Trümmerfrau
deutsche und österreichische Frauen, die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs beseitigten
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Als Trümmerfrauen werden Frauen bezeichnet, die nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen deutschen und österreichischen Städten bei der Enttrümmerung mithalfen. Sie waren neben professionellen Trümmerbeseitigern und zwangsverpflichteten ehemaligen Nationalsozialisten eine Gruppe der Akteure in den Trümmerräumaktionen der Nachkriegszeit.[1] Einige Historiker sprechen von einer gezielten Glorifizierung der Trümmerfrauen, die mit der Realität nichts zu tun habe.[2] So seien viele Fotos (zum Teil professionell) inszeniert worden.[3][4] Der Begriff wurde spätestens seit Ende der 1940er Jahre verwendet.[5]
In Deutschland
Grundsätzliches

Im Gegensatz zu dem, was mit dem Begriff Trümmerfrau meist verbreitet wird, waren es sowohl Frauen als auch Männer, die die Trümmerarbeit verrichteten. Anfangs taten sie es meist nicht freiwillig.[6][7] Die Hervorhebung der Frauenarbeit ist dennoch berechtigt, weil viele Männer im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft geraten waren und daher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen. Laut Bevölkerungsstatistik von 1945 gab es rund sieben Millionen mehr Frauen als Männer in Deutschland.
1945 und 1946
Meist waren Trümmerfrauen zwischen 15 und 50 Jahre alt, weil die alliierten Besatzungsmächte Befehle herausgegeben hatten, wonach alle Frauen dieser Altersgruppe sich zu dieser Arbeit zu melden hatten. Das Kontrollratsgesetz Nr. 32 vom 10. Juli 1946 hob frühere Arbeitsschutzbestimmungen der Frauen dafür teilweise auf.
Im Krieg waren etwa vier Millionen Wohnungen in Deutschland durch alliierte Luftangriffe zerstört worden.
Darüber hinaus lagen zahlreiche Fabriken in Trümmern. Schätzungen zufolge gab es in Deutschland nach Kriegsende mehr als 400 Millionen Kubikmeter Schutt. Nicht nutzbar waren 40 Prozent der Verkehrsanlagen sowie die Hälfte aller Schulgebäude.
Unternehmen, welche die Aufträge zur Trümmerbeseitigung in den deutschen Städten erhielten, führten die Trümmerfrauen im Arbeitsbuch als Bauhilfsarbeiterin, Trümmerarbeiterin oder Arbeiterin für Enträumungsarbeiten. Die hauptsächliche Arbeit bestand im Abriss stehen gebliebener Gebäudeteile mit Handwinden oder Spitzhacken, selten kam schwerere Technik zum Einsatz. Nach dem Abriss mussten Wandteile so weit zerkleinert werden, dass die Ziegelsteine ohne Beschädigung abgetrennt werden konnten, um für Reparaturen oder Neubauten wiederverwendet werden zu können. Demnach war die Trümmerarbeit oftmals eine "[...]Trümmerbeseitigung durch Trümmerverwertung"[8]. Die Ziegelsteine wurden in einer Personenkette von Hand zu Hand aus den Ruinen an den Straßenrand weitergereicht. Dort wurden sie auf Holzböcken oder anderen festen Unterlagen abgelegt und mit einem Maurer- oder Putzhammer von den Mörtelresten befreit. Danach wurden die gesäuberten Steine aufgeschichtet. Die Vorgaben waren: 16 Stück in einer Fläche (4 × 4), jeweils 12 Schichten übereinander und abschließend ein Mittelhäufchen von 8 Stück, sodass Stapel von 200 Steinen entstanden, deren Standsicherheit gewährleistet war, und die Abrechnung der Leistung sich übersichtlich gestaltete. Zum Wiedereinsatz kamen zusätzlich halbe Ziegel, Balken, Stahlträger, Herde, Waschbecken, Toilettenbecken, Rohre und anderes. Schutt wurde zum Abtransport auf Schubkarren, Pferdewagen, Feldeisenbahnen (die Trümmerbahnen), Lastwagen oder Arbeitsstraßenbahnen geladen. Die nicht mehr verwendbaren Ziegelsteinbruchstücke wurden auf großen Trümmerbergen gelagert oder in Ziegelmühlen (die auch Trümmeraufbereitungsanlagen, Brecheranlagen, Trümmerverwertungsanlagen genannt wurden) zerkleinert, häufig in der Nähe der Ruinengrundstücke. Das entstandene Mehl oder Granulat kam beim Zuschütten von Bombenkratern, im Straßenbau, beim Ausbau von Wasserstraßen oder bei der Herstellung neuer Mauersteine zum Einsatz.
