Reichenau (Bechhofen)
Ortsteil des Marktes Bechhofen (Mittelfranken)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Reichenau ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im mittelfränkischen Landkreis Ansbach in Bayern.[2]
Reichenau Markt Bechhofen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 12′ N, 10° 30′ O |
| Höhe: | 470 (455–474) m ü. NHN |
| Einwohner: | 106 (31. Dez. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 91572 |
| Vorwahl: | 09825 |

Geographie
Reichenau liegt in der Gemarkung Sachsbach.[3]
Südwestlich des Dorfes entspringt der Esbach, der in seinem weiteren Verlauf eine Reihe von Weihern speist und zwei Kilometer weiter nördlich bei Sauerbach als rechter Zufluss in den Erlbach mündet (im Unterlauf Hechelschutzbach genannt), der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Südwesten grenzt das Waldgebiet Brand an, etwas weiter westlich liegen die Waldgebiete Löschenau und Baderschlag. Im Osten grenzt das Flurgebiet Tieffeld an.
Die Kreisstraße AN 54 führt nach Sachsbach (1,8 km südöstlich) bzw. nach Lettenmühle (1 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kaudorf (1,5 km östlich) und Deffersdorf (2 km südlich).[4]
Geschichte
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erwarb der Eichstätter Fürstbischof Heinrich V. den Ort. Ursprünglich gab es in dem Ort auch eine Turmhügelburg, die allerdings im frühen 15. Jahrhundert unter dem Eichstätter Fürstbischof Friedrich IV. niedergerissen wurde. Die Steine wurden für den Wiederaufbau des Schlosses Herrieden verwendet.
Der Ort lag im Fraischbezirk des eichstättischen Oberamtes Wahrberg-Herrieden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es zehn Anwesen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte das Kastenamt Herrieden.[5]
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Reichenau dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Sachsbach zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Reichenau am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet.[6]
Baudenkmal
- Haus Nr. 15: Gasthof, zweigeschossiges giebelständiges Gebäude mit Steildach, massiv, mit Putzgliederung, angeblich ehemaliges Kloster, 1763, mit älterem Kern.[7]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zur Kirchengemeinde St. Georg (Sachsbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Maria (Königshofen) war, seit 1902 eine Filiale von St. Johannis (Bechhofen) ist. Die Katholiken sind nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt.[17][22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Reichenau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 459–460 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Reichenau. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 216 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 111.
Weblinks
- Reichenau in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 24. November 2021.
- Reichenau in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Reichenau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. April 2025.