Trimethadion-Embryopathie
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Trimethadion-Embryopathie ist ein seltenes Fehlbildungssyndrom des Neugeborenen aufgrund der Einnahme bestimmter Antiepileptika während der Schwangerschaft der Mutter, nämlich der Derivate des Oxazolidins (Oxazolidin-2,4-dione) wie Paramethadion und Trimethadion.[1][2]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q86.8 | Sonstige angeborene Fehlbildungssyndrome durch bekannte äußere Ursachen |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Synonyme sind: Trimethadion-Exposition, vorgeburtliche; Trimethadion-Syndrom, fetales; englisch Fetal trimethadione syndrome (auch paramethadione syndrome, German syndrome, tridione syndrome)
Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1970 durch die US-amerikanischen Ärzte James German, Areta Kowal und Kathryn H. Ehlers.[3]
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:[1][2]
- Geistige Behinderung, Entwicklungsretardierung
- Intrauterine Wachstumsretardierung, nach der Geburt Minderwuchs
- Gesichtsdysmorphie mit Brachyzephalie, Hypoplasie des Oberkiefers, aufgeworfene Nase mit breitem Nasenrücken, Strabismus, Ptosis, Epikanthus, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Mikrogenie, dysplastische Ohrmuscheln
- Herzfehler
- Hypospadie, Klitorishypertrophie
Literatur
- G. L. Feldman, D. D. Weaver, E. W. Lovrien: The fetal trimethadione syndrome: report of an additional family and further delineation of this syndrome. In: American journal of diseases of children. Band 131, Nummer 12, Dezember 1977, S. 1389–1392, PMID 412416.