Trümmerbeseitigung

Die Größe der Aufgabe veranschaulichen folgende zeitgenössische Einschätzungen: Für Berlin veranschlagte man 1946 eine Dauer von sechs bis acht Jahren für die Trümmerbeseitigung.[9] 1947 gab es sogar eine Schätzung von 20–25 Jahren „[s]elbst bei Einführung modernster mechanisierter“ Verfahren.[10] Bis Ende 1947 waren in Nordrhein-Westfalen erst 10 % des bei Kriegsende vorhandenen Schutts von 90 Millionen m³ beseitigt. Hingegen waren in München bereits 43 % geräumt.[11]
In der DDR wurde 1951 das Nationale Aufbauwerk gegründet, das die Arbeit der Trümmerfrauen koordinierte.
In der Bundesrepublik wurden die Enttrümmerungsarbeiten als Notstandsarbeiten weitergeführt. Mit der Zeit wurden die Trümmerräumungen innerhalb der Städte sowohl durch die Vertreter der Stadtverwaltungen als auch durch Bauunternehmen professionalisiert. Hierbei standen die Räumung der Hauptverkehrswege und die Instandhaltung der teilweise zerstörten Straßen und Wohnräume im Vordergrund. Die Eingliederung professioneller Akteure bei der Trümmerräumung schritt mit der fortschreitenden Stabilisierung politischer und wirtschaftlicher Verhältnisse voran.[12]
In mehreren deutschen Städten wie Berlin, Dresden, Hamburg, Leipzig, Magdeburg oder Nürnberg entstanden für die Trümmerbeseitigung eigene Eisenbahnlinien. Diese „Trümmerbahnen“ transportierten Hunderte Millionen Kubikmeter Kriegsschutt aus den Zentren an die Stadtränder, damit sie dort vergraben oder aufgeschüttet werden konnten. Trümmerfrauen hatten häufig die Aufgabe, diese Bahnen zu beladen.[13]
Trümmerfrauen-Thematik ab 1945
Glorifizierung
Der Tenor in neueren Analysen ist, die Trümmerfrauen seien im Diskurs der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts insbesondere in der alten Bundesrepublik (Westdeutschland) hervorgehoben worden, um von der negativ konnotierten nationalsozialistischen Vergangenheit abzulenken. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin, Anna-Sophia Pappai, schreibt hierzu: „Die Vergangenheitsbewältigung der frühen BRD zielte auf eine Schuldabwehr bzw. die Projizierung der Schuld auf wenige Hauptverantwortliche. Die Verdrängung der eigenen Schuld wurde hier durch die Konzentration auf die ‚heldenhafte‘ Leistung der (‚schuldlosen‘) ‚Trümmerfrauen‘ erleichtert.“[14]
Andere Forschungsarbeiten des 21. Jahrhunderts sehen die Hervorhebung der Arbeitsleistungen der Trümmerfrauen in Propaganda, die von der DDR ausging.[15]
Daneben ergaben Untersuchungen, dass der mengenmäßige Anteil der Trümmerfrauen an der Beseitigung der Kriegstrümmer geringer war als ihn die spätere Glorifizierung darstellen wollte, auch seien viele der bekannten und bis heute immer wieder in den Medien gezeigten Filmaufnahmen und Fotografien bereits in der damaligen Zeit bewusst gestellt worden. Zwar dürfe man den Anteil der Trümmerfrauen an der geleisteten Arbeit nicht unterschätzen, er werde aber bis heute häufig übertrieben dargestellt.[16]
Anerkennung der Leistungen oder Probleme

Die Leistungen der Trümmerfrauen insbesondere im Osten Deutschlands wurden in Feierstunden, mit der Errichtung von Denkmälern, der Organisation von Ausstellungen und der Überreichung von Auszeichnungen gewürdigt. In der DDR wurden Trümmerfrauen, die ehrenamtlich gearbeitet hatten und mehrere hundert „Aufbauschichten“ nachweisen konnten, mit dem Titel Aktivist der ersten Stunde ausgezeichnet.
