Kirchberg bei Mattighofen

Gemeinde im Bezirk Braunau, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Kirchberg bei Mattighofen ist eine Gemeinde im Bezirk Braunau im Innviertel in Oberösterreich mit 1316 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Kirchberg bei Mattighofen
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Kirchberg bei Mattighofen
Kirchberg bei Mattighofen (Österreich)
Kirchberg bei Mattighofen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 15,77 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 13° 6′ O
Höhe: 560 m ü. A.
Einwohner: 1.316 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 83 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5232
Vorwahl: 07747
Gemeindekennziffer: 4 04 17
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchberg 27
5232 Kirchberg bei Mattighofen
Website: kirchberg-mattighofen.at
Politik
Bürgermeister: Georg Mendler (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
10
2
1
10 2 1 
Insgesamt 13 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geographie

Kirchberg liegt auf einem 586 Meter hohen Moränenhügel nördlich der Seengruppe Grabensee, Mattsee, Obertrumer See. Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von fast sechzehn Quadratkilometer. Davon werden fast drei Viertel landwirtschaftlich genutzt, zwanzig Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 26 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Aigen (213)
  • Alterding (10)
  • Angelberg (7)
  • Bermading (25)
  • Buch (21)
  • Eglsee (9)
  • Entham (19)
  • Ersperding (27)
  • Gopperding (31)
  • Gumping (11)
  • Hilprechtsham (40)
  • Iming (55)
  • Kirchberg bei Mattighofen (301)
  • Kobl (12)
  • Lamperding (10)
  • Moosdorf (33)
  • Oberkreit (19)
  • Obermaisling (12)
  • Sauldorf (230)
  • Setzka (11)
  • Siegertshaft (66)
  • Thal (2)
  • Unterkreit (10)
  • Untermaisling (11)
  • Walterding (17)
  • Wendling (114)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden:

  • Sauldorf
  • Siegertshaft

Nachbargemeinden

Auerbach Pfaffstätt
Feldkirchen bei Mattighofen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Jeging
Perwang am Grabensee Palting Lochen am See

Geschichte

Die am Siedlberg bei Auerbach gefundenen Keltengräber zeigen, dass das Gebiet schon vor unserer Zeitrechnung besiedelt war. Während der Römerherrschaft vom 1. bis zum 4. Jahrhundert wurde eine durch Kirchberg führende Straße von Feldkirchen bei Mattighofen nach Straßwalchen gebaut.[3]

Der Ort hieß ursprünglich „Lob-Berg“. Erst mit dem Bau der Pfarrkirche im Jahr 1143[4] wurde der Name auf Kirchberg geändert.[5]

Das Stift Mattsee errichtete um 1600 neben der Kirche ein Mesnerhaus, das auch als Schule benutzt wurde. Um 1700 wurde die Heilkraft einer Quelle für Mensch und Tier entdeckt. Es wurden regelmäßige Prozessionen und vor allem Pferderitte durchgeführt, bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den Jahren 1805 und 1809 zerstörten schwere Brände große Teile des Ortes. Seit der Abtrennung aus dem Gemeindegebiet von Pfaffstätt im Jahr 1908 ist Kirchberg eine eigene Gemeinde.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Kirchberg bei Mattighofen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
743
1880
 
693
1890
 
732
1900
 
768
1910
 
853
1923
 
884
1934
 
891
1939
 
818
1951
 
917
1961
 
784
1971
 
815
1981
 
866
1991
 
950
2001
 
1.008
2011
 
1.119
2021
 
1.209
2025
 
1.316
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Kirchberg bei Mattighofen
Filialkirche Siegertshaft

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Im Jahr 2010 wurden von den 55 landwirtschaftlichen Betrieben 39 im Haupt- und 16 im Nebenerwerb geführt. Die Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten mehr als achtzig Prozent der Flächen. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor ist die Bauwirtschaft der größte Arbeitgeber. Vierzig Prozent der Erwerbstätigen des Dienstleistungssektors arbeiten im Handel, zwanzig Prozent in sozialen und öffentlichen Diensten (Stand 2011).[6][7][8]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 55 70 58 63
Produktion 9 9 25 28
Dienstleistung 41 22 104 71
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 wohnten 600 Erwerbstätige in Kirchberg. Weniger als ein Viertel arbeitete in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.[9]

Verkehr

Politik

Gemeinderat

Bei den Gemeinderatswahlen werden 19 Mandatare gewählt:[12]

Weitere Informationen Partei, Stimmen ...
Partei 2021 2015[13] 2009[14] 2003[15]
Stimmen Prozent Mandate St. % M. St. % M. St. % M.
ÖVP 500 71,33 10 499 65,74 13 432 60 8 357 58 8
FPÖ 130 18,54 2 191 25,16 5 166 23 3 156 25 3
Unabhängige Wählergemeinschaft Kirchberg 69 9,09 1 124 17 2 107 17 2
MFG 71 10,13 1
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Bürgermeister

  • bis 2020 Franz Zehentner (ÖVP)
  • seit 2020 Georg Mendler (ÖVP)[16]

Wappen

Im Jahr 1980 erhielt Kirchberg das Wappen „In Blau eine silberne, erhöhte Spitze, darin über zwei roten, gestüzten und gekreuzten Pflugscharen eine rote Flamme“.

Die blaue Farbe steht für die lange Zugehörigkeit zu Bayern, die Flammen weisen auf die vielen Brände hin und die Pflugscharen sind die Symbole der hl. Kunigunde, der Schutzpatronin der Pfarrkirche.

Die Gemeindefarben sind „Rot-Weiß-Blau“.[3]

Persönlichkeiten

Commons: Kirchberg bei Mattighofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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