Schlatt TG

Gemeinde im Kanton Thurgau, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Schlatt (TG) ist eine Ortschaft[5] und seit 1999 eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die reformierte Kirchgemeinde trägt den Namen Schlatt bei Diessenhofen.[6]

TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schlattf zu vermeiden.
Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Schlatt
Wappen von Schlatt
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
BFS-Nr.: 4546i1f3f4
Postleitzahl: 8252
Koordinaten: 694770 / 278467
Höhe: 416 m ü. M.
Höhenbereich: 379–563 m ü. M.[1]
Fläche: 15,54 km²[2]
Einwohner: 1887 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 121 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
15,3 %
(31. Dezember 2024)[4]
Website: www.schlatt.ch
Schlatt TG vom Aussichtsturm auf dem Kohlfirst
Schlatt TG vom Aussichtsturm auf dem Kohlfirst
Lage der Gemeinde
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Karte von Schlatt
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Geographie

Reformierte Kirche in Schlatt

Die Gemeinde liegt zwischen Frauenfeld und Schaffhausen im Schlattertal am Ostabhang des Cholfirsts. Sie ist die westlichste Gemeinde des Kantons Thurgau und grenzt an das Gebiet des Kantons Zürich. Die Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt bildet mit der Ortsgemeinde Unterschlatt eine räumliche und kulturgeschichtliche Einheit. Sie wurde 1999 durch die Fusion der beiden Ortsgemeinden wiederhergestellt, nachdem das alte Schlatt Anfang des 19. Jahrhunderts aufgeteilt worden war.

Die ehemalige Gemeinde Unterschlatt umfasste neben dem Dorf Unterschlatt die Ortsteile Dickihof im Südosten, Altparadies mit dem ehemaligen Kloster Paradies und die im 19. und 20. Jahrhundert entstandene Industriesiedlung Neuparadies sowie im Norden den ehemaligen Weiler Kundelfingen (heute Kundelfingerhof). Die ehemalige Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt setzte sich aus den Ortsteilen Mettschlatt, Oberschlatt und Fallentor zusammen.[7]

Die frühere Kiesgrube in der Gishalde wird heute als Trainingsstrecke für Geländefahrzeuge verwendet.

Schlatt hat eine internationale Grenze mit der Exklave Büsingen am Hochrhein (Deutschland).

Geschichte

Slate wurde 858 erstmals urkundlich erwähnt. Die politische Gemeinde Schlatt besteht seit dem 1. Januar 1999 und vereinigt die beiden ehemaligen Ortsgemeinden Mett-Oberschlatt und Unterschlatt der ehemaligen Munizipalgemeinde Basadingen. Schlatt gehörte bis 2010 zum Bezirk Diessenhofen.[8]

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Mett-Oberschlatt
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Unterschlatt

Wappen

Mett-Ober­schlatt
Einheits­gemeinde

Blasonierung: Schräg geteilt von Gelb mit schreitendem rotem Löwen und von Rot mit gelber Pflugschar.[9]

Das Wappen der Gemeinde Schlatt wurde bei der Gemeindegründung aus den Wappen der Ortsgemeinden Mett-Oberschlatt und Unterschlatt kombiniert. Der Löwe verweist vermutlich auf die Kyburger, die Pflugschar steht für die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde.[9]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Schlatt[10]
EinwohnerJahr8001000120014001600180018301860189019201950198020102040Schlatt TG
Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Gemeinden
1800183118501870190019501990200020102018
Politische Gemeinde[10] 148516011698
Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt[11] 203287332257317326
Ortsgemeinde Unterschlatt[12] 466631636[10][11]633914915

Von den insgesamt 1698 Einwohnern der Gemeinde Schlatt im Jahr 2018 waren 187 bzw. 11,0 % ausländische Staatsbürger. 912 (53,7 %) waren evangelisch-reformiert und 297 (17,5 %) römisch-katholisch.[5]

Wirtschaft

Im Jahr 2016 bot Schlatt 403 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 15,2 % in der Land- und Forstwirtschaft, 41,5 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 43,3 % im Dienstleistungssektor tätig.[13]

Sehenswürdigkeiten

Das Kloster Paradies ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

→ siehe auch Artikel Liste der Kulturgüter in Schlatt TG
→ siehe auch Abschnitt Sehenswürdigkeiten im Artikel Mett-Oberschlatt

Dickihof

Dickihof

Ein Grabhügel lässt darauf schliessen, dass der Weiler Dickihof vermutlich bereits zur Hallstattzeit besiedelt war. Die Siedlung wird 1162 als zur Kartause Ittingen zugehörend bezeichnet, der Kirchenfürst Ticchi soll in diesem Ort residiert haben. Dieser bäuerliche Weiler, dessen älteste Bausubstanz vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt, präsentiert sich heute noch in etwa gleich wie auf der Siegfriedkarte von 1883.[7] Der Weiler Dickihof ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

Bilder

Literatur

  • Alfons Raimann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band V: Der Bezirk Diessenhofen. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 85). ISBN 3-909158-73-0. S. 254–283.

Einzelnachweise

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