In einer Rede forderte Louise Schroeder vor dem Bundestag am 30. September 1949, in der sie massive Hilfe für Berlin anmahnte, eine „umfassende Anerkennung dieser Leistungen“:
„Unsere Frauen sind es gewesen, die mit ihren bloßen Händen die Straßen von der Lebensgefahr befreit und die Trümmer aufgeräumt haben. […] Und als Frau muß ich sagen, hier haben wir geradezu eine Ehrenpflicht, eine Ehrenpflicht gegenüber den Frauen, die noch im weißen Haar zum Zwecke der Enttrümmerung auf der Straße gestanden haben, und die nun plötzlich arbeitslos werden, weil wir sie nicht mehr bezahlen können.“[17]
Am 2. Mai 1952 verlieh Theodor Heuss, Bundespräsident der Bundesrepublik, 32 Trümmerfrauen und 17 Enttrümmerungsarbeitern das Bundesverdienstkreuz am Bande.[18]
Im Jahr 1965 veröffentlichten Ost-Berliner Organisationen und Zeitungsredaktionen wie die Nationale Front, der DFD, die FDJ einen Aufruf, dass sich Trümmerfrauen melden mögen. Rund 1000 Personen folgten diesem Ansinnen und konnten ihre Fotos, Erlebnisse und Gegenstände der Öffentlichkeit präsentieren. Die Projektmacher organisierten schließlich für diese Aktivistinnen in der Kongresshalle am Alexanderplatz eine staatliche Feier, auf der der Oberbürgermeister Friedrich Ebert die Festrede hielt. Die Feier stand unter dem Motto Ein Ehrenplatz im Herzen Berlins. Rund 100 Betriebe hatten Sach- und Geldspenden bereitgestellt, die während der Veranstaltung in einer Tombola den Ehrengästen zugelost wurden.[19]
1986 beging die ehemalige Trümmerfrau Ruth-Silvia Niendorf in Berlin (West) Suizid, weil sie mit ihrer niedrigen Rente von 700 Mark eine Mieterhöhung um 76 Mark nicht mehr zahlen konnte.[20][18] Der von 1989 bis 2008 bestehende Seniorenschutzbund Graue Panther rief daraufhin den 9. Juli als Gedenktag für die Trümmerfrauen ins Leben. Seit 1987 treffen sich noch lebende Trümmerarbeiter mit ihren Angehörigen am Hermannplatz in Berlin und ziehen von dort zum Trümmerfrauendenkmal in der Hasenheide, wo ein Blumengesteck abgelegt wird.[21]
Trümmerfrauen in den deutschen Städten
Aus Dankbarkeit gegenüber den Trümmerfrauen und zum Gedenken an sie wurden in mehreren Städten Denkmäler errichtet.
Aachen

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren rund 65 Prozent des Aachener Wohnraums zerstört.
In einer Wochenzeitung wurden am 4. Oktober 2006 Erinnerungen der Trümmerfrau Elisabeth Stock (83) veröffentlicht, von denen hier die folgenden Auszüge wiedergegeben werden:
„[…] schaufelten sich überwiegend die Frauen durch die Trümmerberge von Aachens völlig zerstörtem Zentrum; für eine Suppe von den Amerikanern wurde den ganzen Tag Steine geklopft und geschleppt, selbst die Spitzhacke gehörte zu unserem Rüstzeug, […] wohl auch deshalb hat man den Aachener Trümmerfrauen an der Rückseite des Rathauses eine Gedenktafel gesetzt […].“[22]
Berlin

Mit folgenden Maßnahmen, vor allem der schrittweisen Errichtung von Trümmerfrau-Denkmale, wurde der Einsatz von Trümmerfrauen anerkannt:
- Am 13. Oktober 1950 übergab Friedrich Ebert, Oberbürgermeister von Berlin (Ost), einer Trümmerfrau für ihren unermüdlichen Einsatz die erste neu erbaute Wohnung an der damaligen Stalinallee in einem der Zeilbauten („Wohnzelle Friedrichshain“), die von Hans Scharoun geplant worden waren.[23]
- 1955 gestaltete der Bildhauer Fritz Cremer das Denkmal Aufbauhelferin und Aufbauhelfer es wurde in Berlin-Mitte gegenüber dem Roten Rathaus aufgestellt.
- Im Jahr 1955 wurde im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln das Trümmerfrau-Denkmal von der Berliner Künstlerin Katharina Szelinski-Singer errichtet.
- Der DEFA-Dokumentarfilm Martha widmete sich 1978 dem Schicksal einer Trümmerfrau.
