Sojus TMA-9
russische Raumfahrtmission zur ISS (2006)
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Sojus TMA-9 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines russischen Sojus-Raumschiffs zur Internationalen Raumstation (ISS). Im Rahmen des ISS-Programmes trägt der Flug die Bezeichnung ISS AF-13S. Es war der 13. Besuch eines Sojus-Raumschiffs bei der ISS und der 119. Flug im Sojusprogramm.
| Missionsdaten | |||
|---|---|---|---|
| Mission | Sojus TMA-9 | ||
| NSSDCA ID | 2006-040A | ||
| Raumfahrzeug | Sojus 7K-STA (GRAU-Index 11F732) Seriennummer 219 | ||
| Rufzeichen | Восток (Wostok – „Osten“) | ||
| Masse | 7270 kg | ||
| Trägerrakete | Sojus FG (GRAU-Index 11A511FG) | ||
| Besatzung | 3 | ||
| Start | 18. September 2006, 4:08:42 UTC | ||
| Startplatz | Baikonur 1/5 | ||
| Raumstation | ISS | ||
| Ankopplung | 20. September 2006, 5:21 UTC an das Modul Swesda | ||
| Abkopplung | 21. April 2007, 9:11 UTC vom Modul Swesda | ||
| Landung | 21. April 2007, 12:31:30 UTC | ||
| Landeplatz | 135 km NO von Schesqasghan, Kasachstan (48.50° N, 69.17° E) | ||
| Flugdauer | 215d 8h 22m 48s | ||
| Umlaufzeit | 91,4 min | ||
| Apogäum | 350 km | ||
| Perigäum | 333 km | ||
| Mannschaftsfoto | |||
v. l. n. r. López-Alegría, Ansari und Tjurin | |||
| ◄ Vorher / nachher ► | |||
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Besatzung
Startbesatzung
- Michail Wladislawowitsch Tjurin (2. Raumflug), Kommandant (Roskosmos/Russland)
- Michael López-Alegría (4. Raumflug), Bordingenieur (NASA/USA)
- Anousheh Ansari (1. Raumflug), Weltraumtouristin (
Vereinigte Staaten/
Iran)
Ersatzmannschaft
- Juri Iwanowitsch Malentschenko, Kommandant (Roskosmos/Russland)
- Peggy Whitson, Bordingenieurin (NASA/USA)
Rückkehrbesatzung
- Michail Wladislawowitsch Tjurin (2. Raumflug), Kommandant (Roskosmos/Russland)
- Michael López-Alegría (4. Raumflug), Bordingenieur (NASA/USA)
- Charles Simonyi, Weltraumtourist (USA)
Missionsüberblick

Sojus TMA-9 brachte die 14. Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation (ISS) und ersetzte das Raumschiff Sojus TMA-8 als Rettungsfahrzeug.
Ursprünglich sollte der Weltraumtourist Daisuke Enomoto an dem Flug teilnehmen und eine Woche an Bord der ISS bleiben.[1] Am 21. August 2006 gab Roskosmos jedoch bekannt, dass der japanische Unternehmer aus medizinischen Gründen nicht an dem Raumflug teilnehmen könne und durch einen anderen Raumfahrer ersetzt werde.[2] Tags darauf wurde die Weltraumtouristin Anousheh Ansari, die sich als Ersatz für Enomoto bereits seit längerer Zeit auf die Mission vorbereitet hatte, in die Besatzung berufen.[3]
Am 30. August gab der Präsident von RKK Energija bekannt, dass das Startdatum von Sojus TMA-9 auf den 18. September verschoben werden könnte, sollte die Shuttle-Mission STS-115 zwischen dem 6. und 8. September starten. Eine weitere Aufschiebung würde nicht erwogen, da dann die Sojus-TMA-8-Landekapsel bei Nacht zur Erde zurückkehren müsste, was man nach Möglichkeit vermeiden möchte. Sollte STS-115 dennoch nicht bis zum 8. September starten, wäre Sojus TMA-9 wie geplant am 14. September ins Weltall aufgebrochen.[4] Am nächsten Tag erfolgte eine endgültige Verlegung des Startdatums auf den 18. September, nun unabhängig davon ob der Shuttle bis zum 8. September startet oder nicht.[5]
Der Start erfolgte mit einer Trägerrakete vom Typ Sojus-FG vom Weltraumbahnhof Baikonur am 18. September 2006 um 4:08:42 Uhr UTC. Die Kopplung an die ISS erfolgte am 20. September um 5:21:20 UTC, bevor um 8:34 UTC die Luken zwischen dem Sojus-Raumschiff und dem russischen Wohnmodul Swesda geöffnet wurden.
Nach 216 Tagen im All erfolgte die Landung am 21. April 2007, 12:31:30 UTC. Der Termin war wegen starker Niederschläge um einen Tag verschoben und das Landegebiet 300 km nach Süden verlegt worden.[6][7]
Weitere Flugdaten
- Kopplung ISS: 20. September 2006, 5:21 UTC (an das Modul Swesda)
- Abkopplung ISS: 10. Oktober 2006, 19:14 UTC (vom Modul Swesda)
- Kopplung ISS: 10. Oktober 2006, 19:34 UTC (an das Modul Sarja)
- Abkopplung ISS: 29. März 2007, 22:30 UTC (vom Modul Sarja)[8]
- Kopplung ISS: 29. März 2007, 22:54 UTC (an das Modul Swesda)
- Abkopplung ISS: 21. April 2007, 9:11 (vom Modul Swesda)[9]
Die TMA-9 blieb an der ISS angedockt und diente als neues Rettungsfahrzeug. Sie ersetzte das vorherige Rettungsfahrzeug Sojus TMA-8.
Siehe auch
Weblinks
- Sojus TMA-9 bei spacefacts.de
- Sojus TMA-9 im Russian Space Web
- Sojus TMA-9 bei space.kursknet.ru (englisch/russisch, archiviert 2016)
- Sojus TMA-9 in der Encyclopedia Astronautica (englisch)
- Sojus TMA-9 im NSSDCA Master Catalog (englisch).