Ternitz

Stadtgemeinde im Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Stadtgemeinde Ternitz ist mit 14.697 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) die bevölkerungsreichste und mit einer Gesamtfläche von 65,34 km² die flächenmäßig fünftgrößte Gemeinde im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Stadtgemeinde, Wappen ...
Stadtgemeinde
Ternitz
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Ternitz
Ternitz (Österreich)
Ternitz (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Neunkirchen
Kfz-Kennzeichen: NK
Fläche: 65,34 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 16° 1′ O
Höhe: 393 m ü. A.
Einwohner: 14.697 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 225 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2620, 2630, 2631, 2632, 2732, 2733, 2734
Vorwahl: 02630
Gemeindekennziffer: 3 18 39
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hans Czettel-Platz 1
2630 Ternitz
Website: www.ternitz.gv.at
Politik
Bürgermeister: Christian Samwald (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(37 Mitglieder)
25
6
3
2
1
25 6 3 2 1 
Insgesamt 37 Sitze
Lage von Ternitz im Bezirk Neunkirchen
Lage der Gemeinde Ternitz im Bezirk Neunkirchen (anklickbare Karte)AltendorfBreitenauBreitensteinBuchbachSemmeringThomasbergWarthWillendorf
Lage der Gemeinde Ternitz im Bezirk Neunkirchen (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Schnelle Fakten
Ternitz (Stadtteil)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Ternitz  (KG Dunkelstein, Mahrersdorf, Rohrbach am Steinfelde und St. Johann am Steinfelde)
Koordinaten 47° 42′ 23″ N, 16° 1′ 10″ Of1
Höhe 398 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 7395 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 2349 (2001f1)
Postleitzahlenf0 2620, 2630f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05318
Zählsprengel/ -bezirk Ternitz-Mitte
Ober Ternitz 1
Ober Ternitz 2
Mitter Ternitz
Dunkelstein
Schoeller-Bleckm-Blindend
Urbanhof-Spinnerei
St. Johann
Rohrbach-Mahrersdorf
(31839 000-004/010/011/020/021)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0
7395

BW

Geografie

Die Schwarza in Ternitz

Ternitz liegt im unteren Schwarzatal am Beginn des Steinfeldes (Trockene Ebene) im Industrieviertel (auch Viertel unter dem Wienerwald)[1] in Niederösterreich. Mit der Gösing-Hochberg-Gruppe, die zugleich auch mit 898 m der höchste Punkt der Gemeinde ist, bildet das Gemeindegebiet von Ternitz die nördliche Umgrenzung der Buckligen Welt am Alpenostrand. Hauptfluss ist die Schwarza, die das Gemeindegebiet in West-Ost-Richtung durchfließt. Im Streckenverlauf des Ortsteiles Pottschach ist der Fluss die Grenze zum Gemeindegebiet von Wimpassing im Schwarzatale. Entlang der Schwarza verläuft durch Ternitz (Dunkelstein, Blindendorf, Pottschach und Putzmannsdorf) die Schwarzatal-Radroute, welche Lanzenkirchen mit Reichenau an der Rax verbindet.

Flächenbilanz

Das gesamte Ternitzer Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 65,34 km² (6539 ha). Von dieser Gesamtfläche entfallen 56,6 % (3700 ha) auf Waldgebiete, 29,1 % oder 1902 ha auf landwirtschaftlich genutzte Flächen (Äcker, Wiesen und Hutweiden) und 1,7 % werden als Baufläche ausgewiesen. Der Grünflächenanteil beträgt insgesamt über 91 %.[2]

Gemeindegliederung

Weitere Informationen Katastralgemeinden, Ortschaften in der Gemeinde ...
Gliederung
Katastralgemeinden Ortschaften in der Gemeinde

Dunkelstein (5,04 km²)
Flatz (8,74 km²)
Holzweg (0,75 km²)
Mahrersdorf (2,16 km²)
Pottschach (6,15 km²)
Putzmannsdorf (1,34 km²)
Raglitz (7,05 km²)
Rohrbach am Steinfelde (3,43 km²)
Sieding (24,20 km²)
St. Johann am Steinfelde (6,50 km²)

Flatz (D)
Gadenweith (W)
Gutenmann (W)
Holzweg (R)
Pottschach (Stt)
Putzmannsdorf (Stt)
Raglitz (D)

Auerfeld (R)
Nußdorf (R)
Steinbruch (R)
Tiefental (R)

Reith (R)
Sieding (D)

Krößbach (R)

St. Lorenzen am Steinfelde (D)
Stixenstein (R)
 Ternitz (Stt)

Blindendorf (Stt)
Döppling (D)
Dunkelstein (Stt)
Hintenburg (D)
Mahrersdorf (D)
Neu-Mahrersdorf (R)
Rohrbach am Steinfelde (Stt)
Spinnerei Rohrbach (Hgr)
St. Johann am Steinfelde (Stt)
Urbanhof (Hgr)

Thann (D)

 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap
Legende zur Gliederungstabelle
In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Klammer ist die jeweilige Fläche in km² angegeben.
In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene derselben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt.

