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Schwickartshausen

Stadtteil von Nidda From Wikipedia, the free encyclopedia

Schwickartshausen ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis. Der Ort liegt in der nördlichen Wetterau, südöstlich von Nidda.

Schnelle Fakten Stadt Nidda ...
Schwickartshausen
Stadt Nidda
Koordinaten: 50° 24′ N, 9° 4′ O
Höhe: 221 m ü. NHN
Fläche: 7,16 km²[1]
Einwohner: 248 (2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06046
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Geschichte

Evangelische Pfarrkirche

Ortsgeschichte

Wahrscheinlich wurde der Ort schon von den Franken gegründet. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung werden Schwickartshausen und Burkhards in einer Urkunde der Abtei Fulda über die Gründung der Pfarrei Crainfeld aus dem Jahr 1011. Schwickartshausen wird dort als Swigershusum erwähnt.[3] Eine lange Zeit geläufige Datierung in das Jahr 1020 beruht auf keiner Verfälschung des Urkundentexts im Codex Eberhardi. Die Fälschungen des Mönchs Eberhard werden heute als „eher geringfügig“ erachtet.[4]

Die genauere Jahresangabe 1011 konnte anhand einer Publikation aus dem Jahr 1607 des aus Nidda stammenden Johannes Pistorius der Jüngere erschlossen werden, der die wenige Jahre später im Dreißigjährigen Krieg vernichtete Originalurkunde noch einsehen konnte.[5] Auch dieser Text war undatiert.[6] Im Text ergibt sich das Datum aus der Angabe, dass zum Zeitpunkt der Beurkundung Erkanbald als Erzbischof von Mainz und zugleich als Abt von Fulda amtierte, während der im selben Jahr zum Abt gewählte Branthoh noch Propst war. Hierfür kommt nur das Jahr 1011 in Frage.[7] Erkanbald musste seinen Versuch, auch das Amt des Abtes in Fulda zu behalten, noch 1011 aufgeben.[8]

Die mitten im Dorf stehende evangelische Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Kirchturm ist im romanischen Stil erbaut.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Schwickartshausen:

„Schwickartshausen (L. Bez. Nidda) evangel. Pfarrdorf; liegt 1 1⁄2 St. von Nidda, in einem Thale, hat 1 Kirche, 54 Häuser und 287 Einwohner, die außer 1 Katholiken evangelisch sind. Unter den Einwohnern finden sich 40 Bauern und 15 Handwerker. – Der Ort kommt früher unter dem Namen Suvigereshusen vor. Die Kirche zu Crainfeld, welche 1020 von dem Mainzer Erzbischof Erkanbald, zu Ehren des heil. Udalrich geweiht wurde, war unter andern mit dem hiesigen Zehnten dotirt. Zur Kirche zu Schwickartshausen gehörte im 14. Jahrhundert die Kapelle zu Lißberg“[9]

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schwickartshausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Nidda eingegliedert.[10][11] Für Schwickartshausen wurde, wie für die übrigen Stadtteile von Nidda, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[12]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Schwickartshausen angehört(e):[1][13][14]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Schwickartshausen 243 Einwohner. Darunter waren 9 (3,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 99 waren zwischen 18 und 49, 60 zwischen 50 und 64 und 42 Einwohner waren älter.[23] Die Einwohner lebten in 105 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 36 Paare ohne Kinder und 33 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In nnn Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in nnn Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[23]

Einwohnerzahlen

• 1791:256 Einwohner[17]
• 1800:256 Einwohner[24]
• 1806:253 Einwohner, 46 Häuser[19]
• 1829:287 Einwohner, 54 Häuser[9]
• 1867:281 Einwohner, 54 bewohnte Gebäude[25]
• 1875:272 Einwohner, 51 bewohnte Gebäude[26]
Schwickartshausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022
Jahr  Einwohner
1791
  
256
1800
  
256
1806
  
253
1829
  
287
1834
  
285
1840
  
314
1846
  
307
1852
  
313
1858
  
281
1864
  
294
1871
  
283
1875
  
272
1885
  
292
1895
  
272
1905
  
267
1910
  
269
1925
  
255
1939
  
231
1946
  
391
1950
  
367
1956
  
281
1961
  
257
1967
  
269
1970
  
241
1980
  
?
1990
  
?
1996
  
289
2000
  
286
2006
  
284
2010
  
270
2011
  
243
2016
  
242
2019
  
249
2022
  
248
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Nidda[27][2]; Zensus 2011[23]

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829:324 evangelische, 2 katholische Einwohner[9]
• 1961:249 evangelische (= 96,89 %), 5 katholische (= 1,95 %) Einwohner

Politik

Ortsvorsteherin ist Doris Kuhl (Stand April 2024).[28]

Kulturdenkmäler

Infrastruktur

Anmerkungen und Einzelnachweise

Literatur

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