Portomin Harbour
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Der Portomin Harbour, auch Dunbeath Harbour, ist der Hafen der schottischen Ortschaft Dunbeath in der Council Area Highland. 1984 wurde das Bauwerk als Einzeldenkmal in die schottischen Denkmallisten in der Denkmalkategorie B aufgenommen.[1] Ein zugehöriger Schuppen für die Lachsverarbeitung ist separat als Kategorie-B-Bauwerk klassifiziert. Des Weiteren bilden beide Anlagen zusammen ein Denkmalensemble der Kategorie B.[2]

Geschichte
Die frühesten erhaltenen Hafengebäude stammen aus dem frühen bis mittleren 19. Jahrhundert. Durch die Befestigung mit einer Kaimauer im Jahre 1892 wurde die Anlage formalisiert. Zuvor war der Hafen unbefestigt. Den Entwurf lieferte der Ingenieur James Fraser.[1] Mit den zugehörigen Hafengebäuden fungierte der Portomin Harbour als Basis für die Herings- und Lachsfischerei.[2]

Beschreibung
Der Portomin Harbour liegt an der Mündung des Dunbeath Water in die kleine Dunbeath Bay am Moray Firth.[3] Er besteht aus einem Kai und einem Pier, sodass es sich um eine L-förmige Anlage handelt. Die hafenseitige Hauptfassade des zweigeschossigen Fischspeichers am Westende ist fünf Achsen weit. Über Freitreppen an den Giebelseiten des Bruchsteinbaus mit Natursteineinfassungen ist sein oberer Boden zugänglich. Das Erdgeschoss ist über fünf Türen zugänglich. Zur Einlagerung schwerer Güter auf den oberen Boden ist mittig in die rückwärtige Fassade eine Tür mit Flaschenzug eingelassen. Das längliche Gebäude schließt mit einem Satteldach aus gewellten Asbestplatten.[1]

Am äußeren Hafen ist ein Eishaus in den Hang gebaut. Hafenseitig ist das Bauwerk aus dem frühen bis mittleren 19. Jahrhundert stammende Gebäude durch eine hohe, 6,35 Meter breite Bruchsteinwand befestigt. Im Inneren sind zwei Kammern mit Tonnengewölbe eingerichtet. Das Gewölbe der größeren, etwa 5,5 Meter langen und 4,6 Meter breiten Kammer ist mit einer Luke ausgeführt, welche die Beschickung mit frischem Eis ermöglicht. Beide Kammern stehen über eine doppelte Tür als Wärmeschleuse miteinander in Verbindung. Der Zwischenraum zwischen den Kammern wurde zur Dämmung mit Sägemehl verfüllt. Die kleinere Kammer, welche durch das Eingangsportal zugänglich ist, diente augenscheinlich dem Putzen und Verwiegen von Fisch. Äußerlich ist das Gewölbe von einer Erdschicht bedeckt.[1][4]

Der östlich des Hafens, jenseits des Piers stehende Lachssschuppen stammt aus dem früheren 19. Jahrhundert. Das schlichte, etwa 12,3 Meter lange und 5,9 Meter breite Gebäude ist mit der Giebelseite in den Hang gebaut, während die gegenüberliegende Giebelseite dem Meer zugewandt ist. Sein Innenraum ist zweigeteilt. Während im größeren der beiden Räume die Anlagen zur Fischverarbeitung installiert sind, ist der kleinere Raum als Büro des Vorarbeiters eingerichtet. An beiden Giebelseiten befinden sich Kamine. Das abschließende schiefergedeckte Satteldach ist mit einem gusseisengerahmten Dachfenster und giebelständigen Kaminen ausgeführt.[1][5]