Die wichtigsten der verwendeten Abkürzungen sind:

  • M = Hauptort der Gemeinde
  • Stt = Stadtteil
  • R = Rotte
  • W = Weiler
  • D = Dorf
  • ZH = Zerstreute Häuser
  • Sdlg = Siedlung
  • Hgr = Häusergruppe
  • E = Einzelgehöft (nur wenn sie eine eigene Ortschaftskennziffer haben)

Die komplette Liste der Statistik Austria ist in: Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT

Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können. So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Gemeinden.

Quelle: Statistik Austria

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Nachbargemeinden

Geschichte

Der Name „Ternitz“ wird 1352 das erste Mal als Flurname urkundlich erwähnt (für den Tehannts, Urbar von St. Lorenzen)[3]. Das Zentrum des heutigen Ternitz dürfte schon im Mittelalter dicht besiedelt gewesen sein, auch die Dammreste des Thomb zeugen von dieser Zeit. Es verödete im Laufe der Jahrhunderte, bis es im 19. Jahrhundert Belebung durch die Verlängerung der Südbahn 1842 (Bahnhof Ternitz 1847) und durch die Errichtung eines Hammerwerkes 1846 durch Franz Müller erfuhr. 1862 kaufte Alexander von Schoeller die Fabrik vom damaligen Besitzer Reichenbach und gründete vier Jahre später die Ternitzer Eisen- und Stahlwerke (→ Schoeller-Bleckmann Stahlwerke). Durch die Ansiedelung der Stahlindustrie entstanden Arbeitersiedlungen und die Bevölkerung wuchs stetig, bald arbeiteten über 1000 Menschen im Werk.

Das Ternitzer Siedlungsgebiet lag auf den Gebieten der Gemeinden St. Johann am Steinfeld, Dunkelstein und Rohrbach am Steinfeld. 1923 erfolgte die Zusammenlegung dieser drei Orte zur Gemeinde Ternitz. 1948 wurde Ternitz zur Stadt erhoben. 1969 vereinigten sich die Gemeinden Flatz und Sieding mit Ternitz und 1974 erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinden Pottschach und Raglitz mit der Stadtgemeinde Ternitz.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Ternitz: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
4.509
1880
 
6.179
1890
 
7.286
1900
 
9.263
1910
 
11.285
1923
 
12.489
1934
 
12.775
1939
 
12.874
1951
 
14.523
1961
 
15.569
1971
 
16.515
1981
 
16.104
1991
 
15.438
2001
 
15.231
2011
 
14.797
2021
 
14.725
2025
 
14.697
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Die Bevölkerung der Stadt verteilt sich nahezu gleichmäßig auf Frauen und Männer. Während bei der Volkszählung im Jahr 2001 7918 weibliche Einwohner (52 %) gezählt wurden, kam der männliche Teil der Bevölkerung auf 7314 (48 %). In derselben Volkszählung wurde erhoben, dass 92,3 % der Einwohner die Österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.

Die Ortschaft Flatz mit der Flatzer Wand im Hintergrund
Weitere Informationen Einwohner nach Ortschaften, Ortschaft ...
Einwohner nach Ortschaften
OrtschaftEinwohner
Flatz282
Gadenweith14
Gutenmann6
Holzweg26
Pottschach4858
Putzmannsdorf977
Raglitz586
Reith38
St. Lorenzen am Steinfelde62
Sieding373
Stixenstein18
Ternitz7395
Thann62
Quelle: STATISTIK AUSTRIA,
Wohnbevölkerung nach Ortschaft Stand 1. Jänner 2025[4]
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Religion

Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 62,6 % der Ternitzer (Niederösterreich 79,3 %), weitere 4,6 % waren evangelischen Glaubensbekenntnisses (NÖ 3,3 %) und 0,6 % gehörten einer christlich-orthodoxen Kirche an. Die zweitgrößte Glaubensgruppe stellte jene des Islam dar. Im Jahr 2001 waren 9,4 % der Einwohner von Ternitz Muslime (Niederösterreich 3,2 %), nur fünf Bürger waren jüdischen Glaubens. Ohne Bekenntnis waren 20,5 % der Bevölkerung (NÖ 10,8 %).[5]

Politik

Stadtzentrum mit Gemeindeverwaltung
Ternitz im Schwarzatal, um 1873 (Aufnahmeblatt der 3. Landesaufnahme)

Der Gemeinderat hat 37 Mitglieder.

