Weißkirchen in Steiermark

Marktgemeinde im Bezirk Murtal, Steiermark From Wikipedia, the free encyclopedia

Weißkirchen in Steiermark ist eine Marktgemeinde mit 4755 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Murtal in der Steiermark.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Weißkirchen in Steiermark
WappenÖsterreichkarte
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Weißkirchen in Steiermark (Österreich)
Weißkirchen in Steiermark (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt: JU)
Fläche: 149,68 km²
Koordinaten: 47° 9′ N, 14° 44′ O
Höhe: 689 m ü. A.
Einwohner: 4.755 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 32 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8741
Vorwahl: 03577
Gemeindekennziffer: 6 20 48
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Gemeindeplatz 1
8741 Weißkirchen
Website: www.weisskirchen-steiermark.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Tafeit (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
14
3
2
2
14 3 2 2 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Weißkirchen in Steiermark im Bezirk Murtal
Lage der Gemeinde Weißkirchen in Steiermark im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)FohnsdorfGaalLobmingtalHohentauernJudenburgKnittelfeldKobenzMaria Buch-FeistritzObdachPöls-OberkurzheimPölstalPusterwaldSankt Georgen ob JudenburgSankt Marein-FeistritzSankt Margarethen bei KnittelfeldSankt Peter ob JudenburgSeckauSpielbergUnzmarkt-FrauenburgWeißkirchen in SteiermarkZeltwegSteiermark
Lage der Gemeinde Weißkirchen in Steiermark im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Weißkirchen in Steiermark liegt etwa 6½ km östlich der Stadtgemeinde Judenburg. Die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet sind der Ameringkogel (2187 m ü. A.) und der Rappoldkogel (1928 m).

Gemeindegliederung

Mit 1. Jänner 2015 wurden im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform die Gemeinden Eppenstein, Maria Buch-Feistritz und Reisstraße eingemeindet.[1]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Allersdorf (320)
  • Baierdorf (335)
  • Baumkirchen (30)
  • Eppenstein (277)
  • Fisching (207)
  • Größenberg (38)
  • Großfeistritz (133)
  • Kathal (185)
  • Kothgraben (34)
  • Maria Buch (297)
  • Möbersdorf (351)
  • Möbersdorfsiedlung (236)
  • Mühldorf (124)
  • Murdorf (14)
  • Pichling (219)
  • Reisstraße (126) mit Kleinfeistritz
  • Schoberegg (279)
  • Schwarzenbach am Größing (181)
  • Thann (65)
  • Weißkirchen in Steiermark (1235)
  • Wöllmerdorf (69)

Die Gemeinde besteht aus zehn Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[3]):

  • Allersdorf (445,28 ha)
  • Feistritz (840,14 ha)
  • Fisching (707,48 ha)
  • Kothgraben (3.812,55 ha)
  • Maria Buch (857,95 ha)
  • Mühldorf (1.383,07 ha)
  • Reisstraße (2.421,67 ha)
  • Schoberegg (2.265,75 ha)
  • Schwarzenbach (2.107,16 ha)
  • Weißkirchen (126,8 ha)

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Judenburg.

Nachbargemeinden

Eine der sechs Nachbargemeinden liegt im Bezirk Voitsberg (VO).

Fohnsdorf Zeltweg
Judenburg Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lobmingtal
Obdach Hirschegg-Pack (VO)

Geschichte

Der Ort Weißkirchen von Osten
Blick auf Maria Buch und Weißkirchen vom Liechtensteinberg

Das früheste Schriftzeugnis ist von 1066 und lautet „Wizinchiricha“. Der Name geht auf althochdeutsch wīz (weiß) zurück und bezeichnet ein Flurstück mit einer Kirche aus weißem Stein.[4]

Die Ortschaft befindet sich an der Kreuzung der Gaberl Straße B 77 und der Obdacher Straße B 78 im Zentrum des Murbodens auf einem Schwemmkegel des Granitzenbaches. Sie ist zwischen den Gutshöfen und Mühlen der umliegenden Herrschaften Eppenstein, Thann und Liechtenstein entstanden. Die Markterhebung erfolgte 1453. Die politische Gemeinde Weißkirchen wurde 1849/50 errichtet,[5] 1951 wurde der Name auf Weißkirchen in Steiermark geändert.

