Velkopopovický Kozel
Tschechische Biermarke
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Velkopopovický Kozel (deutsch „Großpopowitzer Ziegenbock“) ist eine tschechische Biermarke. Das Bier wird u. a. in der Brauerei Velké Popovice gebraut. Das Bier wird zumeist einfach Kozel genannt. Die Brauerei gehört zu Plzeňský Prazdroj a. s. (Hersteller von Pilsner Urquell) und damit zum Konzern Asahi Beer.



Biersorten
Der Velkopopovický Kozel zählt zu den Lagerbieren und wird als helles oder dunkles tschechisches Lagerbier in den Varianten hell (Kozel 10, Kozel 11, Kozel Mistrův ležák), dunkel (Kozel Černý) und geschnitten (Kozel Řezaný, hell und dunkel gemischt) verkauft. Das Erkennungszeichen des Bieres ist ein Ziegenbock mit einem prall gefüllten Bierkrug. Er ist vom Markennamen abgeleitet, denn „kozel“ bedeutet auf Tschechisch Ziegenbock.
Name
Als die Brauerei gegründet wurde, produzierten die Brauereien in der Region vor allem ein dunkles, starkes Bier. Dieses war ursprünglich nach der niedersächsischen Stadt Einbeck benannt, dies wurde jedoch im Laufe der Zeit zu "Ein Bock" verballhornt, was dann wiederum ins Tschechische zu "Kozel" übersetzt wurde. Bier mit dem Namen "Kozel" wurde also von vielen Brauereien in Böhmen hergestellt, doch da die Brauerei in Velké Popovice mit ihrem "Kozel" am erfolgreichsten war, identifizierte man bald "Kozel" mit "Velkopopovický Kozel".[1]
Geschichte der Brauerei
Die Brauerei wurde im Jahr 1871 unter dem Namen Großpopowitzer Brauerei vom Großunternehmer Franz Ringhoffer II. in Velké Popovice südöstlich von Prag gegründet. Drei Jahre später wurde das erste Bier gebraut. Im Jahr 1875 lieferte die Brauerei bereits 18.000 Hektoliter Bier. Das „Großpopowitzer“ wird in Jaroslav Hašeks Roman Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk erwähnt, wo es in Schwejks Prager Stammlokal „Zum Kelch“ ausgeschenkt wird.[2]
Im Jahr 1945 wurde das Unternehmen verstaatlicht und kurz darauf mit Anderen in der Gruppe Středočeské pivovary (Mittelböhmische Brauereien) zusammengeschlossen. Im Jahr 1991 erlangte die Brauerei wieder Selbstständigkeit und wurde im Jahr 1992 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Jahr 1995 bekam die Brauerei Radegast AG die Aktienmehrheit des Unternehmens. Radegast fusionierte im Jahr 1999 mit Plzeňský Prazdroj. Heute ist die Brauerei Velké Popovice eine der drei Brauereien des Unternehmens Plzeňský Prazdroj a. s. (des Herstellers des Pilsner Urquell) und gehört damit zum internationalen Konzern Asahi Beer.[3]