Bürgermeister
Weitere Informationen Amtszeit, Name ...
Liste der Bürgermeister von Ternitz
AmtszeitNameBild
1923–1932Josef Wochesländer
1932–1934Johann Wegscheider
1934–1934Lorenz Reiterer (Gemeindewalter)
1934–1938Josef Spieß
1938–1938Josef Scherz (kommissionell)
1938–1944Anton Raaber
1944–1945Andreas Schwarzer
1945–1945Johann Brenner
1945–1945Franz Paar
1945–1956Franz Dinhobl
1956–1965Johann Wegscheider
1965–1973Karl Holoubek
1973–1974Robert Binder
1974–1993Franz Samwald (SPÖ)
1993–2004Werner Feurer (SPÖ)
2004–2024Rupert Dworak (SPÖ)
seit 2024Christian Samwald (SPÖ)[13]
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Ende März 2024 gab Rupert Dworak seinen Rückzug als Bürgermeister mit 11. Mai 2024 bekannt. Als dessen Nachfolger wurde Christian Samwald designiert[14] und am 21. Mai 2024 einstimmig zum Bürgermeister gewählt.[13]

Stadtrat

Der Ternitzer Stadtrat setzt sich aus 10 Stadträten (ohne Bürgermeister und Vizebürgermeister) zusammen. Diese sind, abgesehen vom Bürgermeister, nebenberufliche Politiker. Nach den Gemeinderatswahlen 2010 gewann die FPÖ ihr Anrecht auf einen Vertreter im Stadtrat zurück und die SPÖ verlor einen ihrer Stadtratsposten. Derzeit sind im Stadtrat acht Mitglieder der SPÖ und je ein Mitglied der ÖVP und der FPÖ. Grüne und NEOS sind nicht im Stadtrat vertreten. Die Sozialdemokraten stellen dabei sowohl den Bürgermeister als auch den Vizebürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burg Stixenstein
Stadtpfarrkirche Ternitz
Pfarrkirche St. Johann am Steinfelde
Pfarrkirche St. Lorenzen am Steinfeld
  • Burg Stixenstein: Die teilweise öffentlich zugängliche Burg ist im Besitz der Stadt Wien und an den „Verein der Freunde des Schlosses Stixenstein“ verpachtet. Das Gebäude wird für Theateraufführungen, Konzerte und Ausstellungen genutzt und kann auch für private Feste gemietet werden. Der ehemalige große Speicherbau in der Vorburg wird von der Forstverwaltung der Stadt Wien zu Wirtschaftszwecken genutzt.
  • Ruine Dunkelstein: ist eine Burg des 11. Jahrhunderts auf dem Petersberg die in den 1990er Jahren von Archäologen der Universität Wien ausgegraben und wissenschaftlich untersucht wurde. Das Grabungsgelände wurde nach Abschluss der Untersuchungen in einen archäologischen Park umgestaltet. Infotafeln klären die Besucher umfassend über die Ergebnisse der Ausgrabungen auf.
  • Stadtpfarrkirche Ternitz: Diese denkmalgeschützte Herz-Jesu-Kirche am Theodor-Körner-Platz wurde 1959 nach Plänen des Architekten Josef Vytiska errichtet. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Stadthalle, einer Mehrzweckhalle in Stahlbetonkonstruktion mit Holzbinder und Aluminiumdach (Planung von Roland Rainer).
  • Pfarrkirche St. Johann am Steinfeld: In St. Johann am Steinfelde auf einem Hang am nördlichen Ortsrand von einem Friedhof umgeben. Das spätromanische Langhaus wurde Anfang des 16. Jahrhunderts spätgotisch eingewölbt. Den frühgotischen Rechteckchor aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts baute man im 15. Jahrhundert zu einem Turm aus. Der hölzerne Dachreiter mit Zwiebelhelm stammt aus dem 18. Jahrhundert. An der Südwand des Turmes befindet sich eine monumentale Wandmalerei. Im Inneren sind bemerkenswerte gotische Wandmalereien aus unterschiedlichen Phasen freigelegt. Die Einrichtung ist vorwiegend im barocken Stil.[15]
  • Pfarrkirche hl. Dionysius mit Wehrkirchhof in Pottschach
  • Pfarrkirche St. Lorenzen am Steinfeld
  • Expositurkirche Dunkelstein-Blindendorf
  • Lukaskirche (Ternitz)
  • Filialkirche Sieding Mariahilf
  • Stahlstadtmuseum: Am Standort des ersten Postamtes von Ternitz wurde am 28. September 2001 das Stahlstadtmuseum Ternitz eröffnet. Zum Ziel, Geschichte lebendig zu erhalten, tragen sowohl die ehrenamtlichen Mitglieder des Museums als auch zahlreiche private Sammler bei. Verschiedene Sonderausstellungen zeigen das historische Ternitz und seine Ortsteile.
  • Der Naturpark Sierningtal-Flatzer Wand liegt mit etwa der Hälfte seiner Fläche in den Europaschutzgebieten Nordöstliche Randalpen. Mit Verordnung der Landesregierung NÖ über die Landschaftsschutzgebiete vom 31. Januar 2006[16] wird der Naturpark Sierningtal-Flatzer Wand als Schutzzone ausgewiesen.
Das Robert Hammerstiel Museum in der Franz-Dinhobl-Straße
  • Am 2. Juni 2023 wurde in Ternitz im Pförtnerhäuschen vor dem Herrenhaus das Robert-Hammerstiel-Museum mit ausgewählten Werken von Robert Hammerstiel sowie nachgebautem Atelier eröffnet.[17][18]
  • Unter dem Titel Eiserne Seele wurden 2024 fünf Stahlkonstruktionen des Künstlers Aaron Beck auf einem Kunst-Parcours vom Herrenhaus bis zum Hochhaus errichtet.[19]
  • Die I. Wiener Hochquellenleitung fließt durch Ternitz, im Stadtteil St. Johann am Steinfelde mündet außerdem der Zubringerzweig aus Stixenstein ein. Sichtbares Zeichen sind neben dem Aquädukt 10a und mehreren kleineren Aquädukten die Einstiegstürme. Auf dem Stadtgebiet liegen die Einstiegstürme 10 bis 14 der Hauptleitung und 4 Einstiegstürme des Zubringerzweiges.

