Roifman-Chitayat-Syndrom
sehr seltene angeborene Erkrankung
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Das Roifman-Chitayat-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von Immundefekt und Fehlbildungen in Gesicht, Augen und Skelett.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q87.8 | Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Das Syndrom ist nicht zu verwechseln mit dem Roifman-Syndrom oder dem Roifman-Melamed-Syndrom, heute als Spondyloenchondrodysplasie bezeichnet.
Die Bezeichnung bezieht sich auf die Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 2009 durch die kanadischen Ärzte Chaim M. Roifman und D. Chitayat.[2]
Verbreitung
Ursache
Der Erkrankung liegen Mutationen auf Chromosom 15 Genort q11–q21.1 zugrunde.[3]
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:[1]
- Immundefekte mit wiederholter bakterieller, viraler oder pilzbedingter Infektion
- Neurologische Auffälligkeiten wie Muskelhypotonie, Ataxie, Myoklonien
- Entwicklungsverzögerung
- Optikusatrophie
- Gesichtsdysmorphie mit hoher Stirn, Hypertelorismus, flachem und breitem Nasenrücken, dünne Oberlippe, rechteckiges Kinn
- Skelettfehlbildungen wie kurze Handwurzelknochen, Mittelfußknochen, konusförmige Epiphysen und Osteopenie