Randstad N.V.
Personaldienstleister aus Amsterdam
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Die Randstad N.V. ist ein internationaler Personaldienstleister mit Sitz in Diemen bei Amsterdam. Der Name geht auf das gleichnamige Ballungsgebiet im Westen der Niederlande zurück, wo das Unternehmen gegründet wurde. Randstad ist heute in 39 Ländern vertreten, darunter auch in Deutschland mit der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG.[2]
| Randstad N.V. | |
|---|---|
| Rechtsform | Naamloze Vennootschap |
| ISIN | NL0000379121 |
| Gründung | 1960 |
| Sitz | Diemen, Niederlande |
| Leitung | Sander van 't Noordende, CEO[1] |
| Mitarbeiterzahl | 41.400 (2024) |
| Umsatz | 24,122 Mrd. € (2024) |
| Branche | Personaldienstleistung |
| Website | www.randstad.com |
| Stand: 31. Dezember 2024 | |
Im März 2018 wurde Randstad zum größten Personaldienstleister weltweit. Im Jahr 2024 erzielte der Konzern mit rund 41.400 internen Mitarbeitern einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.
Geschichte

1960 gründete Frits Goldschmeding das Unternehmen Randstad in Amstelveen – damals unter dem Namen „Uitzendbureau Amstelveen“, 1964 wurde es in „Randstad Uitzendbureau“ umbenannt. 1965 begann die Ausweitung nach Belgien, wenig später erfolgte die Erschließung der Märkte in England und Deutschland. 1978 wurde der Unternehmensname in „Randstad Holding nv“ geändert. Zwanzig Jahre nach der Gründung lag der Konzernumsatz bei 500 Millionen Niederländischen Gulden (umgerechnet: 226 Millionen Euro). 2018 wurde der Name in „Randstad N.V.“ geändert.
Zum 25-jährigen Bestehen 1985 war Randstad mit 257 Ablegern in vier Ländern (1.600 innerbetriebliche Mitarbeiter, 35.000 Zeitarbeitnehmer) aktiv. Fünf Jahre später folgte die Erstnotierung der Randstad Holding an der Euronext Amsterdam. Das Nettoeinkommen betrug mehr als 90 Millionen Niederländische Gulden (40 Millionen Euro). Im selben Jahr eröffnete der neue Hauptsitz in Diemen.
Die Übernahme der „Flex Group“ im Jahr 1992 war die bis dato größte Akquisition von Randstad, ein Jahr später folgen die Personaldienstleister „Temp Force“ und „Jane Jones“ und der damit verbundene Eintritt in den amerikanischen Markt. Zur Unterstützung der Olympischen Sommerspiele in Atlanta 1996 setzte das Unternehmen 16.000 Mitarbeiter ein.[3]
1998 übernahm Hans Zwarts die Position des Vorstandsvorsitzenden und löste damit den Gründer Frits Goldschmeding ab. Im Jahr 2000 feierte der Konzern sein 40-jähriges Bestehen, der Umsatz betrug 13 Milliarden Niederländische Gulden (umgerechnet 5,8 Milliarden Euro). Zwei Jahre darauf wurde Cleem Farla zum Vorstandsvorsitzenden, der bereits ein Jahr später (2003) aus gesundheitlichen Gründen von Ben Noteboom abgelöst wurde.
2004 begann das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten in Polen, mit der Übernahme von „Intersource“ und „Job Net“ wurde Randstad dort zum Marktführer. 2005 übernahm Randstad „Galilei“ in Belgien, „Gamma Dienstverlening“ in den Niederlanden und „Martin Ward Anderson“ in Großbritannien, ein Jahr später kamen unter anderem „Bindan“ und Teccon in Deutschland, „Team4U“ in Indien und „Talent Shanghai“ in China hinzu. Im Jahr 2008 übernahm Randstad den Mitbewerber Vedior.
Das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2010 konnte Randstad mit rund 30.000 Mitarbeitern weltweit begehen. In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Übernahmen von Unternehmen u. a. FujiStaff Holdings, Proffice, Oblietto Lavoro, Careo, twago, Monster Worldwide, BMC und Ausy, wodurch Randstad 2018 zum Weltmarktführer in der Personaldienstleistung aufstieg.[4] In der Folge wurden weitere Unternehmen wie Side, Finite, Torc und Zorgwerk.[5]
Im Juli 2024 verstarb Randstad-Gründer Frits Goldschmeding im Alter von 90 Jahren.[6]
Struktur und Ergebnisse
Im Jahr 2024 konnte Randstad 24,1 Milliarden Euro umsetzen. In diesem Jahr verteilte sich der globale Umsatz wie folgt auf die Marktsegmente:
- Südeuropa, Vereinigtes Königreich & Latein-Amerika 39 %
- Nordeuropa 32 %
- Nordamerika 20 %
- Asien & Pazifik 10 %.
Nach Angaben des Geschäftsberichts 2024 arbeiteten weltweit durchschnittlich 570.300 Beschäftigte wöchentlich im Rahmen der Zeitarbeit. In ein direktes Anstellungsverhältnis beim Kundenunternehmen wurden 260.300 Menschen vermittelt (Personalvermittlung). An Randstad Qualifizierungsmaßnahmen haben 445.100 Personen teilgenommen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen betrug 50 %.[7]
