Raithenbach
Ortsteil von Schirnding
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Raithenbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Schirnding im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Raithenbach liegt in der Gemarkung Kothigenbibersbach.[3]
Raithenbach Markt Schirnding | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 12° 12′ O |
| Höhe: | 493 m ü. NHN |
| Einwohner: | 43 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95706 |
| Vorwahl: | 09233 |
Geographie
Das Dorf liegt an einem namenlosen linken Zufluss der Röslau in Tallage und ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Bundesstraße 303 verläuft nördlich des Ortes. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ziegelhütte (0,4 km südöstlich) bzw. die B 303 unterquerend nach Hohenberg an der Eger zur Staatsstraße 2178 (1,2 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Ottenlohe (0,7 km nordwestlich).[4]
Geschichte
Raithenbach wurde im Jahr 1414 erstmals urkundlich erwähnt.[5] Frohnherr war das Rittergut Hohenberg. 1499 wurde der Ort „Reytembach“ genannt; er bestand aus fünf Höfen und es gab die Wüstung Weidach. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Amt Hohenberg aus. 1787 bestand der Ort aus drei Ganzhöfen und vier Halbhöfen.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Raithenbach dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Raithenbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Hohenberg[8] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Kothigenbibersbach zugewiesen.[5] Am 1. April 1977 wurde Raithenbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schirnding eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Raithenbach gibt es fünf Baudenkmäler:[10]
- Haus Nr. 1: Bauernhof
- Haus Nr. 4, 5 und 6: Wohnstallhäuser
- Haus Nr. 7: Gefelderter Brunnentrog
- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 8: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Raithenbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria Magdalena (Arzberg) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Maria Immaculata (Arzberg) gepfarrt.[18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Raitenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 411 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Rottenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 674 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 525.
- Georg Paul Hönn: Raitenbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 286 (Digitalisat).
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 185.
Weblinks
- Raithenbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 6. November 2025.
- Raithenbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 6. November 2025.
- Raithenbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 6. November 2025.