Untermembach
Gemeindeteil der Gemeinde Heßdorf in Mittelfranken
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Untermembach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Heßdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Untermembach liegt in der Gemarkung Heßdorf.[3]
Untermembach Gemeinde Heßdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 37′ N, 10° 54′ O |
| Höhe: | 301 m ü. NHN |
| Einwohner: | 518 (1. Jan. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 91093 |
| Vorwahl: | 09135 |
Untermembach aus östlicher Richtung | |
Geographie
Das Dorf liegt am Membach, der unmittelbar südlich des Ortes eine Kette von Weihern speist (Membachweiher, Dorfweiher) und ein rechter Zufluss der Seebach ist. Im Norden grenzt die Flur Kahlberg an, 500 Meter nördlich liegt ein Neubaugebiet von Heßdorf. Unmittelbar südwestlich liegt der Weiler Mittelmembach. Im Südosten jenseits der Weiherkette liegt das Waldgebiet Hegenig. Im Nordwesten grenzt Acker- und Grünland an.
Die Kreisstraße ERH 14 verläuft nach Beutelsdorf (2,8 km südlich) bzw. nach Heßdorf zur Staatsstraße 2240 (1,5 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft über Mittelmembach nach Obermembach (1,8 km südwestlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1468 erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert war das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach Lehensträger über sieben Anwesen und einer Schenkstatt. Daneben hatten die Nürnberger Patriziern von Haller einige Güter zu Lehen erhalten. Später erscheinen die Patrizier von Scheurl als Lehensträger. Ob sie die Güter von den Hallern direkt gekauft haben, ist unbekannt. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort weit weniger in Mitleidenschaft gezogen wie der Nachbarort Obermembach.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Untermembach aus 13 Anwesen (3 Huben, 2 Halbhuben, 1 Hof, 1 Halbhof, 1 Viertelhube, 1 Achtelhube, 1 Schenkstatt, 1 Haus, 1 Häuslein, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach im begrenzten Umfang aus, es hatte ggf. an das bambergische Centamt Herzogenaurach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Dompropsteiamt Büchenbach.[6]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Untermembach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hannberg zugeordnet. Es gehörte der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Heßdorf an.[7][8]
Baudenkmäler
In Untermembach gibt es zwei Baudenkmäler:[9]
- Bildstock
- Martersäule
Einwohnerentwicklung
Religion
Untermembach ist römisch-katholisch geprägt und seit 1574 nach Geburt Mariens (Hannberg) gepfarrt.[6] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Kilian (Kairlindach) gepfarrt.[18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Untermembach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 637 (Digitalisat).
- Georg Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-München 1970, DNB 457004320, S. 83.
- Hanns Hubert Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1951, DNB 452071143, S. 86 (Digitalisat). Ebd. S. 143 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Unter-Membach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 58 (Digitalisat).
- Franz Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt. Verlag für Behörden u. Wirtschaft, Hof (Saale) 1979, ISBN 3-921603-00-5, S. 128.
Weblinks
- Ortsteile > Unter-, Mittel- und Obermembach. In: hessdorf.de. Abgerufen am 6. August 2023.
- Untermembach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 29. November 2021.
- Untermembach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 8. Oktober 2019.
- Untermembach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 8. Oktober 2019.