Bremen
Durch den Krieg waren rund 65.000 Wohnungen in Bremen zerstört, was etwa 62 Prozent des Bestandes entsprach. Ein 2002 erschienenes Buch informiert umfassend über die Situation in dieser Stadt nach 1945 (Neuanfang auf Trümmern).[24]
Chemnitz

Nach dem alliierten Luftangriff am 5. März 1945 war die Innenstadt von Chemnitz zu 95 Prozent zerstört, das Stadtgebiet insgesamt zu zwei Dritteln.[25]
2001 wurde im Alten Rathaus in Chemnitz ein Glockenspiel mit 25 Glocken in Betrieb genommen und 2002 durch sechs Bronzefiguren von Johannes Schulze ergänzt. Dreimal täglich werden sechs Figuren, die jeweils etwa einen Meter hoch sind, präsentiert: Benediktinermönch, Türmer, Spinnerin, Kaufmann, Gießer und Trümmerfrau stehen dabei für Chemnitzer Geschichtsetappen.[26]
Dresden
Dresden war sehr stark zerstört. Trümmerräumung war hier für Frauen etabliert. Bei Frauen, die ohne Rücksicht auf die Umstände wegen einer Geschlechtskrankheit der Prostitution beschuldigt wurden oder sich an Orten wie Bahnhöfen oder Tanzcafés aufhielten, wurde die Arbeitsverpflichtung mit dem Resozialisierungsgedanken begründet.[27]
Anfangs wurde der Hauptteil der Trümmerbeseitigung von arbeitslosen Frauen geleistet.[28] Da männliche Arbeitskräfte nicht in ausreichender Zahl vorhanden waren, stellte sich die Arbeit von Frauen als notwendig dar. Zweifel an der ethischen Vertretbarkeit sind nicht dokumentiert. In den Berichten von Verwaltungsorganen über den Erfolg des Einsatzes von Frauen finden sich etwa gleich viele positive wie negative Aussagen. Es wurde zu bedenken gegeben, dass eine große Zahl von Frauen gar nicht einsatzfähig sei. Diese hätten ab dem Alter von 40 Jahren zum einen selbst gesundheitliche Probleme, zum anderen seien sie mit der Pflege der Eltern beschäftigt; auch wurde berichtet, dass Frauen nach harten Einsätzen wegen Unterleibsproblemen arbeitsunfähig geworden seien. Der Einsatz von Frauen wurde also von deutscher Seite nicht ohne Vorbehalte angenommen.[29.1] Schon ab 1946 waren in Dresden mehr Männer als Frauen eingesetzt, da immer mehr Männer aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrten und für den Arbeitsmarkt verfügbar waren.[28] Dennoch wurden Frauen in Dresden auch nach Oktober 1946 noch zu Enttrümmerungseinsätzen verpflichtet.[29][29.2]
Der Stadtplaner Matthias Lerm verwies die Behauptung, die „Trümmerfrauen“ hätten „die Hauptleistung der Enttrümmerung erbracht“ „ins Reich der Legende“.[30] In Wahrheit seien im Auftrag der Neuaufbau Dresden G.m.b.H, die die Trümmerbergung im Auftrag der Stadt durchführte, zahlreiche Baufirmen mit Baggern, Trümmerbahnen und Lastwagen eingesetzt worden.[30]
Der Bildhauer Walter Reinhold schuf 1952 ein Denkmal für die Trümmerfrauen.[31]
Frankfurt am Main
In Frankfurt am Main wollte man bewusst keine Frauen zur Teilnahme am „Bürgereinsatz zur Trümmerräumung“ auffordern.[29.3] Von ihnen sei nämlich, so die Verantwortlichen der Bauverwaltung, ohnehin nur eine geringe Arbeitsleistung zu erwarten und es wäre mit so vielen berechtigten oder nicht überprüfbaren Anträgen auf Arbeitsbefreiung zu rechnen, dass der Verwaltungsaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stünde.[32] Wenn sich allerdings Frauen selbst zur Arbeit meldeten, wurden sie angenommen und ihre Teilnahme als Ausnahme herausgestellt.[29.3][32] Für den Einsatz von arbeitslosen Frauen bei der Enttrümmerung in Frankfurt gibt es keine Belege.[29.4]
Die Idee für ein „Trümmerfrau“-Denkmal in Frankfurt am Main kam 1993 auf, wurde jedoch nicht umgesetzt.
Frankfurt (Oder)
Durch den Krieg war die Innenstadt von Frankfurt (Oder) zu 93 Prozent zerstört. Das Denkmal, das einst am ehemaligen Lichtspieltheater der Jugend stand, wurde den Trümmerfrauen neu gewidmet. Ursprünglich wurde es 1955 von Edmund Neutert unter dem Titel Bäuerin in Auftrag gegeben und eingeweiht. Der Widerspruch zum Sgraffito wurde dabei ignoriert.[33]
Halberstadt
Hier wurde – auf Betreiben und durch umfangreiche wirtschaftliche Unterstützung der Rolandsinitiative – die Errichtung eines Denkmals für die Trümmerfrauen beschlossen. Der Künstler Egbert Broerken aus Welver schuf einen Gedenkstein, der eine zerbombte Ansicht Halberstadts zeigt und anlässlich des 60. Jahrestages der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – im April 2005 – vor der Westfassade des Rathauses auf dem Holzmarkt eingeweiht wurde.[34]
Hamm und Hannover
Die Spuren der Zerstörungen in Hamm[35] waren noch in den 1950er Jahren im Stadtbild zu erkennen. Ein Denkmal für die Hammer Trümmerfrauen steht seit einigen Jahren in der Gabelung von Widumstraße und Marker Allee vor dem alten Hochbunker.