Sport und Freizeit

  • Mehrzwecksporthalle und Kunsteisbahn Ternitz (Straße des 12. Februar)[20]
  • Stadion und Tennisanlage (Dunkelsteiner Straße)
Der Benutzer M2k~dewiki (Diskussion) wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom Ort mit diesen Koordinaten.

Motiv: Erlebnisparkbad „blub“, Sprungturm von Architekt Roland Rainer

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der seit 2020 gesperrte 10-Meter-Sprungturm des Freibades „blub“ und das Beckenensemble mit Startblöcken aus Niro gehen auf den Wiener Architekten Roland Rainer zurück, der auch Architekt der denkmalgeschützten Ternitzer Stadthalle war. Im November 2025 sollte ursprünglich in einer Sondersitzung im Gemeinderat der Abriss des Sprungturmes und des Beckens beschlossen werden. Nach Protesten unter anderem seitens der Vereinigung „Bauten in Not“ wurde stattdessen nur über den Abbruch des Beckens abgestimmt. Aufgrund einer EU-Verordnung hätte das Becken generalsaniert werden müssen, die Kosten hätten sich auf mehr als drei Millionen Euro belaufen. Das Becken soll wie ursprünglich geplant einem Freizeitzentrum weichen. Der Turm soll in eine neu entstehende Freizeitanlage integriert werden. Vom Bundesdenkmalamt wurde ein Antrag auf Denkmalschutz abgelehnt, der Erhalt des Turms als Architekturdenkmal wurde begrüßt.[21] In der Woche ab 24. November 2025 erfolgte der Abriss des Beckens, der Turm soll bestehen bleiben.[22]

Filme

Regelmäßige Veranstaltungen

Mailüfterl-Blasen

In Ternitz wird der Brauch des Maiblasens begangen. In der Nacht auf den 1. Mai wird von einer Bläsergruppe das Lied „Mailüfterl“ dargebracht.[27]

