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Seydewitz (Adelsgeschlecht)

Adelsgeschlecht From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Familie von Seydewitz gehört zum meißnischen Uradel und war in Preußen und Sachsen ansässig.

Stammwappen derer von Seydewitz.

Herkunft

Benannt ist die Familie vermutlich nach dem Ort Seydewitz an der Elbe in der Mühlberger Pflege. Urkundlich tritt erstmals Albertus de Sydewicz zu Mühlberg am 12. Mai 1299 in Erscheinung.[1]

Das Geschlecht ist wahrscheinlich nicht verwandt mit den ausgestorbenen vogtländisch-sächsischen von Seydewitz aus Seidewitz bei Casekirchen, zwei Ortsteilen der Gemeinde Molauer Land in Sachsen-Anhalt. Sie waren dort Besitzer der Güter Janisroda, Mechelgrün, Hartmannsgrün und Rodersdorf sowie des Dorfes Oeglitzsch und führten eine (oder auch drei) Wolfsangel(n) im Wappen.[2]

Wappen

Das Stammwappen ist von Gold und Schwarz gespalten, im goldenen Feld drei (2:1) natürliche Mohrenköpfe. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein natürlicher Mohrenrumpf. Das Wappen in dieser Form nutzte vor 1692 erstmals Damm von Seydewitz auf Maasdorf bei Liebenwerda, in der preußischen Provinz Sachsen gelegen.

Standeserhöhungen

Die ältere Linie (August Friedrich von Seydewitz) wurde am 10. Juli 1731 in Wien in den Reichsfreiherrenstand erhoben („Edler Panner und Freiherr des heiligen Römischen Reichs“) und erhielt am 23. Februar 1743 in Frankfurt am Main den Reichsgrafenstand.

Bekannte Familienmitglieder (chronologisch)

Literatur

  • Otto Theodor von Seydewitz, Max Seydewitz: Beiträge zur Geschichte der Familie von Seydewitz:
    • Tl. 1 den Zeitraum von 1299 bis 1875 umfassend mit 2 Tab. und 1 Taf., Dreßler’sche Buchdruckerei, Görlitz 1875 und Fortsetzung 1890. Digitalisat
    • Tl. 2. Den Zeitraum bis 1942 umfassend, 1942.
  • Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter 1881, Sechster Jahrgang, Buschak & Irrgang, Brünn 1880, S. 513 ff.; Digitalisat – Digitalisat
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch. Justus Perthes, Gotha. (Redaktion u. Druck jew. i. Vorjahr / Auszug):
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1901. Jg. 2. Gotha 1900-11-15; Digitalisat
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1910. Jg. 11. Gotha 1909, S. 737. Digitalisat
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1940. Jg. 39. Gotha 1939.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, (GHdA). Hans Friedrich von Ehrenkrook, Walter von Hueck, Christoph Franke (Red.). Hrsg.: Deutsches Adelsarchiv. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) / Limburg an der Lahn. ISSN 0435-2408 (Auszug):
    • Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser 1973. A (Uradel). Band XII, Band 55 der Gesamtreihe GHdA. Limburg an der Lahn 1973, ISBN 3-7980-0755-1, S. 344–349. Mit: 4 Portraits.
    • Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser 2001. A (Uradel). Band XXVI, Band 126 der Gesamtreihe GHdA. Limburg an der Lahn 2001, ISBN 3-7980-0826-4, S. 477–481.
    • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XIII, Band 128 der Gesamtreihe GHdA. Limburg an der Lahn 2002, ISBN 3-7980-0828-0, S. 319–321.
  • Friedrich-Gert von Seydewitz: In der Vergangenheit liegt die Zukunft. Erinnerungen von Friedrich-Gert von Seydewitz. 2. Auflage. Books on Demand (BoD), Norderstedt 2020, ISBN 978-3-7504-1869-1. Titel

Einzelnachweise

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