Heilbronn
Die Gedenktafel an der 2003 in der Sülmerstraße von Heilbronn eingeweihten Skulpturengruppe Ehrenmal für die an der Trümmerräumung beteiligten Frauen und Männer von Sabina Grzimek betont ausdrücklich die Rolle beider Geschlechter. Das Kunstwerk stellt eine Frau, einen Mann sowie zwei Kinder dar.[36][37]
Jülich
Nachdem die Stadtverwaltung Frauen ab 18 Jahre zum „Entschutten“ aufgerufen hatte, teilte man diese Räumungstrupps zu. Die Trümmerfrauen erhielten einen Nachweis über die Arbeiten und mit diesem ein Anrecht auf den Bezug von Lebensmittelkarten.[38]
Ein Denkmal wurde im Forschungszentrum Jülich gebaut, durch den Förderverein Zitadelle auf dem Schlossplatz aufgestellt und am 11. April 2003 feierlich eingeweiht.[39] Es ist: „Allen gewidmet, besonders den Frauen, die im Zweiten Weltkrieg menschliches Überleben ermöglicht und Jülich an alter Stelle wieder aufgebaut haben.“[40]
Köln
Ein Viertel der Kölner Kriegstrümmer wurde hier von Trümmerfrauen (und -männern) weggeräumt. Weil die Arbeit nicht immer freiwillig war,[41] gibt es seit 2004 Probleme in der Stadtverwaltung, eine Zustimmung zum Bau eines Denkmals auf dem Trümmerberg des Hiroshima-Nagasaki-Parks am Aachener Weiher zu erlangen.[42] Mit Musik wurden die Frauen bereits 1994 geehrt: Die Gruppe Paveier trat mit dem Titel Trümmerfrau, komponiert von Ernst Stoklosa, auf.
Koblenz

Der Innenstadtbereich von Koblenz war am Ende des Krieges zu mehr als 90 Prozent zerstört, die weiteren Wohngebiete zu rund 60 Prozent. Auch hier mussten Frauen die Kriegstrümmer beseitigen helfen.[43]
Magdeburg
Vor der Johanniskirche in Magdeburg befindet sich seit 1982 eine Bronzestatue. Die Figur der Trümmerfrau symbolisiert eine Frau, die unmittelbar nach dem Ende des Krieges damit begann, die Zerstörungen zu beseitigen und die Stadt Magdeburg wiederaufzubauen. Zusammen mit einer anderen Skulptur, die eine Mutter darstellt, die ihr Kind beschützt, sowie einem Portal, bilden sie das Ensemble „Zerstörung und Wiederaufbau der Stadt Magdeburg“.[44]
Mannheim

Das Trümmerfrau-Denkmal in der Mannheimer Innenstadt geht auf die Initiative von Frauen aus dem Umfeld der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) im Jahre 1995 zurück.[33] In der Stadt gab es große Zustimmung und keinerlei Nachforschungen, ob eine Ehrung von Trümmerfrauen in Mannheim angebracht sei: Daher verging von der Initiative bis zur Aufstellung nur ein Jahr.[33] Das Relief zeigt zehn Frauen bei der Trümmerarbeit vor einer Trümmerlandschaft. Die Figuren, geschaffen von den Künstlerinnen Maritta Kaltenborn (geb. 1936) und Waltraud Suckow (1924–2009) stehen für Frauentypen der Nachkriegszeit. Die Frauen werden nicht explizit als „Trümmerfrauen“ bezeichnet.[45]
München
Als zu Beginn des 21. Jahrhunderts (2003, 2007) in der städtischen Verwaltung über die Aufstellung eines Denkmals für die Trümmerfrauen beraten wurde, hat die Mehrheit dies abgelehnt. Unter Berufung auf Archivmaterialien gab es dazu folgende Begründung: „Die im Antrag genannten Trümmerfrauen gab es in München nicht. Herangezogen wurden in der Regel arbeitsfähige Männer. Dabei ist besonders zu beachten, dass man die Trümmerbeseitigung direkt nach dem Krieg vor allem ehemaligen Nationalsozialisten als Sühneleistung auferlegt hat.“ Anlässlich eines späteren Antrags bezifferte man die Zahl der für die Trümmerbeseitigung – unter Androhung des Entzugs der Lebensmittelmarken – herangezogenen Nationalsozialisten auf 1330 Männer und 102 Frauen.[46] Im Mai 2013 errichtete der Verein Dank und Gedenken der Aufbaugeneration, insbesondere der Trümmerfrauen den Gedenkstein für die Trümmerfrauen und die Aufbaugeneration, einen aus grob behauenem Granit gefertigten Gedenkstein auf einem vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Gelände an der Alfons-Goppel-Straße bzw. am Marstallplatz. Er trägt die Inschrift: „Den Trümmerfrauen und der Aufbaugeneration Dank und Anerkennung. München nach 1945. Im Wissen um die Verantwortung“. Im Dezember 2013 verhüllten die grünen Landtagsabgeordneten Katharina Schulze und Sepp Dürr vor laufender Kamera das Denkmal mit einem braunen Sack, der die Losung trug: „Den Richtigen ein Denkmal. Nicht den Alt-Nazis“.[1]
