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Verma-Naumoff-Syndrom

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Das Verma-Naumoff-Syndrom ist eine besondere Form der angeborenen Osteochondrodysplasien mit letalem Verlauf und gehört zu den Kurzripp-Polydaktylie-Syndromen charakterisiert durch kurze Rippen und unterentwickelte Lunge.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q77.2 Kurzripp-Polydaktylie-Syndrome
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation nach ICD-11
LD24.B0 Kurzripp-Polydaktylie-Syndrom
ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion)
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Synonyme sind: Kurzrippen-Polydaktylie-Syndrom Typ 3; englisch Short rib polydactyly syndrome; SRPS

Die Erstbeschreibung erfolgte 1974 durch den Mainzer Kinderarzt Jürgen Spranger, die Abgrenzung vom Typ I erfolgte 1975 durch I. C. Verma und 1977 durch P. Naumoff.

Verbreitung

Die Häufigkeit dieser Krankheitsgruppe ist nicht bekannt, die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.[3] Dieser Typ gilt als deutlich häufiger als der Typ I Saldino-Noonan-Syndrom.[1]

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen Mutationen im DYNC2H1-Gen auf Chromosom 11 Genort q22.3 zugrunde.[4]

Klinische Erscheinungen

Gemeinsame Merkmale aller Kurzripp-Polydaktylie-Syndrome sind:[1]

Bei diesem Typ finden sich gehäuft ein Hydrops, eingesunkene Nasenwurzel, Ateminsuffizienz, bei gut der Hälfte Polydaktylie. Hinzu kommen komplexe Herzfehler, Kurzdarm, Malrotation, Analatresie, Urethralatresie, Genitalhypoplasie, Nierenhypoplasie oder -aplasie, Uterus duplex, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, Epiglottis-Dysplasie und Ösophagusatresie.[1]

Diagnose

Im Röntgenbild finden sich kurze Rippen, die Röhrenknochen weisen im Gegensatz zum Saldino-Noonan-Syndrom gezackte Enden auf.[1] Die Röhrenknochen sind nicht so deutlich verkürzt.[5]

Eine Diagnose mittels Sonographie im Mutterleib ist möglich.[6] In Verdachtsfällen können auch weitere bildgebende Verfahren wie Kernspintomographie oder Computertomographie infrage kommen.[7]

Literatur

  • P. Kumru, N. Aka, G. Köse et al.: Short rib polydactyly syndrome type 3 with absence of fibulae (Verma-Naumoff syndrome). In: Fetal Diagnosis and Therapy, 2005, Band 20, S. 410–414, PMID 16113563, doi:10.1159/000086822
  • J. Spranger, P. Maroteaux: The lethal osteochondrodysplasias. In: Advances in human genetics, 1990, Band 19, S. 1–103, 331, ISSN 0065-275X. PMID 2193487. (Review).
  • J. W. Spranger: Bone Dysplasias. Urban & Fischer, 2002, ISBN 3-437-21430-6.

Einzelnachweise

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