Joching
Ortschaft im Bezirk Krems
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Joching ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weißenkirchen in der Wachau im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 156 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war der Ort eine eigenständige Gemeinde.[2]
| Joching (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Joching | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Weißenkirchen in der Wachau | |
| Koordinaten | 48° 23′ 9″ N, 15° 27′ 31″ O | |
| Höhe | 205 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 156 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 3,32 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04250 | |
| Katastralgemeindenummer | 12185 | |
„Joching“ von Jakob Koganowsky, Öl auf Leinwand, 1926 | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf liegt in einer Aufweitung der Wachau zwischen Wösendorf in der Wachau und Weißenkirchen in der Wachau. Donauseitig führt die Donau Straße am Ort vorüber und bergseitig die Donauuferbahn, die hier mit der Haltestelle Wösendorf-Joching über eine Station verfügt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 77 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 37 Häusern genannt, das nach Weißenkirchen eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Das Magistrat Weißenkirchen besaß die Ortsobrigkeit, die Dürnstein Weinzierl übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Joching ein Binder, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig. Weiters war hier das Hotel Wachau des Weinguts Jamek verzeichnet sowie eine Ziegelei.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Joching, Weißenkirchen in der Wachau und Wösendorf in der Wachau.[2]
Sehenswertes
- Der St.-Pöltner-Hof oder Prandtauerhof, der Lesehof des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts St. Pölten
Persönlichkeiten
- Josef Kinzel (1852–1925), Landschafts- und Genremaler, weilte mehrere Jahre im Ort
- Josef Jamek (1919–2011), Winzer und Weinbau-Pionier
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 289 (Ausgabe 1769; Joching in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 2. Band: Krems bis Stift Zwettl. Wallishausser, Wien 1839, S. 152 (Joching – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 180.
Weblinks
- Joching in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