Nürnberg
In Nürnberg wurden durch die Luftangriffe und anschließenden Verteidigungskämpfe im Zweiten Weltkrieg 90 Prozent aller Wohngebäude zerstört, in der historischen Altstadt 95 Prozent.[47] Ähnlich wie in anderen Städten wurden die ersten Aufräumarbeiten häufig von Strafarbeitern erledigt, während nach der Befreiung Kriegsgefangene deutscher Herkunft einen Großteil der Trümmerbeseitigung verrichteten. Explizit Trümmerfrauen kamen lediglich im Rahmen eines allgemein verpflichtenden Bürgerdienstes von etwa zwei mal acht Stunden pro Tag zum Einsatz. Zumeist bestand die Arbeit aus dem Beladen der Wagen der Trümmerbahn, die extra zum Abtransport des Schutts eingerichtet wurde.[48]
Potsdam
Das historische Stadtzentrum von Potsdam war am Ende des Krieges ein einziges großes Trümmerfeld. Die Verwaltung veranlasste wie in anderen Städten auch hier die Beseitigung der gröbsten Schäden, sehr viele Trümmer wurden in den Stadtkanal entsorgt und führten zu dessen Verschwinden. Zur Arbeit herangezogen wurden die in der Stadt verbliebenen Frauen und Männer.[49]
Die Stadtverwaltung von Potsdam stellte im Jahr 1966 in der Burgstraße die Skulptur Aufbauhelferin auf. Die Bronzefigur hatte der Berliner Bildhauer Eberhard Bachmann Ende der 1950er Jahre geschaffen.[50]
Nach der Wende wurde der Kanal im Auftrag der Stadtverwaltung wieder freigelegt. Der damit beauftragte Sanierungsträger nennt die Trümmerfüllung als Hauptursache für die Zerstörung des Kanals nach 1945. Die Arbeitsdokumente weisen darauf hin, dass der Kanal im Bereich der Langen Brücke sowie in der Breiten Straße und Yorckstraße zur Beseitigung des Bombenschutts als Ablagefläche und später als Baufläche genutzt wurde.[51]
Strasburg (Uckermark)
Die Statue der „Trümmerfrau“ in Straßburg entstand in der Künstlerwerkstatt von Herbert Köhnke, sie wurde im Jahr 1953 an der Kreuzung Markt/Falkenbergstraße enthüllt. Im Jahr 1996 erhielt die Skulptur einen neuen Standort.[52]
Würzburg

Ein Bombenangriff auf die Stadt am 16. März 1945 zerstörte rund 89 Prozent des innerstädtischen Wohnraumes, fast alle öffentlichen Gebäude, die meisten der Kulturdenkmäler und 35 Kirchen. Nach Kriegsende haben die „Frauen geschaufelt, gekarrt und gehämmert, erst aus freien Stücken, ab 18. Dezember 1945 im befohlenen Allgemeinen Arbeitsdienst, ab 8. März 1946 im ‚Ehrendienst‘;“ auch eine Trümmerbahn mit 30 km Gleisnetz kam zum Einsatz. Insgesamt wurden mit Loren etwa 2,7 Millionen Kubikmeter Schutt zum Mainufer am Alten Kranen transportiert und dort auf Mainkähnen fortgeschafft.[53] Haus für Haus, Straße für Straße wurden so schließlich wieder aufgebaut.[54]
Eine Gedenktafel aus Buntsandstein an der Hochwasserschutzmauer zwischen Altem Kranen und Kranenkai erinnert an die Trümmerfrauen und -männer, die den Wiederaufbau von Würzburgs Innenstadt erst wieder möglich gemacht haben. Eine Lore mit Keuper-Steinen stand zur Mahnung an der Mauer des Alten Kranens. Es handelte sich jedoch nicht um einen Originalwagen der Trümmerbahn, sondern um eine ehemalige Bergbaulore aus Thüringen.[55]
