Untermixnitz

Ortschaft im Bezirk Horn From Wikipedia, the free encyclopedia

Untermixnitz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weitersfeld im Bezirk Horn in niederösterreichischen Waldviertel mit 78 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].

Schnelle Fakten
Untermixnitz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Untermixnitz
Untermixnitz (Österreich)
Untermixnitz (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Horn
Pol. Gemeinde Weitersfeld
Koordinaten 48° 45′ 20″ N, 15° 50′ 22″ Of1
Höhe 430 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 78 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 6,56 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04047
Katastralgemeindenummer 10248
Bild
Schloss Untermixnitz
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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78

Geografie

Westlich und nördlich des Kohlberges befinden sich die beiden Orte Ober- und Untermixnitz, beiderseits der alten Poststraße, der heutigen Landesstraße L41, aus der die L1058 in beide Richtungen in die jeweiligen Orte abzweigt. Die L1058 verläuft durch Untermixnitz und weiter nach Waitzendorf und in Untermixnitz zweigt noch die L1055 nach Pleißing ab. Untermixnitz wird über den Ebrechtbach entwässert, einem Quellfluss des Passendorfer Baches. Zur Ortschaft zählt weiters der Meierhof knapp außerhalb des verbauten Gebietes. Die gesamte Ortschaft umfasst 50 Adressen.[2]

Geschichte

Im Jahr 1393 wurde hier eine Wasserburg genannt, die 1445 mit Veste Nieden Müchsnitz bezeichnet wurde.[3] Allerdings wurden beim Ort Artefakte aus der Zeit der Stichbandkeramik nachgewiesen, die Gegend ist somit mindestens seit der Jungsteinzeit besiedelt.

Im Jahr 1822 scheint der Ort als Dorf mit 45 Häusern auf, das nach Theras eingepfarrt war und die Kinder zur Einschulung nach Obermixnitz kamen. Die Herrschaft Prutzendorf zu Fronsburg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Untermixnitz ein Gastwirt, eine Gemischtwarenhändlerin, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schneider, ein Schuster, ein Trafikant, ein Tischler, ein Viktualienhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Um 1850 konstituierte sich Untermixnitz zur selbständige Ortsgemeinde und mit 1. Jänner 1970 fusionierte diese mit den damaligen Gemeinden Oberhöflein, Obermixnitz und Weitersfeld, der sich später noch die Gemeinen Fronsburg, Oberfladnitz und zuletzt Sallapulka anschlossen.[6]

Sehenswertes

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 420 (Ausgabe 1769; Mixnitz in der Google-Buchsuche).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 15, Sektion Geras, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,6 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 149.
Commons: Untermixnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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