Schwanebeck

Gemeinde im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Schwanebeck ist eine Kleinstadt, die zur Verbandsgemeinde Vorharz im Landkreis Harz des Bundeslandes Sachsen-Anhalt gehört.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Schwanebeck
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schwanebeck hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 58′ N, 11° 7′ O
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Verbandsgemeinde: Vorharz
Höhe: 109 m ü. NHN
Fläche: 32,61 km²
Einwohner: 2328 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 39397 (Nienhagen, Schwanebeck)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 039424, 039403
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 285
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 7
38828 Wegeleben
Website: www.vorharz.net
Bürgermeister: Max Könnecke
Lage der Stadt Schwanebeck im Landkreis Harz
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Geografische Lage

Der Ort liegt im nördlichen Harzvorland nordöstlich der Kreisstadt Halberstadt.

Geschichte

Die erste Besiedlung des Umlandes fand gegen 200–400 statt. Die erste urkundliche Erwähnung ist auf das Jahr 1062 zu datieren. 1270 wurde Schwanebeck erstmals das Stadtrecht zugesprochen. Schwanebeck gehörte bis 1648 zum Bistum Halberstadt und gelangte dann an das Fürstentum Halberstadt. Der Ort unterstand direkt dem Amt Gröningen und gelangte 1815 an den Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen.

Von 1952 bis 2007 lag Schwanebeck im Kreis Halberstadt (1952 bis 1990 im DDR-Bezirk Magdeburg, dann im Land Sachsen-Anhalt). Seit der Kreisreform 2007 ist die Stadt Teil des Landkreises Harz.

Am 1. Januar 2010 wurde die Gemeinde Nienhagen ein Ortsteil von Schwanebeck.[2]

Bevölkerung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
19902.558
20052.387
20102.577
20152.515
20202.426
Jahr Einwohner
20212.400
20222.345
20232.377
20242.352
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Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)[3], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Religion

Sankt-Petri-Kirche

Die evangelischen Kirchen Sankt-Petri aus dem 17. Jahrhundert am Markt und Sankt-Johannis an der Johannisstraße gehören zum Kirchspiel Schwanebeck und damit zum Kirchenkreis Halberstadt.

Die katholische Kirche Zum Allerheiligsten Altarssakrament, südlich der Kapellenstraße gelegen, besteht seit 1334 und dient als Gemeinde- und Wallfahrtskirche. Sie gehört zur Pfarrei St. Benedikt mit Sitz auf der Huysburg. Etwas südlich der Kirche befindet sich die Wallfahrtslinde, ein mehrere Jahrhunderte alter Lindenbaum.

Die Neuapostolische Kirche in der Kapellenstraße 39 wurde von 1983 bis 1987 erbaut, und 1987 eingeweiht. Der Grundriss der Kirche stellt den Großbuchstaben Omega (Ω) dar, im Christentum ein Symbol für Jesus Christus. Bereits im Dezember 2007 fand in ihr der letzte Gottesdienst statt, das Gebäude wurde verkauft. Die nächstliegenden neuapostolischen Kirchen befinden sich heute jeweils 11 km entfernt in Halberstadt und Oschersleben.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Schwanebeck besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt aus 14 Mitgliedern und dem Bürgermeister.[4] Die Kommunalwahl am 15. September 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 32,8 % zu folgendem Ergebnis:[5]

Weitere Informationen Partei / Wählergruppe, Stimmenanteil 2019 ...
Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[6]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
CDU39,2 %539,8 %5
AfD19,9 %3
Einzelbewerber Daniel Behrens11,1 %1
Wählergemeinschaft Nienhagen07,5 %108,6 %1
Einzelbewerberin Nicole Bochaneck07,3 %107,1 %1
Einzelbewerber Ronny Rücker06,9 %1
Einzelbewerberin Daniela John06,4 %106,5 %1
Die Linke20,4 %3
Einzelbewerber Max Könnecke09,5 %1
Einzelbewerber Stefan Behrens06,0 %1
Einzelbewerberin Simone Schuldt03,7 %1
Insgesamt100 %14100 %13
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Bei der Wahl 2024 entfielen auf den Einzelbewerber Stefan Behrens zwei Sitze, von denen einer unbesetzt bleibt.

Bürgermeister

  • 1990–2001: Jürgen Nowack[7]
  • 2001–2008: Hans-Richard Wegner[7]
  • 2008–2015: Christina Brehmer[7]
  • 2015–2023: Benno Liebner (parteilos)[8]
  • seit 2024: Max Könnecke (parteilos)

Liebner wurde bei der Bürgermeisterwahl am 6. März 2022 ohne Gegenkandidat mit 100 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.[9] Er wurde am 17. September 2023 zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vorharz gewählt.[10]

Könnecke wurde bei der Bürgermeisterstichwahl am 30. Juni 2024 mit 59,6 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt.[11] Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.[12]

Wappen und Flagge

Blasonierung: „In Blau einen im Wasser aufrecht stehenden silbernen Schwan mit roter Bewehrung und ausgebreiteten Flügeln, nach links blickend.“[13]

Die Flagge zeigt die Farben Blau-Weiß.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Bauwerke

Gedenkstätten

  • Grabstätte auf dem Ortsfriedhof für den kommunistischen Funktionär Kurt Schmuhl, der 1944 in Brandenburg-Görden ermordet wurde
  • Grabstätten auf dem gleichen Friedhof für fünf unbekannte Polen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Schubert-Stein im Stadtpark
  • Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege

Museen

  • Museum of war & art[14]

Verkehr

Durch den Ort führt die Bundesstraße 245 von Halberstadt nach Hamersleben. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Quedlinburg-Mitte an der A 36 in etwa 20 km Entfernung.

Die Bahnhöfe Schwanebeck und Nienhagen (b Halberstadt) lagen an der 2001 stillgelegten Bahnstrecke Jerxheim–Nienhagen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Schwanebeck verbundene Persönlichkeiten

  • Friedrich Sickel (1799–1865), Rektor in Schwanebeck[15]
  • Julius Richter (1862–1940), Pfarrer in Schwanebeck
  • Gerhard Dittmar (1900–1972), Lehrer in Schwanebeck[16]
  • Werner Nickel (1935–2016), Bildhauer, lebte in Schwanebeck

Literatur

Einzelnachweise

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