Ende 2011 berichtete die Main-Post, dass die damalige Lore gegen eine authentisch bei der Trümmerabfuhr eingesetzte ausgetauscht werde. Die Initiative stammte vom ehemaligen CSU-Stadtrat Rudolf Metzler. Nach intensiver Suche fanden Bauspezialisten in Winterhausen im Steinwerk Haas eine Original-Lore. Diese wurde restauriert und sollte zum 16. März 2012 an die Stelle der vorherigen Lore am Alten Kranen treten.[56]
Zerbst
Die Stadt Zerbst, die zuerst von den Amerikanern erobert worden war, hatte ein stark zerstörtes Zentrum; später werden die Dokumente rund 372.000 m3 Kriegsschutt angeben. Zuerst mit Bulldozern und dann – unter der sowjetischen Besatzungsmacht – mit einer Trümmerbahn und dem Einsatz der Trümmerfrauen ließen die Stadtoberen dem Schutt zu Leibe rücken.[57]
In Österreich
Allgemeines
2005 beschloss die österreichische Bundesregierung die Zahlung einer Einmalprämie in Höhe von 300 Euro an jede noch lebende vor 1931 geborene Trümmerfrau, wenn sie bis 1951 mindestens ein Kind geboren hatte und als bedürftig galt. 2007 wurde 44.000 Österreicherinnen dieser Betrag ausbezahlt.
Nach neuerer Forschung wurde in Österreich ab den 1960ern das in der DDR konstruierte verklärende Bild der „Trümmerfrauen“ übernommen. Während die „Trümmerfrauen“ in den in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Österreich veröffentlichten Pressefotos noch nicht vorkommen, wurden sie schließlich auch hier in das Bildrepertoire integriert, um als Symbol für Neuanfang sowie als Identitätsstifter zu wirken.[15]
Wien

In Wien wurde ein Großteil des Schutts auf den Straßen der Innenstadt (etwa 20 Prozent des gesamten Gebäudebestandes war zerstört) professionell von Männern mit Maschinen beseitigt, während Frauen aufgrund der durch den Krieg bedingten Abwesenheit der Männer dazu gezwungen waren, den Alltag alleine zu bewältigen. Für die stigmatisierte Schwerstarbeit der Trümmerbeseitigung wurden vor allem gerichtlich verurteilte ehemalige Nationalsozialistinnen eingesetzt.[15] Im Historischen Museum der Stadt Wien sind Fotoarbeiten zu sehen, die Trümmerfrauen im Alltag der Jahre 1945/1946 beim Einsatz in der zerstörten Innenstadt zeigen. In den Erläuterungen heißt es: Sie „schupften … händisch … Ziegel“.[58] In einem Buch von 1994 werden Geschichten über Trümmerfrauen veröffentlicht.[59]
Im September 2018 wurde ein vom Bildhauer Magnus Angermeier geschaffenes Denkmal für Trümmerfrauen auf einem Privatgrund auf der Mölker Bastei im 1. Bezirk enthüllt (siehe Bild). Das Denkmal wurde gegen den Willen der Wiener Stadtregierung, die dieses aus historischen Gründen ablehnt, errichtet.[60]
Graz
In Graz war 2018 die Errichtung eines Denkmals zwar von der FPÖ gefordert, von der Landesregierung jedoch abgelehnt worden.[61][62]
In anderen Ländern
In allen durch die Kämpfe des Zweiten Weltkriegs zerstörten Ländern und Großstädten mussten die Zentren wieder bewohnbar gemacht werden. Hier war die Situation der vorhandenen Arbeitskräfte kaum anders als in Deutschland oder Österreich. Sofern die Männer durch Teilnahme am Krieg, durch Zwangsarbeit oder durch Inhaftierung in der Minderzahl waren, kamen also auch mehr Frauen als Männer zum Einsatz. Allerdings ist nicht überliefert, ob in diesem Zusammenhang auch von Trümmerfrauen gesprochen wurde. In Großbritannien beispielsweise werden allgemeinere Begriffe, wie post-war reconstruction women oder women who helped rebuild after the war, verwendet. Der englische Begriff der Trümmerfrau, rubble woman, wird oftmals nur in Bezug auf die Trümmerräumung während der Nachkriegszeit in Deutschland verwendet.[63]
Siehe auch
Literatur
siehe hierzu auch Trümmerliteratur
- Trude Unruh (Hrsg.): Trümmerfrauen – Biografien einer betrogenen Generation. Klartext-Verlag, Essen 1987, ISBN 3-88474-420-8.
