Ungarische Fußballnationalmannschaft

ungarische Fußballnationalmannschaft der Männer From Wikipedia, the free encyclopedia

Die ungarische Fußballnationalmannschaft (ungarisch Magyar labdarúgó-válogatott) wird organisatorisch vom ungarischen Fußballverband (ungarisch Magyar Labdarúgó Szövetség) betreut. Sie stand 1938 und 1954 im Weltmeisterschafts-Finale.

Schnelle Fakten Bilanz, Statistik ...
Ungarn
Magyarország
Spitzname(n) Magyarok
(die Magyaren)
Verband Magyar Labdarúgó Szövetség
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Adidas
Cheftrainer ItalienItalien Marco Rossi (seit 2018)
Co-Trainer ItalienItalien Cosimo Inguscio
Kapitän Dominik Szoboszlai[1]
Rekordspieler Balázs Dzsudzsák (109)
Rekordtorschütze Ferenc Puskás (84)
Heimstadion Puskás Aréna
FIFA-Code HUN
FIFA-Rang 39. (1506,39 Punkte)
(Stand: 11. Juni 2026)[2]
Heim
Auswärts
Bilanz
1030 Spiele
481 Siege
224 Unentschieden
325 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Osterreich Kaisertum Österreich 5:0 Ungarn Ungarn 1867
(Wien, Österreich; 12. Oktober 1902)
Höchste Siege
Russisches Kaiserreich 1883 Russland 0:12 Ungarn Ungarn 1867
(Moskau, Russland; 14. Juli 1912)
Ungarn 1918 Ungarn 13:1 Frankreich FrankreichFrankreich
(Budapest, Ungarn; 12. Juni 1926)
Albanien 1946 Albanien 0:12 Ungarn Ungarn 1949
(Tirana, Albanien; 24. September 1950)
Höchste Niederlage
Niederlande Niederlande 8:1 Ungarn Ungarn
(Amsterdam, Niederlande; 11. Oktober 2013)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 9 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Zweiter Platz 1938, 1954
Europameisterschaften
Endrundenteilnahmen 5 (Erste: 1964)
Beste Ergebnisse Dritter Platz 1964
Olympische Spiele
Gold 1952
Bronze 1960
Gold 1964
Gold 1968
Silber 1972
(Stand: 31. März 2026)
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Geschichte

Kumulierte Siegquote der Ungarischen Nationalmannschaft

Anfänge

Das Spiel gegen Österreich in Wien am 12. Oktober 1902 war das erste Länderspiel, das zwischen zwei nicht-britischen europäischen Gegnern ausgetragen wurde. Dieses Duell fand bisher über 100 Neuauflagen, lediglich das Duell Argentinien-Uruguay fand öfter statt.

Durch eine sehr frühe Professionalisierung der ungarischen Fußballliga bereits in den 1920er Jahren als eines der ersten Länder Kontinentaleuropas errang der ungarische Fußball in Europa eine führende Stellung in der Zeit zwischen den 1930er und 1960er Jahren. Dies zeigte sich bereits bei der Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich, als man sich unter dem Trainer Károly Dietz spielerisch leicht mit 5:1 Toren ins Finale spielte, dort jedoch dem amtierenden Weltmeister Italien mit 2:4 unterlag.[3]

Goldene Elf

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte die ungarische Elf, die sogenannte goldene Elf (Aranycsapat) den Weltfußball. 1949 war Gusztáv Sebes zum Nationaltrainer Ungarns ernannt worden. Um Kapitän Ferenc Puskás formte er die Nationalmannschaft zur besten ungarischen Mannschaft, die es je gab. Die Aufstellung des Teams war in Fach- und Fankreisen ganz Europas bekannt: Grosics, Buzánszky, Lóránt, Lantos, Bozsik, Zakariás, Budai, Kocsis, Hidegkuti, Puskás, Czibor. Ungarn war so u. a. auch die erste nicht-britische Nationalmannschaft, die England auf englischem Boden bezwang. Dies geschah am 25. November 1953 in Wembley mit einem so nicht erwarteten 6:3. Dieses Spiel wird in Ungarn auch heute noch als „Jahrhundertspiel“ angesehen. Im Folgejahr wurde England erneut bezwungen, diesmal 7:1 in Budapest. Dies ist bis dato Englands höchste Niederlage. Vom 14. Mai 1950 bis 4. Juli 1954 blieb die ungarische Nationalmannschaft in 31 offiziellen Länderspielen in Folge ungeschlagen, bis sie im WM-Endspiel Deutschland unterlag. Dieser Rekord wurde erst fast 40 Jahre später von Argentinien eingestellt, dem 1991 bis 1993 auch eine Serie von 31 ungeschlagenen Länderspielen gelang. Auch nach der Niederlage 1954 blieb Ungarn zwei Jahre lang ungeschlagen.

