Ole Meland
US-amerikanischer lutherischer Theologe und Hochschullehrer
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Ole Sjurson Meland (* 6. Oktober 1854 in Balestrand, Sogn, Königreich Norwegen; † 14. März 1928 in Minneapolis, Minnesota) war ein US-amerikanischer lutherischer Theologe und Hochschullehrer. Von 1884 bis 1892 war er Professor für Praktische Theologie und Kirchengeschichte am Red Wing Seminary, dem er auch von 1887 bis 1889 als Hochschulpräsident vorstand. Danach war er als Gemeindepfarrer und Krankenhausdirektor tätig.

Biographie
Meland wurde in Balestrand in der norwegischen Landschaft Sogn geboren und besuchte die örtlichen Schulen. Von 1872 bis 1874 studierte er am dortigen Lehrerseminar.[1] Im Folgejahr wanderte er in die Vereinigten Staaten aus, wo er sich im Dane County in Wisconsin niederließ und in der Landwirtschaft arbeitete. 1876 schrieb er sich am Augsburg Seminary in Minneapolis für ein Theologiestudium ein, ging jedoch 1881 aus gesundheitlichen Gründen zurück nach Norwegen. Dort setzte er sein Studium an der Universität Christiania fort.[2]
Meland ging 1884 erneut in die Vereinigten Staaten und wurde als Nachfolger von Sven Gunderson ans Red Wing Seminary, das theologische Seminar der Hauge-Synode, berufen. Er lehrte dort Praktische Theologie und Kirchengeschichte und wurde schon 1887 zum Präsidenten der Hochschule gewählt. In diesem Amt blieb er zwei Jahre lang, bis H. H. Bergsland ihn als Präsident des Seminars ablöste. 1889 erhielt Meland den Ruf auf die Pfarrstelle der St. Peter‘s Lutheran Church in Red Wing, den er nach seiner Ordination im selben Jahr auch annahm. Seine Professur behielt er noch bis 1892.[2] Meland strebte 1895 ein Lehrbeanstandungsverfahren gegen seinen Nachfolger Bergsland an und klagte ihn bezüglich seiner Ekklesiologie, seiner Rechtfertigungslehre und seiner Lehre vom Freien Willen an. Bergsland antwortete mit einer Rechtfertigungsschrift. Meland und Bergsland hatten beide viele Unterstützer in der Synode und es sah eine Zeit lang so aus, als ob dieser Konflikt zu einer Kirchenspaltung führen könnte. Auf der Synodalversammung 1896 in Beresford wurde Bergsland vom Vorwurf der Häresie freigesprochen, im folgenden Jahr jedoch trotzdem als Präsident des Seminars abberufen. Seinen Lehrstuhl behielt Bergsland jedoch bis zu seinem Tod 1907.[3] Auch Meland blieb noch bis 1921 in seinem Amt als Gemeindepfarrer in Red Wing, bevor er eine Stelle als Direktor des Fairview Hospital in Minneapolis antrat.
Meland übernahm eine Reihe von Ehrenämtern in der Hauge-Synode. So war er von 1886 bis 1887 Herausgeber der Kirchenzeitung Budbæreren, von 1889 bis 1892 Sekretär des Missionsausschusses, von 1893 bis 1894 Vorsitzender des Bildungsausschusses und von 1895 bis 1896 Mitglied des Publikationsausschusses der Synode.[1] Darüber hinaus gehörte er der Republikanischen Partei und der prohibitionistischen Anti-Saloon League an.[2]
Er heiratete im September 1887 Elida C. Simmons, mit der er vier Kinder hatte.[2] Meland starb am 4. März 1928 im Fairview Hospital in Minneapolis an Nierenproblemen.[4]
Weblinks
- Ole Meland in der Datenbank Find a Grave