Reinhold Max Eichler
deutscher Maler
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Leben

Reinhold Max Eichler wurde 1872 in Hubertusburg, Mutzschen in Sachsen als Sohn eines Landwirts geboren. Er studierte zunächst an der Kunstakademie Dresden von 1889 bis 1893. Anschließend wechselte er an die Akademie der bildenden Künste nach München in die Malklassen von Paul Hoecker. 1896 wurde er Mitarbeiter der Jugend und des Simplicissimus, für die er Illustrationen anfertigte, sowie 1899 Mitglied der Künstlervereinigung die Scholle. Ab 1903 arbeitete er ausschließlich für die Jugend. Der Künstlervereinigung Die Scholle[1] gehörten neben Eichler, Gustav Bechler, Hansl Bock, Ludwig Bock, Edward Cucuel, Erich Erler (-Samaden), Fritz Erler, Max Feldbauer, Walter Georgi, Adolf Höfer, Adolf Münzer, Walter Püttner, Leo Putz, Franz Wilhelm Voigt, Robert Weise an. Eichler nahm 1908 an der Internationalen Kunstausstellung in Rom teil.
Als Motive wählte Eichler hauptsächlich Frauenakt und Landschaft (besonders der bayrischen Region Holzhausen am Ammersee), aber auch heroische Szenen. Er erhielt später den Professorentitel.
In der Zeit des Nationalsozialismus war Eichler obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste und beteiligte er sich an Ausstellungen.
Werke in Museen und öffentlichen Ausstellungen
- Berlin, Alte Nationalgalerie, Blühende Zeit, 1907, Öl, 150 × 220 cm.[2]
- Hamburg, Jürgen und Maria Elisabeth Rasmus Stiftung: Der Schäfer, Öl auf Holz, 100 × 138 cm, Studie zu dem Gemälde "Wer hat dich du schöner Wald", Öl auf Leinwand, 80 × 40 cm
- Landsberg am Lech: Stadtmuseum
- München: Bayerische Staatsgemäldesammlung: Picknick im Mai; Dame mit Hut in Wesslinger Landschaft; Bauernmädchen.
- München: Staatliche Graphische Sammlung München
- München: Fresken mit Darstellung der Vier Jahreszeiten für die Galerie von Heinrich Thannhauser im Arco-Palais.[3]
- Regensburg
- Grünwald: Altar-Fresko Die Bergpredigt in der Evangelischen Thomaskirche. Das aufwändige, großformatige Fresko (4,5 m × 6,5 m) ist eines der bedeutendsten Werke Eichlers, das er in 54 sogenannten Tagwerken im Alter von 62 Jahren (1935) schuf. Das Altar-Fresko wurde von einer Kunsthistorikerin und zwei Restauratoren in den Jahren bis 2008 untersucht und restauriert, so dass es heute der Vergessenheit entrissen ist und in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Ausdruckskraft wieder erstrahlt. Es verkündet auch für heutige Christen die Liebe Gottes zu uns Menschen.[4][5]
Sicher belegte Teilnahme an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus
- 1933: München, Neue Pinakothek („Staatliche Kunstausstellung München“)
- 1935: München, Kunstverein (Sonderausstellung der Münchner Secession)
- 1936: München, Neue Pinakothek („50 Jahre Münchner Landschaftsmalerei und Bildnisplastik“)
- 1937: München, Neue Pinakothek („Figur und Komposition im Bild und an der Wand“)
Quellen
- Andrea Jedelsky: Leo Putz und die SCHOLLE. Katalog zur Ausstellung der Galerie Schüller, München 1999.
- Ewald Bender: Eichler, Reinhold Max. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 10: Dubolon–Erlwein. E. A. Seemann, Leipzig 1914, S. 411 (Textarchiv – Internet Archive).
- J. Schinnerer: Reinhold Max Eichler-München, Deutsche Kunst und Dekoration, 2012, S. 3–17, Digitalisat
- Reinhold Max Eichler. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 451 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Weblinks
- von Zezschwitz Kunst und Design ( vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today) (Ohne gültiges Login nicht nutzbar)
- Reinhold Max Eichler (4.3.1872 Mutzschen bei Hubertsburg in Sachsen - 16.3.1947 Muenchen) ( vom 7. März 2005 im Internet Archive)