Peterskirtag

Jedes Jahr zu Peter und Paul am 29. Juni und dem darauf folgenden Sonntag wird in Dunkelstein am Petersberg nahe der Peterskirche ein Kirtag abgehalten. Der Peterskirtag hat eine jahrhundertelange Tradition. Bereits 1632 sollen die Dunkelsteiner Kirchweihfeste zu Ehren des Heiligen Peter gegeben haben. Nachweislich wurde 1751 ein Viehmarkt rund um die Peterskirche abgehalten, wobei bereits Standgeld eingehoben wurde. 1854 wurde die Szenerie des Kirtages von Anton Schirnhofer, einem Schüler des österreichischen Malers Ferdinand Georg Waldmüller, in einer Bleistiftskizze festgehalten.

Wirtschaft

Bahnsteige Bahnhof Ternitz

Im Jahr 2001 gab es 484 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 168 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Es gab 6383 Erwerbstätige am Wohnort bei der Volkszählung 2001. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,19 %.

Zu den größten Arbeitgebern in Ternitz zählen die Nachfolgeunternehmen der Schoeller-Bleckmann Stahlwerke wie die börsennotierte Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) mit 435 Mitarbeitern am Standort Ternitz (Stand: 31. Dezember 2013) sowie die Schoeller-Bleckmann Edelstahlrohr GmbH (SBER) mit 584 Mitarbeitern.[28] 1986 wurde Amada Austria GmbH zur Produktion von Sägebändern und Abkantwerkzeugen in Ternitz gegründet.[29]

Am 21. April 2006 wurde die Stadtmarketing-Ternitz GmbH zur Belebung der Ternitzer Wirtschaft gegründet.[30] Gesellschafter sind die Stadt Ternitz mit 60 Prozent Anteil, sowie die Sparkasse Neunkirchen, Raiffeisenbank Neunkirchen Schwarzatal-Mitte, Schoeller Bleckmann Nitec und Schoeller Bleckmann Edelstahlrohr GmbH mit je zehn Prozent Anteil.[31] Geschäftsführerin war ab 1. April 2014 Irene Reiterer, welche diese Funktion von Marion Handler übernahm.[32] 2018 wurde Gernot Zottl Geschäftsführer.[33] Mit April 2023 übernahm Kristin Stocker die Funktion als Geschäftsführerin der Stadtmarketing-Ternitz GmbH.[34]

Verkehr

Ternitz ist gut an wichtige Verkehrsrouten angeschlossen. Ternitz liegt an der Wiener Neustädter Straße B 17 und an der Puchberger Straße B 26. Auch von der Semmering Schnellstraße S 6 Abfahrt Neunkirchen ist die Gemeinde schnell erreichbar.

Ternitz liegt an der Südbahn und ist durch den Bahnhof Ternitz und die Haltestelle Pottschach an den Verkehr von Regionalzügen in Richtung Payerbach-Reichenau bzw. Richtung Wien Floridsdorf, Retz, Znojmo, Bernhardsthal und Břeclav angebunden.

Bildung

Herrenhaus Bildungszentrum
  • Kindergärten
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Stadtzentrum
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Grundackergasse
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Raglitz
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Dunkelstein
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Pottschach
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Kirchengasse
    • NÖ Landeskindergarten Ternitz-Sonnwendgasse
  • Volksschulen
    • Volksschule Ternitz I (Stapfgasse)
    • Volksschule Ternitz II (Dunkelstein)
    • Volksschule St. Lorenzen
    • Dr. Adolf Schärf Volksschule Pottschach
    • Volksschule Kreuzäckergasse
  • Neue Mittelschulen
    • Neue Mittelschule Ternitz
    • Neue Mittelschule Pottschach
  • Allgemein Bildende Höhere Schulen
  • Sonderschulen
    • Allgemeine Sonderschule / Sonderpädagogisches Zentrum Ternitz
  • Polytechnische Schulen
    • Polytechnische Schule Ternitz
  • Musikschulen
    • Regionalmusikschule Ternitz mit Außenstellen in den Volksschulen Stapfgasse, Pottschach, St. Lorenzen, Grafenbach, im Amtshaus Sieding und in der ehemaligen VS Penk
  • Volkshochschulen
    • Volkshochschule Bildungszentrum Ternitz

