Stanislava Preclíková

tschechische Skibobfahrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Stanislava Preclíková (* 1. Januar 1993) ist eine tschechische Skibobfahrerin. Mit zwölf Weltmeistertiteln und 20 Weltcupsiegen gehört sie zu den erfolgreichsten Athletinnen der nichtolympischen Sportart. Sie gewann viermal den Skibob-Gesamtweltcup.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Stanislava Preclíková
Nation Tschechien Tschechien
Geburtstag 1. Januar 1993 (33 Jahre)
Geburtsort Tschechien
Beruf Kundendienstleiterin
Karriere
Disziplin Super-G, Riesenslalom, Slalom,
Kombination
Verein Skibob Klub Dobruška
Trainer Karel Baláček (Jugend)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 12 × Goldmedaille 10 × Silbermedaille 6 × Bronzemedaille
Juniorenweltmeisterschaften 10 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Skibob-WeltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze Spital/Semmering 2014 Riesenslalom
Bronze Spital/Semmering 2014 Slalom
Gold Deštné 2016 Slalom
Silber Deštné 2016 Super-G
Silber Deštné 2016 Kombination
Silber Grächen 2017 Super-G
Silber Grächen 2017 Riesenslalom
Silber Grächen 2017 Kombination
Bronze Grächen 2017 Slalom
Gold Lenggries 2018 Riesenslalom
Gold Lenggries 2018 Slalom
Gold Lenggries 2018 Kombination
Bronze Lenggries 2018 Super-G
Gold Nassfeld 2019 Slalom
Silber Nassfeld 2019 Kombination
Bronze Nassfeld 2019 Riesenslalom
Gold Stuhleck 2022 Slalom
Gold Stuhleck 2022 Kombination
Silber Stuhleck 2022 Riesenslalom
Bronze Stuhleck 2022 Super-G
Gold Grächen 2023 Riesenslalom
Gold Grächen 2023 Slalom
Gold Grächen 2023 Kombination
Silber Grächen 2023 Super-G
Gold Lenggries 2025 Riesenslalom
Gold Lenggries 2025 Kombination
Silber Lenggries 2025 Super-G
Silber Lenggries 2025 Slalom
Skibob-Junioren-WMVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold Gaal 2010 Riesenslalom
Gold Gaal 2010 Slalom
Gold Gaal 2010 Kombination
Silber Gaal 2010 Super-G
Gold Lungötz 2011 Riesenslalom
Gold Lungötz 2011 Slalom
Gold Lungötz 2011 Kombination
Silber Lungötz 2011 Super-G
Gold Hinterstoder 2012 Super-G
Gold Hinterstoder 2012 Riesenslalom
Gold Hinterstoder 2012 Slalom
Gold Hinterstoder 2012 Kombination
Platzierungen im Skibob-Weltcup
Debüt im Weltcup 13. März 2009
Weltcupsiege 20
Skibob-Weltcup 1. (2015/16, 2017/18
2018/19, 2023/24)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Super-G 2 8 3
 Riesenslalom 7 11 8
 Slalom 10 5 4
 Parallelrennen 0 2 0
 Super-Kombination 1 3 0
letzte Änderung: 22. Februar 2025
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Biografie

Stanislava Preclíková wuchs mit mehreren Geschwistern in Dobruška auf. Im Alter von acht Jahren begann sie mit dem Skibobsport, ohne vorher das Skifahren erlernt zu haben.[1] Seit Jugendtagen absolvierte sie ihr Schneetraining in Deštné v Orlických horách.

2009 belegte Preclíková bei ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften in Bischofsmais in allen Rennen Rang vier. Bei ihren folgenden drei Teilnahmen in Gaal, Lungötz und Hinterstoder holte sie insgesamt zehn Gold- und zwei Silbermedaillen in allen Disziplinen. Am 13. März 2009 gab sie am Hochficht ihr Debüt im Skibob-Weltcup. In den folgenden beiden Jahren startete sie im Weltcup nur sporadisch. Bei ihren ersten Weltmeisterschaften in Deštné schaffte sie als einziges Ergebnis Platz fünf im Slalom. Zu Beginn der nächsten Saison fuhr sie als Dritte im Riesenslalom von Deštné erstmals auf das Podest. Im Rahmen der Skibob-Weltmeisterschaften 2014 in Spital am Semmering gewann sie ihre ersten beiden Bronzemedaillen. Im Gesamtweltcup klassierte sich die 21-Jährige erstmals unter den Top drei. Dank ihres ersten Weltcupsieges im Slalom von Aigen konnte sie sich im folgenden Winter auf Rang zwei verbessern.

