Sam Lowes

britischer Motorradrennfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Samuel Deane „Sam“ Lowes (* 14. September 1990 in Lincoln, Lincolnshire, England) ist ein britischer Motorradrennfahrer, der von 2014 bis 2023 (mit Ausnahme von einem kurzen Aufenthalt in der MotoGP-Klasse im Jahre 2017) in der Moto2-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft antrat. Lowes hält den Rekord für die meisten Moto2-Pole-Positions (20) und gewann 2013 den Titel in der Supersport-Weltmeisterschaft.

Schnelle Fakten Superbike-Weltmeisterschaft, Statistik ...
Sam Lowes
Sam Lowes (2024)
Sam Lowes (2024)
Nation: Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Superbike-Weltmeisterschaft
Status: aktiv
Erster Start: AustralienAustralien Phillip Island Circuit (Rennen 1) 2024
Startnummer: 14
Statistik
Konstrukteure
seit 2024 Ducati
WM-Bilanz
WM-Achter (2025)
Starts Siege Poles SR
72 2
WM-Titel: 0
WM-Punkte: 336
Podestplätze: 8
Motorrad-Weltmeisterschaft
Startnummer: 22
Statistik
Starts Siege Poles SR
173 10 20 12
WM-Punkte: 1095
Podestplätze: 26
Stand: Saisonende 2023
Nach Klasse(n):
Moto2-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Katar 2014
Letzter Start: Großer Preis von Valencia 2023
Konstrukteure
2014–2015 Speed Up • 2016, 2019–2023 Kalex • 2018 KTM
WM-Bilanz
WM-Dritter (2020)
Starts Siege Poles SR
155 10 20 12
WM-Punkte: 1090
Podestplätze: 26
MotoGP-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Katar 2017
Letzter Start: Großer Preis von Valencia 2017
Konstrukteure
2017 Aprilia
WM-Bilanz
WM-25. (2017)
Starts Siege Poles SR
18
WM-Punkte: 5
Podestplätze:
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Zur Saison 2024 wechselte er mit seinem bisherigen Team Marc VDS Racing von der Moto2-Klasse in die Superbike-Weltmeisterschaft. Er pilotiert dort eine Ducati Panigale V4R.

Karriere

Britische Supersport-Meisterschaft

Lowes fuhr 2009 und 2010 in der britischen Supersport-Meisterschaft und gewann dort 2010 den Titel auf einer Honda CBR 600 RR. Er gewann fünf der zwölf Rennen, wurde viermal Zweiter und einmal Dritter und holte dreimal die Pole-Position.

Supersport-Weltmeisterschaft

In den Saisons 2009 und 2010 bestritt Lowes die ersten Rennen in der Supersport-Weltmeisterschaft. Als Stammfahrer nahm er seit der Saison 2011 an der Supersport-Weltmeisterschaft teil und schloss die Saison mit 129 Punkten als Sechster in der Gesamtwertung für das Team Parkalgar Honda ab. Zur Saison 2012 wechselte er zu Bogdanka PTR Honda und wurde am Ende mit 172 Punkten hinter Kenan Sofuoğlu und Jules Cluzel Dritter der Gesamtwertung. Zur Saison 2013 verließ Lowes Honda und wechselte zum russischen Team Yakhnich Motorsport, wo er auf einer Yamaha YZF-R6 den Titel in der Supersport-Weltmeisterschaft gewann.

Moto2-Klasse (2014–2016)

Zur Saison 2014 wechselte Lowes in die Moto2-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft, wo er für das Team Speed Up auf deren Eigenkonstruktionen antrat und die Saison 2015 mit einem vierten Platz beendete. In letzterer gelang ihm zudem beim Grand Prix of The Americas sein erster Grand-Prix-Sieg. Zur Saison 2016 wechselte Lowes ins Team Federal Oil Gresini, startete nun auf einer Kalex, gewann zwei Rennen (Spanien und Aragonien) und wurde WM-Fünfter.

MotoGP-Klasse (2017)

Zur Saison 2017 stieg Lowes in die MotoGP-Klasse auf und verblieb im selben Team, das seit 2015 in der Klasse mit Aprilia antrat. Lowes fuhr fünf WM-Punkte ein und stand klar im Schatten seines Teamkollegen Aleix Espargaró. Er belegte am Ende der Saison mit Rang 25 den schlechtesten Platz aller Stammfahrer und schnitt damit schlechter ab als einige Wildcardfahrer, die nur einzelne Rennen bestritten hatten. Bereits im Sommer 2017 wurde bestätigt, dass Teamchef Fausto Gresini ihn 2018 durch seinen Landsmann Scott Redding ersetzen würde.

