Rödensdorf

Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Bayreuth im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Rödensdorf ist ein Stadtteil von Bayreuth im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken.[2] Rödensdorf liegt in der Gemarkung Thiergarten.[3]

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Bayreuth ...
Rödensdorf
Kreisfreie Stadt Bayreuth
Koordinaten: 49° 54′ N, 11° 34′ O
Höhe: 422 m ü. NHN
Einwohner: 57 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95448
Vorwahl: 09201
Ortskern Rödensdorf, rechts das ehemalige Baudenkmal Rödensdorf 28
Ortskern Rödensdorf, rechts das ehemalige Baudenkmal Rödensdorf 28
Schließen

Geografie

Das ehemalige Dorf liegt im Tal des Aubachs nordwestlich vom Sophienberg (594 m ü. NHN). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gesees zur Kreisstraße BT 5 (2,1 km westlich), nach Obernschreez (1,2 km südlich) und nach Destuben (1,5 km nordöstlich). Auf dem Weg nach Gesees steht eine Eiche, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist.[4]

Geschichte

1398 wurde der Ort im Landbuch A erstmals erwähnt. Der Ortsname enthält die Genitivform des altdeutschen Personennamens Hrodin (althochdeutsch hruod: Ruhm) und bedeutet Dorf eines Rodin.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Rödensdorf aus 7 Anwesen (4 Halbhöfe, 2 Halbhöfe mit je 1 Halbsölde, 1 Sölde). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Hofkastenamt Bayreuth.[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Rödensdorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Oberkonnersreuth zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Rödensdorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 erfolgte die Eingemeindung nach Thiergarten.[7] Am 1. Juli 1976 wurde Rödensdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Bayreuth eingemeindet.

Bau- und Bodendenkmäler

  • Das ehemalige Wohnstallhaus Rödensdorf 28 war ein Baudenkmal (Nummer D-4-62-000-432) und gab 2011 den Impuls zur Gründung des Vereins Rettet die Fachwerk- und Sandsteinhäuser. 2016 wurde ein Gutachten zum Erhalt und der Sanierung des Gebäudes erstellt. Der Eigentümer ließ das leerstehende Haus jedoch verfallen und brach 2017 den Kontakt zum Verein ab. Im Februar 2020 fiel nach einem Sturmtief das dritte Fachwerk-Segment aus der Fassade; im Mai 2020 erklärten Denkmalpfleger und Politiker, das Gebäude sei kaum noch zu retten, und sprachen von einem „Multiorganversagen aller Behörden“.[8] Das Gebäude wurde 2023 abgerissen, wofür der Bayerische Landesverein für Heimatpflege den Negativpreis Abriss des Jahres verlieh.[9]
  • Burgstall (die „Bürg“) auf kleiner Bergkuppe östlich des Ortes. Vermutlich ehemals Walpotensitz. Fast kreisrunde Gesamtanlage vom ca. 30 Meter Durchmesser. Gegen die Hochfläche ursprünglich wohl Graben. Kernhügel nordwestlich abgegraben, im Norden, Westen und Süden umgeben von ca. 15 Meter breitem Zwinger. Mörtelspuren.[10]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001819001822001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 5461667564635596828557
Häuser[11] 7897111314
Quelle [12][7][13][14][15][16][17][18][19][20][1]
Schließen

Religion

Rödensdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Marien (Gesees) gepfarrt.[6][19]

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI