Untermembach

Gemeindeteil der Gemeinde Heßdorf in Mittelfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Untermembach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Heßdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Untermembach liegt in der Gemarkung Heßdorf.[3]

Schnelle Fakten Gemeinde Heßdorf ...
Untermembach
Gemeinde Heßdorf
Koordinaten: 49° 37′ N, 10° 54′ O
Höhe: 301 m ü. NHN
Einwohner: 518 (1. Jan. 2023)[1]
Postleitzahl: 91093
Vorwahl: 09135
Untermembach aus östlicher Richtung
Untermembach aus östlicher Richtung
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Sandsteinerne Martersäule auf Steinsockel aus dem 17./18. Jahrhundert
Sandsteinerne Martersäule auf Steinsockel aus dem 17./18. Jahrhundert
Mit der Jahreszahl „1799“ bezeichneter Bildstock
Mit der Jahreszahl „1799“ bezeichneter Bildstock

Geographie

Das Dorf liegt am Membach, der unmittelbar südlich des Ortes eine Kette von Weihern speist (Membachweiher, Dorfweiher) und ein rechter Zufluss der Seebach ist. Im Norden grenzt die Flur Kahlberg an, 500 Meter nördlich liegt ein Neubaugebiet von Heßdorf. Unmittelbar südwestlich liegt der Weiler Mittelmembach. Im Südosten jenseits der Weiherkette liegt das Waldgebiet Hegenig. Im Nordwesten grenzt Acker- und Grünland an.

Die Kreisstraße ERH 14 verläuft nach Beutelsdorf (2,8 km südlich) bzw. nach Heßdorf zur Staatsstraße 2240 (1,5 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft über Mittelmembach nach Obermembach (1,8 km südwestlich).[4]

Geschichte

Der Ort wurde 1468 erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert war das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach Lehensträger über sieben Anwesen und einer Schenkstatt. Daneben hatten die Nürnberger Patriziern von Haller einige Güter zu Lehen erhalten. Später erscheinen die Patrizier von Scheurl als Lehensträger. Ob sie die Güter von den Hallern direkt gekauft haben, ist unbekannt. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort weit weniger in Mitleidenschaft gezogen wie der Nachbarort Obermembach.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Untermembach aus 13 Anwesen (3 Huben, 2 Halbhuben, 1 Hof, 1 Halbhof, 1 Viertelhube, 1 Achtelhube, 1 Schenkstatt, 1 Haus, 1 Häuslein, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach im begrenzten Umfang aus, es hatte ggf. an das bambergische Centamt Herzogenaurach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Dompropsteiamt Büchenbach.[6]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Untermembach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hannberg zugeordnet. Es gehörte der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Heßdorf an.[7][8]

Baudenkmäler

In Untermembach gibt es zwei Baudenkmäler:[9]

  • Bildstock
  • Martersäule

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002023
Einwohner 9110010410897121186185230317518
Häuser[10] 13192322243587
Quelle [11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][1]
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Religion

Untermembach ist römisch-katholisch geprägt und seit 1574 nach Geburt Mariens (Hannberg) gepfarrt.[6] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Kilian (Kairlindach) gepfarrt.[18]

Literatur

Commons: Untermembach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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