Ausgelöst durch den Volksaufstand von 1956 gegen die sowjetische Dominanz in Ungarn und die sich anschließende Flucht vieler Stars des ungarischen Fußballs ins Ausland wurde ein spürbarer Verfall ausgelöst. Der ungarische Fußball erholte sich nie wieder von diesem Ereignis.

Nach 1956

In den 1960er Jahren konnte eine den Stars der Goldenen Mannschaft der 1950er Jahre nacheifernde junge ungarische Fußballergeneration mit teilweise herausragenden Leistungen 1962 in Chile und 1966 in England noch zweimal das Viertelfinale der WM erreichen und bei der Europameisterschaft 1964 einen dritten Platz belegen. So schaltete man beispielsweise 1966 bei der WM in England den ansonsten zwischen 1958 und 1970 mit drei WM-Titeln dominierenden Gegner Brasilien trotz so herausragender gegnerischer Spieler wie Garrincha, Tostão, Gilmar, Djalma Santos oder Jairzinho mit einem 3:1-Sieg aus. Ungarn gewann in dieser Zeit bei den in den kommunistischen Ländern sehr bedeutsamen olympischen Fußballturnieren 1952, 1964, und 1968 olympisches Gold. Ein letzter größerer Erfolg konnte mit einem vierten Platz bei der Europameisterschaft 1972 gefeiert werden. Seither versucht die ungarische Fußballnationalmannschaft jedoch vergeblich, an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen.

Heute ist Ungarn ein weniger gefürchteter Gegner, der seit 1986 keine WM-Endrunde mehr erreichen konnte, sowie von 1972 bis 2012 keine EM-Endrunde. So verloren sie 2006 beispielsweise während der Qualifikation zur EM 2008 1:2 gegen Malta. Am 22. August 2007 besiegte die Mannschaft jedoch überraschend Weltmeister Italien 3:1 in einem Freundschaftsspiel im Ferenc-Puskas-Stadion in Budapest.

Das Ziel Ungarns bei den Qualifikationsspielen zur WM 2010 war, sich erstmals seit der WM 1986 in Mexiko wieder für eine WM zu qualifizieren. Um dieses Ziel auch zu erreichen, hatte Ungarn Erwin Koeman als Nationaltrainer verpflichtet. Ungarn wurden jedoch mit Portugal, Schweden und Dänemark drei starke Gegner zugelost, gegen die sie sich letztlich nicht durchsetzen konnten.

Nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 unter Sándor Egervári wurde Attila Pintér im Dezember 2013 neuer Nationaltrainer. Er sollte die Mannschaft in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 führen.[4] Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Nordirland wurde Pintér aber bereits entlassen. Interimsnachfolger war Pál Dárdai.[5] Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass Dárdai – neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der U-15 von Hertha BSC – sein Engagement als ungarischer Nationaltrainer bis November 2015 ausweitet und somit die komplette restliche EM-Qualifikation die ungarische Fußballnationalmannschaft betreuen wird.[6] Indes wurde er auch zum Trainer der Profimannschaft der Berliner Hertha bestellt und arbeitete damit in Doppelfunktion. Im Sommer 2015 gab er seinen Posten als Nationaltrainer auf. Sein Nachfolger wurde der deutsche Verbandssportdirektor des ungarischen Fußballverbandes, Bernd Storck, der ebenfalls eine Doppelfunktion ausübte (Sportdirektor und Nationaltrainer). Unter Storck belegte Ungarn den dritten Tabellenplatz hinter Nordirland und dem Erzrivalen Rumänien. Die ungarische Nationalelf blieb zunächst der beste Gruppendritte, ehe die Türkei durch einen 1:0-Sieg gegen Island und der zeitgleichen Niederlage Lettlands gegen den Tabellenletzten Kasachstan den direkten Startplatz streitig machte. Seit 44 Jahren war dies den Magyaren nicht mehr gelungen.

