Wösendorf in der Wachau
Ortschaft im Bezirk Krems
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Wösendorf in der Wachau ist eine Ortschaft und als Wösendorf eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weißenkirchen in der Wachau im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 283 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war Wösendorf eine eigenständige Gemeinde.[2]
| Wösendorf in der Wachau (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Wösendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Weißenkirchen in der Wachau | |
| Koordinaten | 48° 22′ 50″ N, 15° 27′ 13″ O | |
| Höhe | 207 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 283 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 5,12 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 3610 Wösendorf in der Wachau | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04376 | |
| Katastralgemeindenummer | 12192 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Wösendorf in der Wachau (31351 002) | |
Ortskern mit Pfarrkirche | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf liegt in einer Aufweitung der Wachau zwischen St. Michael und Joching. Donauseitig führt die Donau Straße am Ort vorüber und an der anderen Seite die Donauuferbahn, die hier mit der Haltestelle Wösendorf-Joching über eine Station verfügt.[3]
Geschichte
Das Dorf hat seinen Ursprung in einer steinzeitlichen Siedlung und wurde urkundlich 1163 erstmals erwähnt. Den Ort prägen mehrere ehemalige Lesehöfe von Klöstern, herausragend ist hierbei der Florianihof, der Lesehof des Stiftes St. Florian, der im 15. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert erweitert wurde. Die spätbarocke Pfarrkirche wurde um 1790 erbaut und weist Deckenmalereien in Medaillonform von A. Mayer auf. Die Altarbilder stammen von Martin Johann Schmidt.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 74 Häusern genannt, der über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Dürnstein besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Wösendorf ein Bäcker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, zwei Obsthändler, eine Obstverwertungsgenossenschaft, ein Schuster, eine Sparkasse und zwei Trafikanten ansässig.[5]
Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurden mit 1. Jänner 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Wösendorf in der Wachau und Joching nach Weißenkirchen in der Wachau eingemeindet.[2]
Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche Wösendorf, ein spätbarocker Bau mit wertvollen Deckenmalereien
Persönlichkeiten
- Friedrich Gottlieb Mayer (1793–1858), Augustiner-Chorherr und Propst von Stift Sankt Florian, war hier Pfarrer
- Josef Gruber (1855–1933), Organist und Komponist, wurde hier geboren
- Herbert Koller (1911–1995), Manager und Generaldirektor der VÖEST, wurde hier geboren
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 2. Band: Krems bis Stift Zwettl. Wallishausser, Wien 1839, S. 170 (Wösendorf in der Wachau – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 48, Sektion Stein - Mautern, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 8,8 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 180.
Weblinks
- Wösendorf in der Wachau in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
