Schlössle Rudersberg
ehemaliges Landadel-Schlösschen in Rudersberg, einer Gemeinde im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis
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Das so genannte Schlössle Rudersberg ist ein ehemaliges Landadel-Schlösschen in Rudersberg, einer Gemeinde im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Der kleine Adelssitz dient seit 1876 als evangelisches Pfarrhaus (Im Hof 2). Das Gebäude ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Kulturdenkmal eingetragen.
Lage und Geschichte

Das ehemalige Schlösschen befindet sich im Ortszentrum von Rudersberg, etwa 100 Meter südwestlich der evangelischen Johanneskirche. Das zweigeschossige, verputzte Fachwerkhaus mit Sandstein-Sockel und Satteldach steht in einem großen Garten, dem so genannten Wittumsgutgarten.
Über die Geschichte des Anwesens ist nicht viel bekannt. Die Ursprünge des Schlösschens sind wohl zurückzuführen auf einen Wittumhof, der sich im 16. Jahrhundert im Eigentum von Hans Ulrich Pschorr und seiner Frau Barbara (geb. von Ow) befand. 1628 erwarb Georg-Friedrich von Gaisberg das Anwesen und nutzte es offenbar als Wohnsitz. 1717 erwarb der Berufsoffizier Carlin de Soma Ripa, Obristlieutenant in württembergischen Diensten, das Grundstück. Der damalige Festungskommandant Carlin von Schorndorf ließ das alte Schlösschen 1732 bis auf die Grundmauern abtragen und neu errichten; lediglich der Keller blieb erhalten, über dessen Tür sich noch die Jahreszahl 1616 findet.
Gegenüber des Schlösschens befand sich ein zu dem Anwesen gehörender Meierhof. Dieser ist auf einem Lageplan von 1767 noch verzeichnet.
Literatur
- Adolf Schahl: Die Kunstdenkmale des Rems-Murr-Kreises. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1983, ISBN 3-422-00560-9, S. 824–825.
- Wolfgang Willig: Landadel-Schlösser in Baden-Württemberg. Eine kulturhistorische Spurensuche. Selbstverlag, 2010, ISBN 978-3-9813887-0-1, S. 40.