Syntagma (U-Bahn-Station)
U-Bahnhof in Griechenland
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Syntagma (griechisch Σύνταγμα) ist ein zentraler Knotenpunkt der Linien 2 und 3 der Athener U-Bahn. Der U-Bahnhof befindet sich in Athen und erhielt seinen Namen von dem benachbarten Syntagma-Platz. Die Station ermöglicht den Umstieg zwischen den beiden genannten Linien sowie zur Linie T6 der Athener Straßenbahn. Der Bahnhof wurde am 28. Januar 2000 eröffnet.[1]
| Syntagma | |
|---|---|
| U-Bahnhof in Athen | |
Die Metrostation Syntagma der Linie 3 | |
| Basisdaten | |
| Eröffnet | 28. Januar 2000 |
| Gleise (Bahnsteig) | 2 + 2 (Seitenbahnsteige) |
| Koordinaten | 37° 58′ 30″ N, 23° 44′ 9″ O |
| Nutzung | |
| Linie(n) | |
| Umstiegsmöglichkeiten | |
Sie ist die am stärksten frequentierte Station des Athener Verkehrssystems und erschließt unter anderem die Ermou-Straße, das Alte Königspalais und Parlament, verschiedene Regierungsbehörden, ausländische Botschaften sowie den Nationalgarten.
Die Station verfügt über zwei Seitenbahnsteige der Linie 2 auf der dritten Ebene in einer Tiefe von 17 Metern. Die beiden Seitenbahnsteige der Linie 3 befinden sich eine Ebene darunter auf der vierten Ebene, rechtwinklig zu denen der Linie 2 angeordnet und in einer Tiefe von 28 Metern. Die Bahnsteige der Linien 2 und 3 sind direkt durch separate Treppenanlagen miteinander verbunden, sodass ein Umstieg ohne den Umweg über die zentrale Fahrgast-Ebene möglich ist.
Geschichte
Bereits in den 1950er-Jahren wurde ein Projekt für eine U-Bahn-Linie zwischen dem Syntagma-Platz und dem Bahnhof Athen geplant, jedoch nach Probebohrungen Anfang der 1970er-Jahre wieder aufgegeben. Erst um 1990 wurde ein neues, kürzeres Projekt genehmigt, das schließlich den Beginn der Bauarbeiten ermöglichte. Der erste Abschnitt der Linie 2, der die neuen Stationen Sepolia und Syntagma verbindet, wurde am 28. Januar 2000 in Betrieb genommen, am selben Tag wie der 8,5 Kilometer lange Abschnitt der Linie 3 zwischen Ethniki Amyna und Syntagma.[2]
Bis zum 15. November 2000 war er der südliche Endbahnhof der Linie 2, und bis zum 22. April 2003 der westliche Endbahnhof der Linie 3.
Archäologische Funde und moderne Kunst
Während der Bauarbeiten des Bahnhofs wurden bedeutende archäologische Funde freigelegt, darunter auch Zeugnisse aus der byzantinischen und osmanischen Zeit sowie aus der Epoche des modernen griechischen Staates. Ausgewählte Fundstücke werden auf einer Fläche von rund 500 m² im ersten Untergeschoss präsentiert. Der Zugang ist kostenlos und erfordert kein Ticket.[3]
Zu den ausgestellten Funden gehören unter anderem ein Teil eines Mosaikbodens aus dem 4.–5. Jahrhundert n. Chr., Elemente des sogenannten „Peisistratischen Aquädukts“, verschiedene Leitungstypen, Tränengefäße und spitzbodige Amphoren aus dem 2.–1. Jahrhundert v. Chr., Lampen sowie verschiedene Typen von Gewichten. Außerdem werden Repliken von Grabstelen aus hellenistischer Zeit, einer marmornenen Loutrophoros aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., eines ionischen Kapitells, einer Grabstele mit Giebelfeldabschluss sowie verschiedener Keramikgefäße gezeigt.[4]
Ergänzt wird die Präsentation durch eine historische und geologische Schnittdarstellung, die nach Abschluss der Bauarbeiten unverändert erhalten blieb und in der noch Überreste früherer Gebäude und Anlagen sichtbar sind.
Der Bahnhof verfügt zudem über moderne künstlerische Elemente, darunter die sogenannte „Metro-Uhr“, ein Werk des Bildhauers Thodoros Papadimitriou. Ebenfalls ausgestellt ist das Werk „Atrium“ von Giorgos Zongolopoulos, eine Installation mit schwebenden Regenschirmen und Treppenelementen in einem Schacht über dem Bahnsteig der Linie 3 Richtung Dimotiko Theatro.
- Stratigraphie einer antiken Mauer
- Ausstellungsbereich im ersten Untergeschoss
- Skulpturen
- Amphoren aus der hellenistischen Periode


