Siegertshaft

Ortschaft in der Gemeinde Kirchberg bei Mattighofen, Bezirk Braunau (Oberösterreich) From Wikipedia, the free encyclopedia

Siegertshaft ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Gemeinde Kirchberg bei Mattighofen im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich. Bis 1903 war Siegertshaft Sitz der Gemeinde- und Pfarrverwaltung der heute selbständigen Gemeinden und Pfarren Pfaffstätt und Kirchberg bei Mattighofen. 1903 kam es zur Trennung in zwei politische Gemeinden und zur Verlegung des Pfarrsitzes nach Kirchberg. 1908 wurde auch der Sitz der Gemeindeverwaltung von Siegertshaft nach Kirchberg verlegt.

Geschichte

Um 1140 gelangte ein Gut auf dem Gebiet von Siegertshaft an das Stift Michaelbeuern, 1390 wurde der Name Siegerczhaft erstmals urkundlich erwähnt.[1]

1721/22 wurde die Kirche Hl. Martin, deren Entstehungsdatum nicht genau bekannt ist und möglicherweise deutlich vor 1390 liegt, umgebaut.[2]

1763 wurde der Pfarrhof errichtet, der fortan den Mittelpunkt der damaligen Pfarre Kirchberg, welche die heutigen Pfarren Pfaffstätt und Kirchberg umfasste, bildete. Dieser verlor ab 1903 durch die Errichtung eines neuen Pfarrhofs in Kirchberg an Bedeutung und wurde Ende Juli 2023 abgerissen.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Siegertshaft ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, eine Käserei, ein Schmied und einige Landwirte ansässig.[4]

Geografie

Siegertshaft ist neben Sauldorf heute eine der beiden Katastralgemeinden der politischen Gemeinde Kirchberg bei Mattighofen.

Die Ortschaft Siegertshaft liegt in etwa in der Mitte zwischen den beiden Dörfern Pfaffstätt und Kirchberg bei Mattighofen und war lange Zeit aufgrund der hier ansässigen Gemeinde- sowie Pfarrverwaltung das Zentrum der damaligen Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten

  • Filialkirche Hl. Martin Siegertshaft
  • Haus Nr. 15, Gmoastubn, bis 1908 Gemeindeamt der Gemeinde Kirchberg bei Mattighofen[5]

Einzelnachweise

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