Im April 2016 erreichte Ungarn mit Platz 18 die bisher beste Platzierung in der FIFA-Weltrangliste,[7] wenig später wurde Torwart Gábor Király mit 102 Einsätzen zum alleinigen Rekordnationalspieler des Landes. Im März 2019 rückte dann auch Mittelfeldspieler Balázs Dzsudzsák in den „Hunderterklub“ auf. Die EM-Gruppenphase in Frankreich beendete die Mannschaft als ungeschlagener Sieger, noch vor Island sowie den drittplatzierten Portugiesen, scheiterte aber dann im Achtelfinale an Belgien. Während Ungarn im Jahr 2018 auch im achten Anlauf seit 1986 die Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft verpasste, wurde im Herbst 2020 zum zweiten Mal in Folge das Ticket für eine Europameisterschaft gezogen; den entscheidenden Treffer in den Play-offs gegen Island erzielte dabei Dominik Szoboszlai. Nachdem Ungarn in der UEFA Nations League 2018/19 in die Liga B aufgestiegen ist, erreichten sie in der UEFA Nations League 2020/21 direkt den nächsten Aufstieg in die Liga A.

Aktueller Kader

Die Tabelle nennt die Spieler, die von Nationaltrainer Marco Rossi in den Kader für die Freundschaftsspiele gegen Finnland (am 5. Juni) und Kasachstan (am 9. Juni), berufen wurden.

  • Stand: 9. Juni 2026 (nach dem Spiel gegen Kasachstan)
Weitere Informationen Nr., Name ...
Nr.NameVereinGeburtsdatumEinsätze[8]Tore[8]Debüt
Torhüter
22 Balázs Tóth England Blackburn Rovers 4. Sep. 1997 7 0 gg. Aserbaidschan Aserbaidschan, 10. Juni 2025
12 Áron Yaakobishvili Spanien FC Andorra 6. März 2006 1 0 gg. Finnland Finnland, 5. Juni. 2026
1 Péter Szappanos Ungarn Puskás Akadémia FC 14. Nov. 1990 3 0 gg. Griechenland Griechenland, 20. Nov. 2022
26 Ármin Pécsi England FC Liverpool 24. Feb. 2005 1 0 gg. Kasachstan Kasachstan, 9. Juni. 2026
Abwehr
5 Ákos Markgráf Ungarn Puskás Akadémia FC 30. Juni 2005 1 0 gg. Kasachstan Kasachstan, 9. Juni. 2026
14 Bendegúz Bolla Osterreich SK Rapid Wien 22. Nov. 1999 35 3 gg. Zypern Republik Zypern, 6. Juni 2021
4 Márk Csinger Ungarn Győri ETO FC 31. Mai 2003 1 0 gg. Finnland Finnland, 5. Juni. 2026
15 Márton Dárdai Deutschland Hertha BSC 12. Feb. 2002 20 0 gg. Turkei Türkei, 22. März 2024
11 Milos Kerkez England FC Liverpool 7. Nov. 2003 32 0 gg. Deutschland Deutschland, 9. September 2022
6 Willi Orbán Deutschland RB Leipzig 3. Nov. 1992 68 6 gg. Griechenland Griechenland, 12. Oktober 2018
2 Attila Osváth Ungarn Ferencváros Budapest 10. Dez. 1995 7 0 gg. Turkei Türkei, 20. März 2025
4 Kornél Szűcs Serbien FK Vojvodina 24. Sep. 2001 2 0 gg. Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina, 14. Oktober 2024
18 Zsolt Nagy Ungarn Puskás Akadémia FC 25. Mai 1993 38 3 gg. Uruguay Uruguay, 15. November 2019
Mittelfeld
24 Rajmund Tóth Ungarn Győri ETO FC 9. Apr. 2004 1 1 gg. Kasachstan Kasachstan, 9. Juni. 2026
5 Péter Baráth Tschechien SK Sigma Olmütz 21. Feb. 2002 4 0 gg. Luxemburg Luxemburg, 17. Nov. 2022
25 Norbert Szendrei Ungarn Zalaegerszegi TE FC 27. März 2000 0 0
7 Tamás Szűcs Ungarn Debreceni Vasutas SC 16. Jan. 2005 4 0 gg. Slowenien Slowenien, 28. März 2026
13 András Schäfer Deutschland 1. FC Union Berlin 13. Apr. 1999 45 5 gg. Turkei Türkei, 3. September 2020
17 Callum Styles England West Bromwich Albion 27. März 2000 32 0 gg. Serbien Serbien, 24. März 2022
21 Alex Tóth England AFC Bournemouth 23. Okt. 2005 13 0 gg. Turkei Türkei, 20. März 2025
8 Milán Vitális Ungarn Győri ETO FC 28. Jan. 2002 8 0 gg. Portugal Portugal, 9. Sept. 2025
10 Dominik Szoboszlai (C)ein weißes C in blauem Kreis England FC Liverpool 25. Okt. 2000 65 18 gg. Slowakei Slowakei, 21. März 2019
Angriff
Szabolcs Schön Ungarn Győri ETO FC 27. Sep. 2000 11 0 gg. Irland Irland, 8. Juni 2021
7 Zsombor Gruber Ungarn Ferencváros Budapest 7. Sep. 2004 3 1 gg. Deutschland Deutschland, 9. Sept. 2024
16 Dániel Lukács Ungarn Puskás Akadémia FC 20. Juni 2000 9 0 gg. Portugal Portugal, 9. Sept. 2025
9 Bendegúz Kovács Niederlande AZ Alkmaar 31. März 2007 2 0 gg. Finnland Finnland, 5. Juni. 2026
23 Damir Redzic Osterreich FC Salzburg 23. März 2003 5 0 gg. Irland Irland, 16. November 2025
20 Roland Sallai Turkei Galatasaray Istanbul 22. Mai 1997 67 15 gg. Elfenbeinküste Elfenbeinküste, 20. Mai 2016
19 Barnabás Varga Griechenland AEK Athen 25. Okt. 1994 30 13 gg. Bulgarien Bulgarien, 27. März 2023
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Erfolge

