Pretzdorf
Gemeindeteil von Vestenbergsgreuth
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Pretzdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Vestenbergsgreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Pretzdorf liegt in der Gemarkung Kleinweisach.[3]
Pretzdorf Markt Vestenbergsgreuth | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 42′ N, 10° 36′ O |
| Höhe: | 315 m ü. NHN |
| Einwohner: | 31 (31. Dez. 2021)[1] |
| Postleitzahl: | 91487 |
| Vorwahl: | 09552 |

Geografie
Der Weiler mit Kirche liegt am Nordufer der Kleinen Weisach. Im Norden grenzen Acker- und Grünland an, im Nordwesten Hanfgrund genannt. Im Süden jenseits der Kleinen Weisach gibt es ein Waldgebiet in Hügellage, einen Ausläufer des Steigerwaldes. 1 km südwestlich gibt es die Erhebung Märzenberg (378 m ü. NHN). Die Kreisstraße ERH 18/NEA 5 verläuft nach Hombeer zur Staatsstraße 2256 (1 km westlich) bzw. nach Kleinweisach (1,6 km östlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde möglicherweise 1152 als „Breezendorf“ erwähnt. 1311 erwarb das Kloster Ebrach im Ort Grundbesitz. 1482 wurde die Katharinenkirche erbaut, die von den Nürnberger Patriziern Rieter gestiftet wurde.[5] 1801 gab es im Ort Nürnbergische und Castell-Remlingische Untertanen.[6] Der Ort gehörte zu dieser Zeit zum Neustädter Kreis des preußischen Verwaltungsgebietes Ansbach-Bayreuth.[7]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Pretzdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Breitenlohe zugewiesen, 1810 dann dem neu gebildeten Steuerdistrikt Kleinweisach. 1818 wurde die Ruralgemeinde Kleinweisach gebildet, zu der der Ort gehörte. Vier Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Castellschen Patrimonialgericht Pretzdorf (1820–1828).[8]
Am 1. Januar 1972 wurde Pretzdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Weisachgrund eingegliedert. Diese wurde am 1. Mai 1978 in den Markt Vestenbergsgreuth eingegliedert.[9]
Baudenkmal
Einwohnerentwicklung
Religion
Pretzdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Kleinweisach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Breitenlohe) gepfarrt.[19]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bretzdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 445 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Prezdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 398 (Digitalisat).
- Georg Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-München 1970, DNB 457004320, S. 95.
- Hanns Hubert Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1951, DNB 452071143, S. 132 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Brezendorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 11 (Digitalisat).
- Franz Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt. Verlag für Behörden u. Wirtschaft, Hof (Saale) 1979, ISBN 3-921603-00-5, S. 175.
Weblinks
- Geschichte der Ortsteile von Vestenbergsgreuth > Pretzdorf. In: vestenbergsgreuth.de. Abgerufen am 7. August 2023.
- Pretzdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. Oktober 2021.
- Pretzdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 12. Oktober 2019.
- Pretzdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 12. Oktober 2019.