 6. November 2024.
- Ochenbruck im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 6. November 2024.
