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Schelesnodoroschnoje (Kaliningrad)

Siedlung in Russland From Wikipedia, the free encyclopedia

Schelesnodoroschnoje (russisch Железнодорожноө, deutsch Karczarningken, 1929 bis 1945 Blumenfeld, litauisch Karčiarninkai) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Siedlung
Schelesnodoroschnoje
Karczarningken (Blumenfeld)

Железнодорожное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Krasnosnamensk
Gegründet um 1580
Frühere Namen Kartzschamninknen,
Kartzawninken (nach 1625),
Kartzanincken (nach 1740),
Kartszarningken (nach 1818),
Karczarningken (nach 1871 bis 1929),
Blumenfeld (1929–1945)
Bevölkerung 130 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40164
Postleitzahl 238743
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 218 000 015
Geographische Lage
Koordinaten 54° 45′ N, 22° 30′ O
Schelesnodoroschnoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Schelesnodoroschnoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Schelesnodoroschnoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Schelesnodoroschnoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Geographische Lage

Schelesnodoroschnoje liegt zwei Kilometer südlich der früheren Kreisstadt Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg) und 21 Kilometer südlich der heutigen Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) an der Regionalstraße 27A-059 (ex R510). Innerorts endet ein von Sadowoje (Jentkutkampen/Burgkampen) – zum Rajon Nesterow gehörig – herkommender Landweg. Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Bis 1945 war der nächste Bahnhof in Dobrowolsk an der Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen/Ebenrode und an der Pillkaller Kleinbahn.

Geschichte

Karczarningken etwa um 1922
Die Gemeinde Blumenfeld (ex Karczarningken) auf zwei Messtischblättern von 1933 und 1938

Der Ort wurde um 1580 als Kartzschamninknen gegründet.[2] Um 1780 wurde Kartzanincken als meliertes Dorf bezeichnet.[3] 1874 wurde die Landgemeinde Kartszarningken dem neu gebildeten Amtsbezirk Uszpiaunen im Kreis Pillkallen zugeordnet.[4] Seit spätestens 1888 wurde der Ort mit Karczarningken bezeichnet.[5] 1929 wurde er in Blumenfeld umbenannt.

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1950 erhielt er die russische Bezeichnung Schelesnodoroschnoje (dt. etwa „Eisenbahn-Ort“[6]) und wurde dem Dorfsowjet Dobrowolski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.[7] Von 2008 bis 2015 gehörte Schelesnodoroschnoje zur Landgemeinde Dobrowolskoje selskoje posselenije, von 2016 bis 2021 zum Stadtkreis Krasnosnamensk und seither zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1867[8]415
1871[8]400
1885[5]361
1905[9]456
1910[10]394
1933[11]419
1939[12]431
1984[13]~ 170
2002[14]165
2010[15]157
2021[16]130
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Kirche

Die Einwohnerschaft Karczarningkens resp. Bljumenfelds war vor 1945 überwiegend evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel der Kirche Pillkallen eingepfarrt und war somit Teil des Kirchenkreises Piallkallen (Schloßberg) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Schelesnodoroschnoje im weitreichenden Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Babuschkino (Groß Degesen) innerhalb der Propstei Kaliningrad[17] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise und Anmerkungen

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