St. Trinitatis (Eichholz)

Kirchengebäude in Zerbst/Anhalt, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Die evangelische Kirche St. Trinitatis ist eine im Kern spätromanische, barock erweiterte Saalkirche im Ortsteil Eichholz von Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Evangelischen Regionalpfarramt Zerbst-Lindau im Kirchenkreis Zerbst der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Dorfkirche St. Trinitatis in Eichholz, Ortsteil von Zerbst

Geschichte und Architektur

Die Kirche ist ein spätromanisches Bauwerk aus rechteckigem Schiff und Westquerturm aus sorgfältig gequadertem und vermauertem Bruchstein aus dem 12. Jahrhundert. Der ursprünglich vermutlich eingezogene Chor wurde barock erweitert, wie eine Baunaht nahelegt. Eine Restaurierung wurde im Jahr 1886 vorgenommen. Das ursprüngliche Seitenportal und die romanischen Rundbogenfenster sind noch erkennbar. Der Westturm ist mit rundbogigen Schallöffnungen und einem Satteldach versehen, an der Südseite sind Schlitzfenster eingelassen.

Beim Wiederaufbau nach einem Einsturz des Ostgiebels im Jahr 1824 wurde der Altarraum erweitert und dabei mit einer Apsis ergänzt.[1] Im Innern ist das Bauwerk flach gedeckt und mit einer Westempore versehen. 2019 wurde eine moderne Apsis errichtet.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 41432 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.[2]

Ausstattung

Von der schlichten Ausstattung ist ein achtseitiger frühgotischer Taufstein in Kelchform mit Blattfries hervorzuheben. An der Chorsüdseite befindet sich ein Familiengrabstein des Pastors Johannes Jakob aus der Zeit um das Ende des 17. Jahrhunderts. An der Nordseite, am Übergang vom Schiff zum Chor ist der Grabstein der Margaretha geborene Hernstein († 1716) aufgestellt.

Die Orgel stammt aus der geschlossenen Jonakirche Berlin-Charlottenburg. Das Werk von Karl Schuke aus dem Jahr 1968 verfügt über sechs Register auf einem Manual und Pedal und wurde anlässlich der Umsetzung 2021 neuintoniert.[3]

Eine Bronzeglocke des 14. Jahrhunderts ist erhalten. Außen sind zwei Grabsteine des 17. und 18. Jahrhunderts aufgestellt.

Die Kirche ist ein Teil des Projekts „Lichtungen“ des Künstlers Johannes Schreiter und wurde im Jahr 2019 mit Unterstützung der Stiftung KiBa wiederhergestellt.[1] Sie gehört zu den Entschlossenen Kirchen.[4]

Literatur

Commons: St. Trinitatis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI