Wavvyboi

Sänger und Songwriter aus Liechtenstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Wavvyboi (* 28. April 1998 in Balzers,[2] Liechtenstein; bürgerlich Simon Vogt-Grande[3]), stilisiert als wavvyboi, ist ein nichtbinärer Sänger und Songwriter aus Liechtenstein.

Schnelle Fakten
Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
All die Engel & Dämonen sind wir selbst
 DE916.09.2022(1 Wo.)
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Werdegang

Im Alter von zwölf Jahren begann er, Klavierunterricht bei Stefan Frommelt zu nehmen, der ihn mit Musik in Verbindung brachte und ihn mit den Grundlagen der Musikproduktion vertraut machte.[4] Als Teenager spielte er in verschiedenen Alternative-Bands, in welchen er erstmals auch als Sänger tätig wurde, worauf er anfing, Songcover auf der Streaming-Plattform SoundCloud zu veröffentlichen.[3] Als er einen seiner eigenen Songs in einer Facebookgruppe teilte, wurden andere Künstler aus Deutschland, unter anderem Dat Adam, auf ihn aufmerksam und luden ihn in ihr Studio ein. Daraufhin brach er die Schule ab und arbeitete an seiner Musikkarriere.[4] Neben einigen kleineren Auftritten in Liechtenstein spielte er 2019 als Teil des Musikerkollektivs CYBER-GEN eine Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.[5] Er steht seit 2019 bei dem Musiklabel Space Music Records, welches mit Groove Attack und Chimperator Live kollaboriert, unter Vertrag.[6] Seitdem arbeitete er mehrmals mit Taddl und Produzent Marley, ehemals Dat Adam, aber auch Labelkollegen Kelvyn Colt zusammen. Mit letzterem war der Sänger Gesicht einer Kampagne von About You und Levi’s zum Thema Selbstbestimmtheit und Individualität, für welche wavvyboi und Kelvyn Colt den Song produzierten.[7]

2022 erschien sein Debütalbum all die engel & daemonen sind wir selbst, das im Selbstverlag mit Hilfe von Groove Attack veröffentlicht wurde und Platz 9 der deutschen Charts erreichte.

Mit dem Song Black Glitter belegte er den zweiten Platz beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2026.[8]

Stil

Als musikalische Einflüsse und Inspirationen nennt er Jimi Hendrix, die Beatles, The Weeknd, Lil Peep und Kurt Cobain. In seinen Songs verarbeitet der Liechtensteiner seine Ängste, Sorgen und verleiht seinen Gefühlen und Erfahrungen Ausdruck. Durch die Musik verarbeitet er traumatische Erlebnisse und persönliche Probleme und verleiht den Zuhörern intime Einblicke in sein Leben, von psychischen Krankheiten, schmerzhaften Erinnerungen bis zum Medikamentenmissbrauch als Folge daraus. Sein Stil, den er selbst als Emo-R’n’B bezeichnet, reicht von Contemporary R&B bis Emo oder Goth.[2] Charakteristisch für seine Musik sind tiefe, düstere Beats und oftmals dominanter Gitarreneinsatz gepaart mit melancholischen, sanften und hohen Melodien.

Privatleben

Wavvyboi versteht sich selbst als nichtbinär und möchte Sichtbarkeit und Diversität ausdrücken.[9] Sein Künstlername rechtfertigt das Pronomen „er“, in seinen Profilen gibt er die Frage nach den Pronomen mit „he/she/they“ an.[10] Themen wie Selbstfindung und Selbstverwirklichung finden sich auch in seinem äußeren Erscheinungsbild.[11] In seiner Ästhetik und seinem Ausdruck finden sich Goth- und Grungeelemente, aber auch oft stereotypisch weibliche Elemente, wie Makeup oder Nagellack, womit er sich bewusst den gesellschaftlichen Konventionen entgegenstellt und seiner Androgynität Ausdruck verleiht.[2]

Diskografie

Alben

  • 2022: all die engel & daemonen sind wir selbst (Selbstverlag/Groove Attack)

EPs

  • 2017: Blonde Boy Fantasy (als Simon Slowkiss, Selbstverlag)

Singles

  • 2018: fall in love with me
  • 2019: dreifaches_x (mit TJ_babybrain)
  • 2019: done mit dir (mit John on a Mission)
  • 2019: vieles was in mir bricht
  • 2019: coupé
  • 2019: mich zu wehren faellt mir schwer
  • 2020: pick me up when I'm down
  • 2020: weisse rosen
  • 2020: twilight
  • 2020: narben
  • 2020: phantom
  • 2021: spiel mit mir
  • 2021: blister – acoustic
  • 2021: bleach
  • 2021: verlorene tage
  • 2021: highway to hell
  • 2021: no one (mit Kelvyn Colt)
  • 2026: black glitter

Einzelnachweise

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