Das Ortsbild ist gut erhalten. Die meist zweigeschoßigen Häuser stehen meist mit der Traufseite zur Straße. Durch Hochwasser und Brände wurden Teile des Marktes mehrmals vernichtet. Daher stammen viele der Fassaden aus dem 19. Jahrhundert.

Bevölkerungsentwicklung

Weißkirchen in Steiermark: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
3.825
1880
 
3.945
1890
 
3.908
1900
 
4.055
1910
 
4.191
1923
 
3.817
1934
 
4.085
1939
 
4.148
1951
 
4.325
1961
 
4.221
1971
 
4.433
1981
 
4.583
1991
 
4.690
2001
 
5.067
2011
 
5.004
2021
 
4.842
2025
 
4.755
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:[6][7][8]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[9] 20112001 2021[9]20112001
Land- und Forstwirtschaft 1) 148 -- 188192187
Produktion 75 6148 591733692
Dienstleistung 209 206123 600513452
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Bergbau

Das im Bergbau in Kleinfeistritz in der Katastralgemeinde Reisstraße gewonnene talkähnliche Mineral Leukophyllit wird in Weißkirchen von der Firma IMERYS weiterverarbeitet.[10]

Verkehr

  • Bahn: Weißkirchen liegt an der Lavanttalbahn. Der Personenverkehr zwischen Zeltweg und Bad St. Leonhard wurde 2010 eingestellt.[11]
  • Straße: Für die früher durch den Ort führende Obdacher Straße B 78 zwischen Zeltweg und Obdach wurden Umfahrungsstraßen gebaut, die 2004 mit der Umfahrung Zeltweg vollendet worden sind.

Politik

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1945–1946 Franz Uitz
  • 1946–1980 Josef Trattnig
  • 1980–1992 Gerhard Pilz
  • 1992–2025 Ewald Peer (ÖVP)
  • seit 2025 Markus Tafeit (ÖVP)[15]

Wappen

Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Gemeindewappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Drei der vier Fusionsgemeinden hatten bis Ende 2014 eigene Wappen. Die Neuverleihung des Gemeindewappens durch die Steiermärkische Landesregierung ist bisher nicht erfolgt (Stand Dez. 2021!).

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

  • 1909: Abt Severin Kalcher (Stift St. Lambrecht)
  • 1909: Eligius Semelrock (Bürgermeister von Weißkirchen 1889–1897, 1904–1910)
  • 1937: Anton Frewein (Gemeinderat)
  • 1938: Bartholomäus Mayer (Bürgermeister von Allersdorf 1898–1938)
  • 1950: Johann Apfelknab (Gemeindesekretär)
  • 1950: Franz Pristautz (Gemeindefunktionär)
  • 1950: Anton Telsnigg (Gemeindefunktionär)
  • 1950: Wilhelm Dobnig (Volksschuldirektor in Weißkirchen 1924–1938, 1945–1950)
  • 1953: Josef Anderle (Gemeindefunktionär)
  • 1953: Franz Uitz (Bürgermeister von Weißkirchen 1945–1946)
  • 1954: Konrad Eigler (Arzt)
  • 1954: Fritz Matzner (Landesrat)
  • 1956: Ernst Klepsch-Kirchner
  • 1960: Eduard Matauschek (Feuerwehrhauptmann)
  • 1960: Engelbert Nothdorfer
  • 1968: Hannes Bammer (Landesrat)
  • 1980: Josef Trattnig (Bürgermeister von Weißkirchen 1946–1980)
  • 1983: Josef Kufner (Industrieller)
  • 1983: Georg Kufner (Industrieller)
  • 1984: Josef Krainer (Landeshauptmann)
  • 1993: Gerhard Pilz (Bürgermeister von Weißkirchen 1980–1992)
  • 1999: Dominik Kufner (Industrieller)
  • 2003: Waltraud Klasnic (Landeshauptmann)
  • 2003: Franz Tropper (Pfarrer von Weißkirchen 1965–2003)
  • 2015: Rupert Enzinger (Bürgermeister von Maria Buch-Feistritz 1995–2014)

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Willi Denifl (* 1980), Nordischer Kombinierer, lebt in Weißkirchen
  • Renate Götschl (* 1975), Skirennläuferin und mehrfache Weltmeisterin, stammt aus Schwarzenbach

Literatur

  • Reiner Puschnig: Geschichte des Marktes Weißkirchen in Steiermark. Weißkirchen 1981 (2. Auflage).

Einzelnachweise

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