Teilnahme Ungarns an der Fußball-Weltmeisterschaft

Weitere Informationen Jahr, Gastgeberland ...
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[9] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930Uruguaynicht teilgenommen
1934ItalienViertelfinaleÖsterreich6.Ödön Nádas
1938FrankreichFinaleItalienVizeweltmeisterAlfréd Schaffer
1950Brasiliennicht teilgenommen
1954SchweizFinaleDeutschlandVizeweltmeisterGusztáv SebesWunder von Bern
Sándor Kocsis Torschützenkönig

Siehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1954/Ungarn

1958SchwedenVorrundeSchweden, Wales, Mexiko10.Lajos BarótiIm Entscheidungsspiel an Wales gescheitert

Siehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1958/Ungarn

1962ChileViertelfinaleTschechoslowakei5.Lajos BarótiFlórián Albert erzielt ebenso wie 5 andere Spieler die meisten Tore (je 4)

Siehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1962/Ungarn

1966EnglandViertelfinaleUdSSR6.Lajos BarótiSiehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1966/Ungarn
1970Mexikonicht qualifiziertIn der Qualifikation an der Tschechoslowakei gescheitert
1974BR Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Schweden gescheitert
1978ArgentinienVorrundeArgentinien, Italien, Frankreich15.Lajos BarótiSiehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1978/Ungarn
1982SpanienVorrundeEl Salvador, Argentinien, Belgien14.Kálmán MészölyDas 10:1 gegen El Salvador ist der höchste Sieg bei einer Männer-WM

Siehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1982/Ungarn

1986MexikoVorrundeUdSSR, Kanada, Frankreich18.György MezeySiehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1986/Ungarn
1990Italiennicht qualifiziertIn der Qualifikation an Spanien und Irland gescheitert
1994USAnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Griechenland und Russland gescheitert
1998Frankreichnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Norwegen und in der Relegation an Jugoslawien gescheitert
2002Südkorea/Japannicht qualifiziertIn der Qualifikation an Italien und Rumänien gescheitert
2006Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Schweden und Kroatien gescheitert
2010Südafrikanicht qualifiziertIn der Qualifikation an Dänemark und Portugal gescheitert
2014Brasiliennicht qualifiziertIn der Qualifikation an den Niederlanden und Rumänien gescheitert.
2018Russlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Portugal und der Schweiz gescheitert.
2022Katarnicht qualifiziertIn der Qualifikation an England und Polen gescheitert.
2026Kanada/Mexiko/USAnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Portugal und Irland gescheitert.
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Teilnahme Ungarns am Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften

Teilnahme Ungarns an der Fußball-Europameisterschaft

Ungarn erreichte zweimal die Endrunde mit vier Teilnehmern, konnte sich nie für eine Endrunde mit acht oder 16 Teilnehmern qualifizieren. 2015 gelang dann die Qualifikation für die 2016 mit 24 Teilnehmern stattfindende Endrunde.

