Susan Sziborra-Seidlitz

deutsche Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Susan Sziborra-Seidlitz (* 27. September 1977 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist seit 2021 Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Von Juni 2016 bis November 2021 war sie und seit Mai 2025 ist sie erneut Co-Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt. Außerdem ist sie Spitzenkandidatin ihrer Partei zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026.[1]

Sziborra-Seidlitz, 2025

Leben und Beruf

Sziborra-Seidlitz wuchs in Ost-Berlin auf. Sie ist verheiratet mit einem Quedlinburger und hat drei Kinder – zwei Töchter und einen Sohn. Seit 2008 wohnt sie in Quedlinburg.[2] Sie ist dort als Krankenschwester am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben angestellt; ihre Tätigkeit ruht während der Dauer der Mitgliedschaft im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Politische Laufbahn

Erste politische Erfahrungen sammelte Susan Sziborra-Seidlitz ab 1994 in der Jugendorganisation der PDS, der Vorgängerin der Partei Die Linke.[3] Ab 1995 war Sziborra-Seidlitz für eine Legislaturperiode Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Köpenick. Sie wurde über eine offene Liste der PDS gewählt.[4] Nach diesen ersten Erfahrungen zog sie sich zunächst aus der aktiven Politik zurück.[3]

Im Jahr 2010 trat sie Bündnis 90/Die Grünen bei und im Folgejahr der Anti-Atomkraft-Bewegung Quedlinburg. 2015 wurde sie zur Vorsitzenden des Kreisverbandes Harz der Grünen gewählt.[5] Am 18. Juni 2016 wurde sie im dritten Wahlgang mit 57 % der Stimmen als Nachfolgerin von Cornelia Lüddemann zur Co-Vorsitzenden der Grünen in Sachsen-Anhalt gewählt. Gegenkandidatin war Melanie Ranft aus Halle. Zunächst bildete sie gemeinsam mit Christian Franke-Langmach, ab 2018 mit Britta-Heide Garben und ab 2019 mit Sebastian Striegel die Doppelspitze der Partei. Sie befürwortete die Regierungsbildung zusammen mit SPD und CDU, der ersten schwarz-rot-grünen Koalition auf Landesebene.[6] 2021 trat sie nicht erneut bei der Wahl zum Landesvorsitz an. Am 17. Mai 2025 wurde sie erneut zur Co-Landesvorsitzenden gewählt.[7]

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 kandidierte Sziborra-Seidlitz als Direktkandidatin im Landtagswahlkreis Quedlinburg und auf Platz 7 der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen. Das Direktmandat verpasste sie bei 5,5 % der Erststimmen und auch der Listenplatz reichte nicht für den Einzug in den 7. Landtag von Sachsen-Anhalt.[8]

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 kandidierte sie erneut im Landtagswahlkreis Quedlinburg und auf Platz 3 der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen. Sie verpasste das Direktmandat bei 6,6 % der Erststimmen, zog aber über die Landesliste in den Landtag ein.[9] In der 8. Wahlperiode ist sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und im Ausschuss für Bildung.

Am 22. November 2025 wurde Sziborra-Seidlitz durch den Landesparteitag in Lutherstadt Wittenberg auf Listenplatz 1 des Wahlvorschlages zur Landtagswahl im September 2026 gewählt. Sie erhielt dabei 83,5 Prozent der Delegiertenstimmen, wobei Enthaltungen nicht im Ergebnis berücksichtigt wurden.[10] Außerdem bewirbt sie sich als Direktkandidatin im Landtagswahlkreis Quedlinburg.[11]

Einzelnachweise

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