Moto2-Klasse (2018–2023)

Zur Saison 2018 kehrte Lowes in die Moto2-Kategorie zurück. Er fuhr eine KTM im Team Swiss Innovative Investors, hatte Mühe, sich wieder der Moto2-Maschine anzupassen und wurde 16. im Endklassement, deutlich geschlagen von seinem 18-jährigen Teamkollegen Iker Lecuona (Zwölfter). 2019 kehrte Lowes zu Federal Oil Gresini zurück und fuhr wieder eine Kalex. Wie auch 2016 war er der einzige Fahrer im Moto2-Team. Er schloss die Saison wie im Vorjahr als 16. ab.

Für die Saison 2020 wechselte Lowes zum Marc VDS Racing Team und trat nach wie vor auf Kalex an. Sein Teamkollege war der ebenfalls neu ins Team gekommene Spanier Augusto Fernández. Während er beim Saisonauftakt, dem Großen Preis von Katar, verletzungsbedingt aussetzen musste, wurde er beim zweiten Saisonrennen in Spanien Vierter und fuhr damit seine beste Moto2-Platzierung seit seiner Rückkehr ein. Im weiteren Saisonverlauf gelangen Lowes drei Siege und der dritte WM-Gesamtrang hinter Enea Bastianini und Luca Marini.

2021 blieben Lowes und Fernández bei Marc VDS. Lowes fuhr beim Großen Preis von Katar, nachdem er im Qualifying die Pole-Position erobert hatte, einen überlegenen Sieg ein. Er wiederholte diesen Erfolg beim zweiten Rennen in Katar, wiederum von der Pole. Lowes gewann zudem den Großen Preis der Emilia-Romagna. Am Saisonende wurde er mit drei Siegen, sechs Pole-Positions und zwei weiteren Podestplätzen Vierter der WM-Gesamtwertung.

Für die Saison 2022 verblieb Lowes bei Marc VDS und erhielt mit Tony Arbolino einen neuen Teamkollegen, da Fernández zu Red Bull KTM Ajo gewechselt war. Die Saison gestaltete sich herausfordernd. Lowes gelang kein Rennsieg und nur eine Pole-Position. Dazu verletzte er sich im ersten freien Training zum Großen Preis von Großbritannien schwer an der Schulter und musste infolgedessen vier Rennen auslassen.[1] Aufgrund der Verletzung zog er auch den Start beim Großen Preis von Malaysia zurück und ließ auch das letzte Rennen in Valencia aus. Lowes erreichte Gesamtrang 19, während Arbolino Gesamt-Vierter wurde.

Zur Saison 2023 blieb die Fahrerpaarung gleich. Für Lowes verlief die Saison besser als die vorangegangene, jedoch war er weit entfernt von Erfolgen früherer Jahre. Ihm gelang in Spanien ein Rennsieg und zwei Pole-Positions (Spanien, Frankreich). Er schloss die WM auf Gesamtrang 12 ab, erneut deutlich hinter Teamkollege Arbolino, der Vizeweltmeister wurde.

Superbike-Weltmeisterschaft (seit 2024)

Zur Saison 2024 wechselte Sam Lowes zusammen mit Marc VDS in die Superbike-Weltmeisterschaft. Sein Team trat der Weltmeisterschaft neu bei, das Engagement in der Moto2-Kategorie blieb bestehen.[2] Das Team triat als Ducati-Kundenteam an und setztr nur Lowes als Fahrer ein. Ausschlaggebend für den Wechsel war laut Lowes der anders und enger gestrickte Zeitplan der Motorrad-Weltmeisterschaft ab der Saison 2023.[3] Insbesondere die gekürzten Rennen seien unter anderem mit der Hauptgrund für den Wechsel gewesen.

Im ersten Jahr gelangen ihm mehrere Top-10-Ergebnisse, doch der Sprung auf das Podest blieb ihm verwehrt. Bestes Einzelergebnis war der sechster Platz beim zweiten Rennen in Assen. Seine erste Saison im Superbike-Paddock schloss Lowes auf Gesamtrang 18 ab. Im zweiten Jahr gelang ihm eine deutliche Steigerung, er fuhr fünfmal auf das Podest, war jedoch auch sturzanfälliger und hatte zudem mehrmals Pech, als er von anderen Piloten zu Sturz gebracht wurde. Aufgrund einer Rippenverletzung nahm er an den Rennen in Estoril und Jerez nicht teil, obwohl er sich in Jerez für Startplatz drei qualifiziert hatte.[4][5] Im Gesamtklassement belegte Lowes Rang avht. Im Juli einigten sich Lowes und Marc VDS auf eine Vertragsverlängerung und somit zu einem Verbleib in der Superbike-WM. Der Brite wird bis einschließlich 2027 für Marc VDS an den Start gehen.[6]

In der Saison 2026 erreichte Lowes bei der dritten Saisonstation in Assen mit drei dritten Plätzen seine ersten Podestplätze der Saison.

