St. Michael (Gemeinde Weißenkirchen in der Wachau)
Ortschaft im Bezirk Krems
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St. Michael ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weißenkirchen in der Wachau im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 26 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).[1]
| St. Michael (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde St. Michael | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Weißenkirchen in der Wachau | |
| Koordinaten | 48° 22′ 16″ N, 15° 26′ 18″ O | |
| Höhe | 211 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 26 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 4,11 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 17274 | |
| Katastralgemeindenummer | 12190 | |
St. Michael in der Wachau (2006) | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Der zwischen Spitz und Weißenkirchen in der Wachau liegende, kleine Ort besteht nur aus einem Straßenzug und der Wehrkirche St. Michael, die mit ihrer erhöhten Lage den Ort dominiert. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 17 Adressen.[2]
Der Ort ist am Beginn der Donaubreiten situiert, einer schmalen Aufweitung der Wachau, in der sich die Orte Wösendorf, Joching und Weißenkirchen befinden.
Geschichte
Die bedeutende Wehrkirche wurde 987 erstmals urkundlich genannt und war die Mutterkirche der Wachau und des südöstlichen Waldviertels und zählt damit zu den ältesten Kirchengründungen Ostösterreichs.[3] Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts bildete der Ort zusammen mit Weißenkirchen, Wösendorf und Joching die Gemeinde „Tal Wachau“, die der Herrschaft Stift Dürnstein unterstand und bis 1839 über ein Magistrat in Weißenkirchen verfügte.
Der Bischof von Passau überließ um 1160 die hiesigen Besitzungen dem Stift Sankt Florian, die gleich mehrere Geistliche hier einsetzten. Zahlreiche Pfarrkirche der Umgebung entstanden als Filialkirchen von St. Michael, so die Pfarrkirche Spitz, die im 13. Jahrhundert zur eigenen Pfarre erhoben wurde oder Weißenkirchen, das im 17. Jahrhundert eine Pfarrei bekam. Heute ist St. Michael eine Filiale der Pfarre Wösendorf.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 13 Häusern genannt, das nach Wösendorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Das Magistrat Weißenkirchen besaß die Ortsobrigkeit und die Herrschaft Dürnstein übte die Landgerichtsbarkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in St. Michael zwei Gastwirte und mehrere Landwirte ansässig, weiters gab es ein Hotel.[5]
Sehenswertes
- Wehrkirche St. Michael, ehemalige Pfarre und Mutterkirche der Wachau
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 414 (Ausgabe 1769; St. Michel in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 2. Band: Krems bis Stift Zwettl. Wallishausser, Wien 1839, S. 154 (St. Michael – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 180.
Weblinks
- St. Michael in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
