Stankowo (Markusy)

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Stankowo (deutsch Stühmswalde) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Markusy im Powiat Elbląski.

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Stankowo
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Stankowo (Polen)
Stankowo (Polen)
Stankowo
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Markusy
Geographische Lage: 54° 1′ N, 19° 29′ O
Einwohner: 112 (2021[1])
Postleitzahl: 82-325
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: MarkusyBalewoWiśniewoNowe DolnoTopolno MałeMarwica/DW 527
Kwietniewo/DW 527Powodowo → Stankowo
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
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Geographische Lage

Stankowo liegt am Flüsschen Brzeźnica (deutsch Birkengraben) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 14 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte

Das Dorf Stümswalde (Schreibweise Stühmswalde erst nach 1820) war ein kleiner Ort mit einer Molkerei.[2] 265 Einwohner zählte es im Jahre 1905.[3]

Als 28. Mai 1874 der Amtsbezirk Groß Tippeln im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Stühmswalde von Anfang an dazu.[4] Stühmswalde gab am 30. September 1928 seine Eigenständigkeit auf, als es sich mit dem Gutsbezirk Hohendorf zur neuen Landgemeinde Hohendorf zusammenschloss. Kurze Zeit später wurde der Amtsbezirk Groß Tippeln in „Amtsbezirk Tippeln“ umbenannt.[4]

In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Stühmswalde erhielt die polnische Namensform „Stankowo“. Heute bildet das Dorf zusammen mit Topolno Małe ein Sołectwo (= „Schulzenamt“) innerhalb der Gmina Markusy im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Stankowo zählte im Jahre 2021 112 Einwohner.[1]

Religion

bis 1945 war Stühmswalde in die evangelische Kirche in Reichenbach in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Preußisch Holland.

Heute gehört Stankowo zur evangelischen St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, eine Filialkirche der Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen Kirche in Rychliki im Bistum Elbląg.

Verkehr

Stankowo liegt an einer Nebenstraße, die Markusy mit Marwica verbindet. Sowohl von Marwica aus als auch von Kwietniewo aus besteht Anschluss an die Woiwodschaftsstraße 527.

Eine Bahnanschluss besteht nicht. Von 1893 bis 1945 war Alt Dollstädt die nächste Bahnstation. Sie lag am Abschnitt Elbing–Miswalde der Bahnstrecke von Elbing über Miswalde, Liebemühl und Osterode nach Hohenstein, die ab 1945 nicht mehr befahren wurde und abgerissen worden ist.

Persönlichkeit

  • Hermann Schroeter (1853–1928),[6] übernahm 1879 den Hof seines Onkels und Schwiegervaters in Stühmswalde, gründete hier eine der ersten Dampfmolkereien der Region, führte 1888 als einer der Ersten in Ostpreußen die maschinelle Milchentrahmung ein und entschloss sich 1889 unter Beibehaltung von Stühmswalde zur Gründung einer Molkerei in Elbing, die bald expandierte. Weitergeführt von seinem Sohn Otto (1887–1980) entwickelte sich das Unternehmen 1930 zur größten Molkerei Ostdeutschlands

Einzelnachweise

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