Weitere Informationen Jahr, Gastgeberland ...
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960Frankreichnicht qualifiziertIm Achtelfinale am späteren Europameister UdSSR gescheitert.
1964SpanienSpiel um Platz 3DänemarkDritterIm Halbfinale verlor Ungarn erst in der Verlängerung gegen den Gastgeber und späteren Europameister Spanien

Siehe auch: Fußball-Europameisterschaft 1964/Ungarn

1968Italiennicht qualifiziertIm Viertelfinale am späteren Vierten UdSSR gescheitert.
1972BelgienSpiel um Platz 3BelgienVierterIm Halbfinale scheiterte Ungarn erneut an der UdSSR

Siehe auch: Fußball-Europameisterschaft 1972/Ungarn

1976Jugoslawiennicht qualifiziertIn der Qualifikation an Wales gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1980Italiennicht qualifiziertIn der Qualifikation an Griechenland gescheitert
1984Frankreichnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Dänemark gescheitert
1988BR Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation am späteren Europameister Niederlande gescheitert
1992Schwedennicht qualifiziertIn der Qualifikation an der UdSSR gescheitert.
1996Englandnicht qualifiziertIn der Qualifikation an der Schweiz und der Türkei gescheitert.
2000Niederlande und Belgiennicht qualifiziertIn der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert.
2004Portugalnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Schweden und Lettland gescheitert.
2008Österreich und Schweiznicht qualifiziertIn der Qualifikation an Griechenland und der Türkei gescheitert.
2012Polen und Ukrainenicht qualifiziertIn der Qualifikation an den Niederlanden und Schweden gescheitert.
2016FrankreichAchtelfinaleBelgien0:4In der Qualifikation Sieg in den Playoffs der Gruppendritten gegen Norwegen. Gruppenphase der Endrunde als Gruppensieger abgeschlossen.

Siehe auch: Fußball-Europameisterschaft 2016/Ungarn

2021EuropaVorrundePortugal, Frankreich, DeutschlandNach einer Niederlage gegen Portugal und Remis gegen Frankreich sowie Deutschland als Gruppenletzter ausgeschieden.

Siehe auch: Fußball-Europameisterschaft 2021/Ungarn

2024DeutschlandVorrundeSchweiz, Deutschland, SchottlandAls Qualifikationsgruppensieger für die Endrunde qualifiziert. In der Vorrunde, nach einer Niederlage gegen die Schweiz und gegen Deutschland und einem Sieg gegen Schottland, als Gruppendritter nicht für die Finalrunde qualifiziert.

Siehe auch: Fußball-Europameisterschaft 2024/Ungarn

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Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen

1908 in Londonzurückgezogen
1912 in StockholmViertelfinale, Sieger der Trostrunde
1920 in Antwerpennicht teilgenommen
1924 in ParisAchtelfinale
1928 in Amsterdamnicht teilgenommen
1936 in BerlinAchtelfinale
1948 in Londonnicht teilgenommen
1952 in HelsinkiOlympiasieger
1956 in Melbournenach Qualifikation abgesagt
1960 in RomDritter
1964 in TokioOlympiasieger
1968 in Mexiko-StadtOlympiasieger
1972 in MünchenZweiter
1976 in Montrealnicht qualifiziert
1980 in Moskaunicht qualifiziert

UEFA Nations League

  • 2018/19: Liga C, 2. Platz mit 3 Siegen, 1 Remis und 2 Niederlagen
  • 2021/22: Liga B, 1. Platz mit 3 Siegen, 2 Remis und 1 Niederlage
  • 2023/24: Liga A, 2. Platz mit 3 Siegen, 1 Remis und 2 Niederlagen
  • 2024/25: Liga A, 3. Platz mit 1 Sieg, 3 Remis und 2 Niederlagen; Relegation um den Verbleib in Liga A gegen die Türkei verloren
  • 2026/27: Liga B