- Angela M. Arnold (Hrsg.): Trümmerbahn und Trümmerfrauen. OMNIS Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-933175-57-7.
- Angela M. Arnold, Gabriele von Griesheim: Trümmer, Bahnen und Bezirke. Berlin 1945–1955. Eigenverlag, Berlin 2002, ISBN 3-00-009839-9.
- Heinrich Böll: Bekenntnis zur Trümmerliteratur. Aufsatz. 1952 in: Essayistische Schriften und Reden 1952–1963. Hrsg. von Bernd Balzer. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1979, S. 31, ISBN 3-462-01312-2.[64]
- Ursula Oehme (Hrsg.): Alltag in Ruinen – Leipzig 1945–1949 (Dokumente, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Fotografien aus einer bewegten Zeit). DZA Verlag für Kultur und Wissenschaft, 1995, ISBN 3-9804226-3-1.
- Agnes-Marie Grisebach: Eine Frau Jahrgang 13 – Roman einer unfreiwilligen Emanzipation. Quell-Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-7918-1701-9.
- Agnes-Marie Grisebach: Eine Frau im Westen. Quell, Stuttgart 1989, ISBN 3-7918-1704-3.
- Antonia Meiners: Wir haben wieder aufgebaut: Frauen der Stunde null erzählen. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2011, ISBN 978-3-938045-54-1.
- Peter Zumpf: Schutträumer. Wiener Neustadt 1946. merbod-Verlag, Wiener Neustadt 1996, ISBN 3-900844-43-7.
- Leonie Treber: Mythos Trümmerfrauen. Von der Trümmerbeseitigung in der Kriegs- und Nachkriegszeit und der Entstehung eines deutschen Erinnerungsortes Klartext, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1178-9 (zugleich Dissertation an der Universität Duisburg-Essen, 2013).[65][66]
- Maria Pohn-Weidinger: Heroisierte Opfer: Bearbeitungs- und Handlungsstrukturen von „Trümmerfrauen“ in Wien Springer-Verlag, 2. Auflage 2013, ISBN 978-3-658-04220-2. (eingeschränkte Vorschau)
- Birte Griesse: Trümmer – Frauen – Politik. Eine lokalgeschichtliche Untersuchung zur politischen Beteiligung der Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg (1945–1948) in der Stadt Köln. In: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins. Band 76, Nr. 1, April 2015, ISSN 0341-9320, S. 135–184, doi:10.7788/jbkgv.2005.76.1.135.
- Marita Krauss: Trümmerfrauen. Visuelles Konstrukt und Realität, in: Gerhard Paul: Das Jahrhundert der Bilder. Bildatlas. Band 1. 1900 bis 1949. V&R, Göttingen 2009, S. 738–745.
- Martin Tschiggerl, Thomas Walach: Die erfundene „Trümmerfrau“: Der Umgang mit der NS-Zeit in Österreich. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, vol. 70, no. 2, 2022, S. 299-326, DOI:10.1515/vfzg-2022-0018.
- Martin Tschiggerl: Ruinen der Erinnerung. Die Suche nach der österreichischen Trümmerfrau (= Böhlaus Zeitgeschichtliche Bibliothek, 41). Böhlau Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-205-22269-9 (open access).
Weblinks
- Trümmerfrau vor dem Pergamonaltar auf der Museumsinsel, Berlin 1948/49. Fotografie (s/w).
- 1.6.1945: Erster Arbeitseinsatz für Trümmerfrauen. In: kalenderblatt.de.
- 01.06.1945 - Frauen zur Trümmerarbeit verpflichtet. WDR, 11. Mai 2020, abgerufen am 30. Januar 2024 (Über Mythos und Wirklichkeit des Lebens der Trümmerfrau, Podcast, 14:58 Min.).
- Das Geschlecht des Wiederaufbaus. (PDF; 116 kB) – Auszug aus einer Studie Frauen im Wien der Nachkriegszeit 1945–1950
- Vom Glück nur ein Schatten: Hommage an die Trümmerfrau. Rezension des ZDF-Films Schicksalsjahre mit Maria Furtwängler. In: Der Tagesspiegel, 12. Februar 2011.
- Unsere Geschichte. Mythos Trümmerfrau ( vom 1. März 2018 im Internet Archive) auf ndr.dr
- Christian Frey: Heerscharen von Trümmerfrauen waren ein Mythos. In: welt.de. 20. November 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2014.
- Ulrike Forßbohm: Kriegs-End-Moränen - Zum Denkmalwert der Trümmerberge in Berlin. Berlin, November 2009
- Marita Krauss: Westdeutschland nach 1945 - Mythos Trümmerfrauen, Podcast „Alles Geschichte“, BR 2021