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Salen-Reutenen

Dorf und ehemalige Gemeinde in Homburg im Kanton Thurgau, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Schnelle Fakten Karte ...
Salen-Reutenen
Wappen von Salen-Reutenen
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
Politische Gemeinde: Homburgi2
Postleitzahl: 8508
frühere BFS-Nr.: 4863
Koordinaten: 718565 / 279087
Höhe: 686 m ü. M.
Höhenbereich: 520–720 m ü. M.
Fläche: 3,88 km²[1]
Einwohner: 151 (1995)[2]
Einwohnerdichte: 39 Einw. pro km²
Karte
Salen-Reutenen (Schweiz)
Salen-Reutenen (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1999

Salen-Reutenen, schweizerdeutsch Sale-Rüütene,[3] war von 1812 bis 1998 eine Ortsgemeinde im Bezirk Steckborn des Kantons Thurgau in der Schweiz und gehörte zur Munizipalgemeinde Steckborn. Am 1. Januar 1999 wurden die Ortsgemeinden Salen-Reutenen und Gündelhart-Hörhausen von der Munizipalgemeinde Steckborn abgetrennt und mit der Einheitsgemeinde Homburg zur politischen Gemeinde Homburg vereinigt.[4]

Geographie

Die Dörfer Salen und Reutenen sowie zahlreiche Weiler, unter anderem Götschenhäusli, Sassenloo und Uhwilen, liegen auf einer leicht geneigten Hochebene des Seerückens südlich von Steckborn.[5]

Klima

Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 8,7 °C, wobei im Januar mit −0,2 °C die kältesten und im Juli mit 17,8 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 81 Frosttage und 34 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 25, während normalerweise zwei bis drei Hitzetage zu verzeichnen sind. Die Messstation von MeteoSchweiz liegt auf einer Höhe von 719 m ü. M.

Schnelle Fakten Klimadiagramm ...
Salen-Reutenen
Klimadiagramm
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_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020[6]
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Salen-Reutenen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) −0,2 0,6 4,4 8,4 12,5 16,1 17,8 17,5 13,2 9,0 3,9 0,6 ⌀ 8,7
Mittl. Tagesmax. (°C) 1,6 3,2 7,9 12,4 16,6 20,3 22,0 21,6 17,0 11,9 5,9 2,5 ⌀ 12
Mittl. Tagesmin. (°C) −2,0 −1,8 1,3 4,5 8,5 12,1 13,9 13,7 10,1 6,6 2,0 −1,1 ⌀ 5,7
Niederschlag (mm) 38 36 49 63 98 99 104 106 80 71 55 53 Σ 852
Regentage (d) 8,5 8,1 9,2 9,4 11,2 11,2 12,0 11,3 9,6 10,0 9,6 10,4 Σ 120,5
Luftfeuchtigkeit (%) 87 82 76 71 73 73 72 75 81 87 88 89 ⌀ 79,5
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020[7]

Geschichte

Die beiden Dörfer wurden 1272 als Sala bzw. 1634 als Rütinen erstmals urkundlich erwähnt. Im Spätmittelalter waren die Klöster Feldbach (Sassenloo, Tägermoos und Uhwilen) und Reichenau sowie das Chorherrenstift Kreuzlingen die wichtigsten Grundherren in Salen-Reutenen Das Kloster Feldbach besass zudem bei den erwähnten Höfen das Niedergericht. Salen und einige Häuser in Reutenen unterstanden als sogenannte Hohe Gerichte direkt dem thurgauischen Landvogt, während Hinter-Reutenen teils zur Herrschaft Klingenberg, teils zum Gericht von Feldbach gehörte.[5]

Kirchlich teilte Salen-Reutenen (ausser Götschenhäusli und Hinter-Reutenen) das Schicksal der Kirchgemeinde Steckborn, doch bildete es nach der Reformation eine Art katholisches Refugium im reformierten Steckborn. 1862 errichteten die Katholiken in Reutenen die St. Antoniuskapelle.[5]

In Salen und Reutenen wurde immer schon Acker- und Obstbau sowie Viehzucht betrieben; im 19. Jahrhundert etwas Weberei. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts prägte die Landwirtschaft den Charakter der Dörfer.[5]

Wappen

Blasonierung: In Rot zwei ausgerissene gelbe Salweiden.[8]

Die ausgerissenen Weiden (Salen) deuten auf das Rodungsgebiet (Reutenen) im Gebiet der ehemaligen Ortsgemeinde Salen-Reutenen.[8]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr183118501900195019901995200020102018
Ortsgemeinde245215165206134151
Siedlung Salen223234
Siedlung Reutenen292230
Quelle[5][9][10][11]

Windkraft

Salen-Reutenen gehört zu den Standorten im Kanton Thurgau, die auf ihre Nutzung von Windkraft geprüft werden. Aufgrund seiner exponierten Lage auf dem Seerücken, beträgt das Energiepotential eines Windparks 29 GWh.[12]

Sehenswürdigkeiten

Die Fundstelle eines römischen Heiligtums ist auf der Liste der Kulturgüter in Homburg TG aufgeführt. Sie liegt praktisch auf dem höchsten Punkt des Seerückens. Mindestens zwei kleine Tempelgebäude sind nachgewiesen.[13]

Einzelnachweise

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