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne

  • Johann Georg Hauer (1853–1905), Doktor der Philosophie und Mundart-Heimatdichter
  • Karl Vikas (1875–1934), Landschaftsmaler
  • Ernst Winkler (1886–1974), bekannt als Goldfüllfederkönig, Hochstapler
  • Marie Hautmann (1888–1967), österreichische Politikerin (SPÖ)
  • Alois Scheibenreif (1906–1975), österreichischer Politiker (ÖVP)
  • Sepp Steurer (1931–2023), österreichischer Maler, Grafiker, Keramiker und Kunsterzieher
  • Karl Spiehs (1931–2022), österreichischer Filmproduzent (Filmkomödien, Unterhaltungsfilme, Fernsehserien); 2001 erhielt er den Goldenen Ehrenring der Stadtgemeinde, 2011 wurde der Park vor dem Stadtkino in Prof. Karl Spiehs-Park bekannt, wo 2022 eine Büste enthüllt wurde.[35][36]
  • Ferry Graf (1931–2017), finnischer Sänger und Vertreter Österreichs beim Grand Prix 1959
  • Josef Spiess (1933–2012), österreichischer Politiker (ÖVP)
  • Kurt Ingerl (1935–1999), österreichischer Bildhauer („Die geschnürte Frau“)
  • Rudolf Taschner (* 1953), österreichischer Mathematiker
  • Franz Pinkl (* 1956), österreichischer Bankmanager
  • Robert Nedoma (* 1961), österreichischer skandinavistischer und germanistischer Mediävist
  • Andreas Exner (* 1973), österreichischer Ökologe, Publizist und Gewerkschafter

Personen mit Beziehung zur Stadt

  • Wolfgang Schmeltzl (1500/05–1564), Komponist und Dichter, von 1554 bis 1564 Pfarrer im heutigen Stadtteil Sankt Lorenzen am Steinfeld
  • Paul Kupelwieser (1843–1919), Generaldirektor der Eisen- und Stahlwerke
  • Hans Czettel (1923–1980), Abgeordneter zum Nationalrat von 1953 bis 1969, Bundesminister des Innern von 1964 bis 1966 und stellvertretender Landeshauptmann von 1969 bis 1980
  • Karl Waldbrunner (1906–1980), Leitender Ingenieur bei Schoeller-Bleckmann 1938–1945, Bundesminister für Verkehr und verstaatlichte Betriebe 1949 bis 1962
  • Helga Philipp (1939–2002), österreichische Künstlerin, Gründerin des Kulturvereins Ternitz
  • Hannelore Reiterer (* 1941), österreichische Politikerin (SPÖ)
  • Helmut A. Gansterer (* 1946), österreichischer Journalist, Herausgeber und Autor
  • Josef Trenk (1946–2016), österreichischer Politiker (FPÖ)
  • Peter Marizzi (* 1947), österreichischer Politiker (SPÖ)
  • Herbert Hirschler (* 1965), Autor von Liedtexten
  • Michaela Polleres (* 1997), Judoka; im Oktober 2024 wurde die Michaela-Polleres-Arena im Bereich des Hans-Czettel-Platzes nach ihr benannt.[37][38]
  • Anna Rosa Döller (* 2002), Musicaldarstellerin

Ehrenbürger

Literatur

  • Ernő Deák: Ternitz. In: Othmar Pickl, Alfred Hoffmann (Hrsg.): Österreichisches Städtebuch. Teil 4: Friederike Goldmann (Red.): Die Städte Niederösterreichs. Band 3: R – Z. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1982, ISBN 3-7001-0459-6, S. 133–145.
  • Gabriele Haiden: Ternitz im Aufbruch – 100 Jahre Gemeinde, 75 Jahre Stadt, 2022[41][42]
  • René Harather: Die Geschichte der Region und Stadt Ternitz von den Anfängen bis zur Gegenwart. Unter besonderer Berücksichtigung sozialgeschichtlicher Aspekte. Stadtgemeinde Ternitz, Ternitz 1998.[43]
  • René Harather: Unser Ternitz. Zum 650. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung. Fotografien von Christian Handl. Heimat-Verlag, Schwarzach u. a. 2002.[44]
  • Elisabeth Schober: Schulen der Stadt Ternitz. Versuch einer narrativen Studie aus dem Bereich der Schulgeschichte. Diplomarbeit. Universität Wien 1991.[45]
  • Dieter Steindl: Regesten der hochmittelalterlichen Nennungen auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Ternitz und ihrer Katastralgemeinden. Diplomarbeit. Universität Wien 1997.[46]
Commons: Ternitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Ternitz – Reiseführer

Einzelnachweise

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