Schafhof (Schauenstein)
Gemeindeteil der Stadt Schauenstein im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Schafhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Schauenstein im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[1] Schafhof liegt in der Gemarkung Neudorf.[2]
Schafhof Stadt Schauenstein | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 17′ N, 11° 46′ O |
| Höhe: | 607 m ü. NHN |
| Einwohner: | 8 (31. Dez. 2006)[Ohne Beleg] |
| Postleitzahl: | 95197 |
| Vorwahl: | 09252 |
Lage von Schafhof in Schauenstein
| |
Schafhof aus Richtung Süden | |
Geografie
Der Weiler liegt in Hanglage am Schönberg. Ein Anliegerweg führt nach Neudorf zur Staatsstraße 2693 (0,8 km südlich). Im Norden befindet sich die Wüstung Eselsgütlein.[3]
Geschichte
Neben der namensgebenden Funktion als Schäferei wurde der Schafhof als Vorwerk von Schloss Schauenstein angelegt. Die Staatsstraße entspricht weitgehend dem Altstraßenverlauf, die Abzweigung zum Schafhof wurde Eisensteinweg genannt. 1781 verkaufte die Witwe Sophia Katharina von Wallenrode den Schafhof für 5500 Gulden an Johann Elias Strobel. Zentrale Gebäude sind das Wohnstallhaus und das anschließende Gesindehaus.[4] Besonderheiten sind der angrenzende historische Stollen und Bierkeller, deren Eingang am Hang in einer Mulde angelegt ist. In der Nähe des Berges befand sich die verschwundene Siedlung Schönberg. Westlich unterhalb vom Schafhof befindet sich das landwirtschaftliche Anwesen Neudorf 47, welches auch die Bezeichnung „Neuhaus“ trug.
- Einzelhof beim Schafhof
- Nebengebäude
Schafhof gehörte zur Realgemeinde Schauenstein. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schafhof aus einem Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Schauenstein. Das bayreuthische Kastenamt Kulmbach war Grundherr des Vorwerks.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand Schafhof dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schafhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Volkmannsgrün[6] und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Neudorf zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schafhof am 1. Januar 1972 nach Schauenstein eingemeindet.[7]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 45, 46: Ehemaliges Vorwerk zum Schlossgut Schauenstein[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schafhof ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Schauenstein) gepfarrt.[5][16]
Literatur
- Artikel in der Frankenpost vom 21. Juni 1989: Ausflug in die Unterwelt – Schauensteiner Heimatforscher erkundeten Stollenanlage bei Neudorf.
- Johann Kaspar Bundschuh: Schaafhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 65 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 545 f.
- Matthias Körner: Kooperation – Koexistenz – Konkurrenz: Herrschaftskräfte und Herrschaftsformen im Raum Naila vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches. Dissertation. Erlangen 2010, DNB 1066268703 (PDF; 6,4 MB).
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Naila (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 27). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 453135234, S. 55.
- Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 312.
Weblinks
- Schafhof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 28. April 2025.
- Schafhof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 28. April 2025.
- Schafhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. April 2025.