Rekorde und berühmte Spiele

  • 4 Jahre ungeschlagen (1950–1954). Beim „Wunder von Bern“ (WM-Finale 1954) war Deutschland die erste Mannschaft, die Ungarn seit 1950 schlagen konnte.
  • Höchster WM-Sieg aller Zeiten beim 10:1 gegen El Salvador bei der WM 1982 (höchste Niederlage für El Salvador)
    • Ferner haben folgende Länder ihre höchste WM-Niederlage gegen Ungarn erlitten:
  • 25. November 1953: Ungarn gelingt als erster nichtbritischen Mannschaft in England ein Sieg gegen England (6:3).
  • 23. Mai 1954: Mit 1:7 verliert England in Budapest gegen Ungarn, bis dato die höchste Niederlage Englands.
  • Ferner haben folgende Länder ihre höchsten Niederlagen gegen Ungarn erlitten:

Rekordspieler

Ferenc Puskás und sein Vorgänger Imre Schlosser waren mit 81 bis 85 bzw. 42 bis 68 Länderspielen nicht nur ungarische Rekordnationalspieler, sondern auch Weltrekordhalter. Rekordnationalspieler Balázs Dzsudzsák bestritt am 20. November 2022 sein letztes von 109 Länderspielen und wurde damit auch alleiniger Rekordhalter.[10] Von den derzeit aktiven Spielern hat Ádám Nagy mit 88 Spielen die meisten Länderspiele bestritten.

  • Stand: 31. März 2026
Weitere Informationen Rang, Name ...
RangNameEinsätzeTorePositionZeitraumWM-SpieleOL-SpieleEM-SpieleRekord-
nationalspieler
1.Balázs Dzsudzsák10921Mittelfeld2007–2019, 20224seit 20. November 2022
2.Gábor Király1080Tor1998–2016420. Mai 2016 bis 20. November 2022
3.József Bozsik101[11]11Mittelfeld1947–19628522. Dezember 1957 bis 20. Mai 2016
4.Zoltán Gera9726Mittelfeld2002–20174
5.Roland Juhász956Abwehr2004–20163
6.László Fazekas9224Angriff1968–19834
7.Ádám Nagy882Mittelfeld2015–3
8.Ádám Szalai8626Angriff2009–20227
Gyula Grosics86[11]0Tor1947–1962115
10.Ferenc Puskás85[11]84Angriff1945–19563529. Mai 1955 bis 22. Dezember 1957
11.Imre Garaba823Abwehr1980–19916
12.Sándor Mátrai810Abwehr1956–1967121
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Rekordtorschützen

Ungarn besitzt zusammen mit Brasilien, dem Iran und Kuwait die meisten Spieler (4), die mindestens 50 Länderspieltore erzielt haben. Nur Cristiano Ronaldo (141), Lionel Messi (114), Ali Daei (108), Sunil Chhetri (95), Mokhtar Dahari (89), Romelu Lukaku (89) und Robert Lewandowski (86) erzielten mehr von der FIFA anerkannte Länderspieltore als Ferenc Puskás, der am 25. November 1953 beim 6:3-Sieg der Goldenen Elf gegen England Imre Schlosser als ungarischen Rekordtorschützen und damit besten Torschützen der Welt ablöste. Erst am 28. November 2003 überbot Ali Daei Puskás’ Rekord. Bester aktiver ungarischer Torschütze ist Dominik Szoboszlai mit 17 Toren (alle Angaben mit Stand 31. März 2026).

Weitere Informationen Rang, Name ...
RangNameToreEinsätzeQuoteZeitraumWM-ToreOL-Tore
01.Ferenc Puskás8485[11]0,981945–195644
02.Sándor Kocsis7568[11]1,101948–1956116
03.Imre Schlosser59680,871906–19274
04.Lajos Tichy51720,711955–19717
05.György Sárosi42620,681931–19436
06.Nándor Hidegkuti3969[12]0,571945–195841
07.Ferenc Bene36760,471962–19794
08.Gyula Zsengellér32390,821936–19475
Tibor Nyilasi32700,461975–19852
10.Flórián Albert31750,411966–19724
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Trainer (Auswahl)

Literatur

  • Péter Fondor: Die Erinnerung an die „goldene Mannschaft“ in Literatur und Film. In: Stephan Krause, Christian Lübke, Dirk Suckow (Hrsg.): Der Osten ist eine Kugel. Fußball in Kultur und Geschichte des östlichen Europa. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2018, ISBN 978-3-7307-0388-5, S. 332–356.

Siehe auch

Commons: Ungarische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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