2016 gelang Preclíková der endgültige Durchbruch an die Weltspitze. Mit drei Siegen und fünf zweiten Plätzen in acht Rennen sicherte sie sich erstmals den Gewinn des Gesamtweltcups und folgte damit ihrer zwei Jahre zuvor zurückgetretenen Landsfrau Alena Housová nach. Außerdem gewann sie bei ihren Heimweltmeisterschaften in Deštné in ihrer Paradedisziplin Slalom ihre erste Goldmedaille. Ein Jahr später musste sie sich im Gesamtweltcup den beiden punktegleichen Österreicherinnen Claudia Hartl und Lisa Zaff beugen. Bei ihren fünften Weltmeisterschaften in Grächen holte sie erstmals Medaillen in allen vier Disziplinen, dreimal Silber und einmal Bronze. 2018 und 2019 entschied Preclíková erneut die Weltcup-Gesamtwertung für sich. Im Rahmen der Weltmeisterschaften von Lenggries gewann sie erstmals in ihrer Laufbahn drei von vier Goldmedaillen und musste sich einzig im Super-G mit Bronze begnügen. Aus einer COVID-bedingten Rennpause kehrte sie mit zwei weiteren Titelgewinnen auf dem Nassfeld zurück. 2023 gewann sie in Grächen zum zweiten Mal drei Titel, musste sich im Super-G aber überraschend Lisa Zaff geschlagen geben. Im Winter darauf gelangte sie mit vier Siegen zurück an die Weltcup-Spitze. Bei den Weltmeisterschaften 2025 in Lenggries war sie mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen erneut die erfolgreichste Athletin.

Die von den Lesern einer Regionalzeitung mehrfach zur beliebtesten Sportlerin des Okres Rychnov[2] gewählte Stanislava Preclíková absolvierte parallel zu ihrer Sportlaufbahn ein Fernstudium in Tourismusmanagement an der Universität Hradec Králové.[3] Sie arbeitet in leitender Funktion im Kundendienst eines Energieunternehmens.

Erfolge

Weltmeisterschaften

Weltcup-Platzierungen

Weitere Informationen Saison, Platz ...
SaisonPlatzPunkte
2008/0913.4
2009/1011.6
2010/1111.20
2011/1211.14
2012/135.66
2013/143.70
2014/152.134
2015/161.105
2016/173.146
2017/181.095 1
2018/191.129
2019/204.42
2020/21Saison abgesagt
2021/226.27
2022/232.63
2023/241.72
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1 
ex aequo mit Silvia Steininger

Weltcupsiege

  • 64 Podestplätze, davon 20 Siege:
Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land Disziplin
15. Februar 2015Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
22. Januar 2016KleinlobmingÖsterreichSlalom
5. März 2016NassfeldÖsterreichRiesenslalom
11. März 2016Aigen im MühlkreisÖsterreichRiesenslalom
18. Februar 2017Bad LeonfeldenÖsterreichSlalom
11. März 2017NassfeldÖsterreichSuper-Kombination
2. Februar 2018Val d‘ArlyFrankreichSlalom
3. Februar 2018Val d’ArlyFrankreichRiesenslalom
10. März 2018NassfeldÖsterreichSlalom
26. Januar 2019Val d’ArlyFrankreichRiesenslalom
2. Februar 2019KleinlobmingÖsterreichSlalom
2. Februar 2019KleinlobmingÖsterreichSlalom
9. Februar 2019BischofsmaisDeutschlandSlalom
1. März 2019Paseky nad JizerouTschechienRiesenslalom
12. Februar 2022WeißbriachÖsterreichSlalom
3. März 2023Pazeky nad JizerouTschechienSuper-G
27. Januar 2024Deštné v Orlických horáchTschechienRiesenslalom
15. März 2024NassfeldÖsterreichSuper-G
15. März 2024NassfeldÖsterreichRiesenslalom
16. März 2024NassfeldÖsterreichSlalom
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Juniorenweltmeisterschaften

  • Bischofsmais 2009: 4. Super-G, 4. Riesenslalom, 4. Slalom, 4. Kombination
  • Gaal 2010: 1. Riesenslalom, 1. Slalom, 1. Kombination, 2. Super-G
  • Lungötz 2011: 1. Riesenslalom, 1. Slalom, 1. Kombination, 2. Super-G
  • Hinterstoder 2012: 1. Super-G, 1. Riesenslalom, 1. Slalom, 1. Kombination

Weitere Erfolge

  • mehrere tschechische Staatsmeistertitel in verschiedenen Disziplinen

Einzelnachweise

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