Persönliches

Sein Zwillingsbruder Alex Lowes ist ebenfalls Motorradrennfahrer und startet in der Superbike-Weltmeisterschaft für Bimota. Durch Sam Lowes’ Einstieg in die Serie fahren beide Brüder erstmals in derselben Klasse. Er heiratete 2022 seine langjährige Lebensgefährtin Marina Rossi, die bei Marc VDS als Teamkoordinatorin tätig ist. Zusammen haben sie eine Tochter (* 2018).[7]

Statistik

Erfolge

Lowes 2009 auf Honda in Snetterton
Sam Lowes auf dem Nürburgring 2013

In der Motorrad-Weltmeisterschaft

Weitere Informationen Saison, Klasse ...
SaisonKlasseTeamMotorradRennenSiegeZweiterDritterPolesSchn.
Runden
PunkteErgebnis
2014Moto2Speed Up RacingSpeed Up186913.
201518113311864.
2016Federal Oil Gresini Moto2Kalex18222521755.
2017MotoGPAprilia Racing Team GresiniAprilia18525.
2018Moto2Swiss Innovative InvestorsKTM184916.
2019Federal Oil Gresini Moto2Kalex196616.
2020EG 0,0 Marc VDS14322331963.
2021Elf Marc VDS Racing Team1832631904.
2022122115519.
20232012210412.
Gesamt1731051120121095
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Grand-Prix-Siege
Weitere Informationen Saison, Klasse ...
SaisonKlasseRennen
2015Moto2USA-TexasTexas
2016Moto2SpanienSpanien AragonienAragonien
2020Moto2FrankreichFrankreich AragonienAragonien
2021Moto2Katar Katar Emilia-Romagna
2023Moto2SpanienSpanien
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Rekorde in der Motorrad-Weltmeisterschaft
  • Moto2-Klasse
    • meiste Pole-Positions: 20

In der Superbike-Weltmeisterschaft

(Stand: Portugal, 29. März 2026)

Weitere Informationen Saison, Team ...
SaisonTeamMotorradRennenSiegeZweiterDritterPolesSchn.
Runden
PunkteErgebnis
2024Elf Marc VDS Racing TeamDucati Panigale V4R305318.
2025302321848.
2026123993.*
Gesamt72261026280
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Einzelergebnisse

Weitere Informationen Saison ...
Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2 R1SRR2
2024 AustralienPhillip Island Circuit KatalonienCircuit de Barcelona-Catalunya NiederlandeTT Circuit Assen Emilia-Romagna Vereinigtes KonigreichDonington Park Tschechien PortugalAutódromo Internacional do Algarve FrankreichCircuit de Nevers Magny-Cours ItalienCremona Circuit AragonienMotorland Aragon PortugalCircuito do Estoril SpanienCircuito de Jerez
13 8 7 DNF 11 12 19 7 6 DNF DNF 13 DNF DNF 13 12 DNF DNS INJ INJ INJ DNF 16 DNF DNF 14 11 DNF DNS DNS 13 15 DNF 13 17 14
2025 AustralienPhillip Island Circuit PortugalAutódromo Internacional do Algarve NiederlandeTT Circuit Assen ItalienCremona Circuit Tschechien Emilia-Romagna Vereinigtes KonigreichDonington Park Ungarn FrankreichCircuit de Nevers Magny-Cours AragonienMotorland Aragon PortugalCircuito do Estoril SpanienCircuito de Jerez
10 5 6 DNF 6 11 DNF 2 4 12 4 5 6 4 4 7 6 7 DNF 3 DNF DNF 2 3 9 DNF DNF 3 5 19 WD WD WD DNS DNS DNS
2026 AustralienPhillip Island Circuit PortugalAutodromo Internacional do Algarve NiederlandeTT Circuit Assen Ungarn Tschechien AragonienMotorland Aragón Emilia-Romagna Vereinigtes KonigreichDonington Park FrankreichCircuit de Nevers Magny-Cours ItalienCremona Circuit PortugalCircuito do Estoril SpanienCircuit de Jerez
5 5 DNF 5 5 5 3 3 3 9 7 DNF
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Weitere Informationen Legende, Farbe ...
Legende
FarbeAbkürzungBedeutung
GoldSieg
Silber2. Platz
Bronze3. Platz
GrünPlatzierung in den Punkten
BlauKlassifiziert außerhalb der Punkteränge
ViolettDNFRennen nicht beendet (did not finish)
NCnicht klassifiziert (not classified)
RotDNQnicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQin Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
SchwarzDSQdisqualifiziert (disqualified)
WeißDNSnicht am Start (did not start)
WDzurückgezogen (withdrawn)
HellblauPOnur am Training teilgenommen (practiced only)
TDFreitags-Testfahrer (test driver)
ohneDNPnicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJverletzt oder krank (injured)
EXausgeschlossen (excluded)
DNAnicht erschienen (did not arrive)
CRennen abgesagt (cancelled)
keine WM-Teilnahme
sonstigeP/fettPole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursivSchnellste Rennrunde
*nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
()Streichresultate
unterstrichenFührender in der Gesamtwertung
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Commons: Sam Lowes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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