Walter Schernstein
deutscher Fotograf
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Walter Schernstein (* 1956 in Mülheim an der Ruhr) ist ein deutscher Fotograf.
Leben
Walter Schernstein wurde im Jahr 1956 in der nordrhein-westfälischen Stadt Mülheim an der Ruhr geboren. Im Jahr 1978 nahm er eine Arbeit als Fotodesigner auf.[1] Eines der ersten größeren Projekte nahm Schernstein 1985 mit dem „XR-Projekt...von der Quelle bis zur Mündung“ auf, in dem er Arbeiten entlang der Ruhr präsentierte. In dieser Zeit arbeitete er eng mit Alexander Voß, Friedebert Reihl und Klaus Florian zusammen. Zwischen 1987 und 1990 nahm er am Ausstellungsaustausch der Projekt-Gruppe-Kunst mit der Warschauer Künstlergruppe Independents '69 teil.
1989 war er parallel am Künstleraustausch zwischen der Stadt Duisburg und dem Künstlerverband der UdSSR beteiligt. Vom Land Nordrhein-Westfalen erhielt er ein Reisestipendium, mit dem er nach Moskau und Leningrad sowie ins kirgisische Frunse reiste. Mit dem Verband der polnischen Kunstfotografen war er auf der „Inter-Foto-Plenar 89“ vertreten. 1991 folgte ein weiteres Reisestipendium nach Moskau und Alma-Ata in Kasachstan. Schernstein gab 1991 ein Luftbildpanorama für die Mülheimer Gartenschau heraus, das prämiert wurde. Walter Schernstein besaß Anfang der 2000er Jahre ein Atelier im Künstler- und Atelierhaus der Stadt Duisburg in der Goldstraße 15.[2]
Mitgliedschaften
- Westdeutscher Künstlerbund e. V.
- Deutscher Werkbund Nordrhein-Westfalen
- pixelprojekt-ruhrgebiet
- Verein der Düsseldorfer Künstler
- Werkkreis bildender Künstler, Essen
- Duisburger Künstlerbund
- Arbeits- und Ausstellungsgemeinschaft Mülheimer Künstler
Werke (Auswahl)
Walter Schernstein wirkte für allem als Fotograf und Fotodesigner. Dabei thematisierte er überwiegend die Landschaften des Niederrheins und des Ruhrgebiets in seinen Werken. Die ehemalige Direktorin des Rheinischen Landesmuseums, Gabriele Uelsberg, schrieb über Schernsteins Arbeiten: „Die Auseinandersetzung des Fotografen Schernstein mit dem Thema Landschaft ist gleichzeitig immer auch begleitet von einer künstlerischen Fragestellung zu Zeit, Ort, Raum und Bewegung.“ Durch die Wahl des Ausschnitts werden die subjektiven Landschaftseindrücke des Künstlers sicht- und erlebbar.[3] Ausstellungen Schernsteins fanden bisher in folgenden Häusern statt:
- Lehmbruck-Museum, Duisburg
- Museum der Künste, Alma-Ata
- Emschertal-Museum, Herne
- Zeche Unser Fritz, Herne
- Kunstmuseum Alte Post, Mülheim an der Ruhr
- Fotogalerie Fabrik Heeder, Krefeld
- Zeche Zollverein, Essen
- Museum Küppersmühle, Duisburg
- Festung Ehrenbreitstein, Koblenz
Literatur
- Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
- Söke Dinkla, Frank Kopatschek: Walter Schernstein. In: 90 Jahre Duisburger Künstlerbund. Duisburg 2014. O. S.